TS
Mi., 07.08.2024, 18:00
KR1 F-Bornheim (FSV)
FSV Frankfurt
2:5
(0:4)
Eintracht Frankfurt
Testspiel

Vorschau: Bornheimer Festlichkeiten

Bisher hatte Eintracht Frankfurt in allen drei Testspielen 2024/25 Grund zum Jubeln.

Den FSV und Eintracht Frankfurt eint ihr 125-jähriges Bestehen. Am Mittwoch kommt es im Rahmen von „Eintracht in der Region“ zum ersten Duell seit sieben Jahren – live auf EintrachtTV.

Auf den Tag genau sieben Jahre liegt das bisher letzte Aufeinandertreffen der Eintracht und des FSV Frankfurt zurück. Am 6. August 2017 lud der Bundesligist zur Saisoneröffnung im Stadtwald. Der Gastgeber feierte vor 40.000 Zuschauern einen 5:2-Sieg, die Bornheimer, die wenige Monate zuvor Insolvenz anmelden und den Gang in die Viertklassigkeit antreten mussten, freuten sich beim gleichzeitigen Benefizspiel über eine Antrittsgage.

Aus dem damaligen Aufgebot, das am Ende jener Saison 2017/18 den DFB-Pokal in die Mainmetropole holen sollte, steht immer noch Timothy Chandler im Kader. Auf der Gegenseite wartet mit Ahmed Azaouagh ein weiterer gebürtiger Frankfurter, der sich damals in die Torschützenliste eintrug und heute FSV-Spielführer ist.

„Bruderduell in aller Freundschaft“

Hieß das Motto seinerzeit „Wir sind alle Frankfurter Jungs“, stehen sich die Stadtnachbarn diesmal im Rahmen von der gemeinsam mit LOTTO Hessen und Medien-Partner HIT RADIO FFH durchgeführten Kampagne „Eintracht in der Region“ gegenüber. „Das Bruderduell in aller Freundschaft, unser Verhältnis zum FSV ist hervorragend“, bekundete Axel Hellmann anlässlich der Saisonauftaktpressekonferenz des Vorstandssprechers.

Auch wenn Pflichtspiele gegeneinander – die letzten beiden entschied die SGE in der Zweiten Bundesliga 2011/12 mit 4:0 und 6:1 für sich – rar geworden sind, eint beide Lager eine größere gemeinsame Tradition. Die Eintracht wurde am 8. März 125 Jahre, der FSV zieht am 20. August gleich. Gerade zwischen den 1920er und Anfang der 1960er Jahre war dieses Stadtduell ein Dauerrenner.

„Schwaches Stündchen“ 1957

Der letzte Erfolg der Bornheimer in einem offiziellen Wettbewerb datiert übrigens vom 9. März 1957, als der FSV in der Zweiten Runde des Süddeutschen Pokals mit 4:3 die Oberhand behielt. „Wenn wir's ehrlich sagen wollen: die Eintracht kam uns am Samstag wie ein Liebespärchen vor, das sein schwaches Stündchen gehabt hat“, analysierte Erich Wick vier Tage darauf das Spielgeschehen.

Eine Einordnung, der sich die Adlerträger im Juli und August 2024 nicht verdächtig gemacht haben. Drei Spiele, drei Siege gegen Heusenstamm, Juárez und Louisville lautet die bisherige von aufsteigender Frühform zeugende Bilanz vor dem Match am Mittwoch, 18 Uhr, in der PSD Bank Arena. EintrachtTV sendet mit Unterstützung von Indeed live. Auch Sky Sport überträgt.

Der Gastgeber hat derweil am Start in die neue Spielzeit zu knabbern. Einem 1:1 gegen den TSV Steinbach Haiger folgte eine 0:5-Niederlage bei Kickers Offenbach. Ähnlich gestalteten sich die beiden Auftritte gegen die U21 von Eintracht Frankfurt nach deren Aufstieg in der vergangenen Saison, als die Adler den FSV im Oktober 5:1 und Anfang Mai 1:0 besiegten. Zwei Monate darauf gab Schwarz-Blau die Verpflichtung von SGE-Verteidiger Ben-Luca Fisher bekannt, der damit seinen Ex-Verein empfängt.

Ein weiteres Wiedersehen findet auf den Trainerbänken statt. Eintrachts neuer Co-Trainer Jan Fießer nimmt seit Jahresbeginn am Pro-Lizenz-Lehrgang des DFB teil – genau wie FSV-Chefcoach Tim Görner. Der 28-Jährige steht seit März 2022 an der Seitenlinie der ersten Mannschaft. Präsident ist dessen Vater Michael Görner; einmalig im deutschen Profifußball. Zweimalig wird für Görner Senior die Konstellation am Mittwochabend. Bereits vor sieben Jahren fungierte er als Oberhaupt des Traditionsvereins aus Bornheim. Ein kleiner Kreis, der sich schließt.