Eintracht-Cheftrainer Dino Toppmöller nahm im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart vor einer Woche zwei Änderungen in der Startelf vor: Nnamdi Collins und Ellyes Skhiri begannen, dafür rotierte Rasmus Kristensen auf die Bank. Ansgar Knauff fehlte verletzungsbedingt.
Vor den 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion hatten die Gastgeber die ersten Abschlüsse. Erst köpfte Stage nach Ecke von Ducksch übers Tor (10.), dann entschärfte Kaua Santos einen Schuss von Friedl aus gut 20 Metern sicher (14.). Die beste Chance der ausgeglichenen ersten 20 Minuten hatte dann aber die SGE. Nach Doppelpass mit Larsson zog Ekitiké links im Strafraum ab, doch der Schuss strich leicht abgefälscht knapp am langen Pfosten vorbei (20.).
Burke köpft ein
Dann waren wieder die Hausherren an der Reihe: Stage hielt im Sechzehner den Kopf in einen Distanzschuss von Schmid und der abgefälschte Ball landete am Querbalken (25.). Kurz darauf ging Werder in Führung. Nach einem Eckball von Schmid kam Burke am zweiten Pfosten völlig ungehindert zum Kopfball und netzte unhaltbar für Kaua Santos zur Bremer Führung ein (28.).
Die Adlerträger hatten zwar viel Ballbesitz, kamen gegen aktiv nach vorne verteidigende Bremer aber nicht in Tempoaktionen mit Tiefe – und folglich im ersten Durchgang zu keinen weiteren Torchancen. Da auch Werder nach dem Führungstreffer nicht mehr vors Frankfurter Tor kam, blieb es zur Pause beim 1:0 für die Gastgeber.
SGE sucht die Lücke
Zur zweiten Halbzeit kam bei der Eintracht Michy Batshuayi für den gelbverwarnten Tuta ins Team. Die erste Riesenchance nach Wiederanpfiff hatten aber die Bremer. Nach einem zu kurzen Rückpass von Brown lief Ducksch allein auf Kaua Santos zu, überlupfte den Frankfurter Keeper, zielte aber knapp neben das Tor – Glück für die Adlerträger (47.).
Im Verlaufe der zweiten Halbzeit hatte die Eintracht wieder deutlich mehr Ballbesitz und suchte die Lücken im Bremer Deckungsverbund – aus dem Spiel heraus zunächst vergeblich. Die Gastgeber blieben aber mit ihren Kontern gefährlich. Nachdem Theate stark einen gefährlichen Schuss von Burke blockte (57.), setzte Ekitiké einen direkten Freistoß aus 19 Metern übers Tor (59.).
Es dauerte bis zur 76. Minute, ehe die SGE mal wieder gefährlich vors Bremer Tor kam. Der eingewechselte Kristensen kam nach Pass von Götze an der Strafraumkante frei zum Abschluss, zielte aber zu hoch. Brenzliger wurde es auf der anderen Seite, als Weiser nach Flanke von Njinmah aus sechs Metern knapp drüber schoss (79.).
Schmid macht Deckel drauf
In der Schlussphase entschied Werder die Partie. Nachdem Njinmah eine flache Hereingabe von Weiser auf Höhe des Elfmeterpunkts noch verpasste, kam Schmid links im Sechzehner an den Ball und zirkelte das Leder aus 14 Metern ins lange Eck – Kaua Santos war erneut ohne jede Abwehrchance (84.). Danach passierte nichts mehr, es blieb beim verdienten 2:0-Sieg der Bremer.