Eintracht-Cheftrainer Dino Toppmöller nahm im Vergleich zur 2:3-Niederlage gegen Olympique Lyonnais unter der Woche fünf Änderungen in der Startelf vor: Der wiedergenesene Hugo Larsson, Rasmus Kristensen, Nathaniel Brown und Omar Marmoush rotierten genauso ins Team wie Can Uzun, der sein Startelfdebüt in der Bundesliga feierte. Dafür nahmen Nnamdi Collins, Niels Nkounkou, Farès Chaibi und Mario Götze zunächst auf der Bank Platz. Tuta fehlte aufgrund einer Wadenverletzung.
Früher Schreckmoment
Es dauerte nicht lange, bis der Ball im Leipziger Stadion im Frankfurter Netz zappelte: Sesko hatte Openda auf die Reise geschickt, Trapp konnte im Eins-gegen-eins zwar stark parieren, doch Baumgartner brachte den Abstauber im Tor unter. Da Openda zuvor aber knapp im Abseits stand, zählte der Treffer nicht.
Die Adlerträger kamen in der fünften Minute zur ersten großen Chance: Dahoud spielte Marmoush stark frei, der Ägypter startete in den Sechzehner durch, doch fand Sturmpartner Ekitiké mit einem zu ungenauen Anspiel nicht.
Sesko überwindet Trapp
Nachdem die Adlerträger in den Anfangsminuten mehr vom Spiel hatten, ging Leipzig nach 20 Minuten in Führung. Schlager spielte Baumgartner in zentraler Position neun Meter vor dem Tor frei; Trapp konnte den Abschluss des Österreichers noch parieren, war beim Kopfball-Nachsetzer von Sesko aber machtlos.
In unmittelbarer Folge drängten die Gastgeber auf das zweite Tor. Aber sowohl gegen Sesko (21.) als auch gegen Openda (22.) parierte Trapp herausragend, ein Kopfball von Baumgartner nach einer Ecke strich knapp am Querbalken vorbei (22.). Danach meldete sich in einer ereignisreichen ersten Halbzeit wieder die SGE in der Offensive an, doch Ekitikés anspruchsvoller Fallrückzieher zischte über das Tor (27.).
Nach starker Kopfballablage des Franzosen hatte Larsson kurz darauf die bis dato beste Frankfurter Chance, doch Vandevoordt war stark zur Stelle (30.). Noch knapper wurde es zwei Minuten später, als Marmoush einen direkten Freistoß aus 17 Metern an die Latte zimmerte (32.). Dann war wieder Trapp nach einem Konter gegen Openda gefordert (35.), ehe Musa einen Distanzschuss aus über 20 Metern über den Kasten setzte (38.).
Brown zielt perfekt
In der 41. Minute kam die Eintracht zum verdienten Ausgleich: Nach einem Vertikalpass von Theate leitete Uzun die Kugel mit einem kurzen Kontakt in den Lauf von Brown weiter, der aus 18 Metern sofort wuchtig abzog und mit Hilfe des Innenpfostens ins Netz traf – ein traumhafter Treffer! Nene Brown war damit in der Bundesliga in jedem seiner vergangenen drei Auswärtsspiele an mindestens einem Treffer direkt beteiligt, zudem jubelte die Eintracht in ihren vergangenen 13 Partien im Oberhaus immer mindestens ein Mal. Mit dem 1:1 ging es dann auch in die Pause.
Die erste Chance des zweiten Durchgangs gehörte den Leipzigern, aber Theate rettete im Fünfmeterraum vor dem einschussbereiten Baumgartner (51.). Nach der anschließenden Ecke gingen die Hausherren dann erneut in Führung. Baumgartner verlängerte die Kugel am Elfmeterpunkt auf Openda, der am zweiten Pfosten sträflich freistand und sicher zum 2:1 einnetzen konnte (52.).
Frankfurt zeigt Reaktion
Die Gäste versuchten, nach dem neuerlichen Rückstand prompt zu antworten: Theate nahm eine Bogenlampe aus über 20 Metern volley, am zweiten Pfosten verpasste Marmoush dann knapp (54.). Wenig später kam Knauff in aussichtsreicher Position zum Abschluss, schoss aber aus 14 Metern knapp rechts am Tor vorbei (58.).
Mitte der zweiten Halbzeit gelang es den Leipzigern mit gutem Defensivverhalten, die Adlerträger weit weg vom eigenen Strafraum zu halten. Den Adlerträgern ihrerseits fehlte es in dieser Phase an Klarheit und Durchschlagskraft in der gefährlichen Zone. Die nächste gute Chance hatte die SGE nach einem ruhenden Ball, als Theate eine Marmoush-Ecke gefährlich aufs Tor köpfte, Henrichs aber vor der Linie rettete (74.). Die Gastgeber hingegen blieben über Konter gefährlich: Trapp musste gegen Musa einmal mehr sein Können aufbieten (78.).
Kein Durchkommen
In der Schlussphase steckten die Adlerträger nicht auf und erarbeiteten sich viele Eckbälle. Doch auch wenn der Wille klar sichtbar war, fehlten dem Team von Dino Toppmöller gegen leidenschaftlich verteidigende Gastgeber die klaren Abschlüsse. Es dauerte bis zur 87. Minute, als Marmoush zu einem Solo ansetzte und Vandevoort aus spitzem Winkel zu einer Parade zwang. Nach der anschließenden Ecke verfehlte Matanovic mit einem Schuss aus der Drehung den RB-Kasten (88.).
Die letzte Chance für die Eintracht hatte der eingewechselte Chaibi, der nach Vorarbeit von Bahoya aus spitzem Winkel verzog (90.+1).