16.10.2021
Bundesliga

1:2 gegen Hertha BSC

Frankfurt verliert erstmals seit dem ersten Spieltag. Berlin geht vor der Pause in Führung und legt nach dem Seitenwechsel nach. Paciencia stellt den Endstand her (78.).

13 Tage nach dem ersten Saisonsieg in München kehrte die Eintracht gegen Hertha BSC mit vier personellen Änderungen aus der Länderspielpause zurück. Die wiedergenesenen Makoto Hasebe und Evan Ndicka ersetzten in der Dreierabwehrkette Stefan Ilsanker und Tuta. Sam Lammers vertrat den erst Freitagabend aus Kolumbien zurückgekehrten und entsprechend geschlauchten Rafael Santos Borré. Jens Petter Hauge begann für Almamy Toure. Damit einher ging eine kleine Änderung in der Grundformation, die sich als 3-4-1-2 statt 3-4-2-1 gestaltete. Hauge gab den Zehner hinter der Doppelspitze, die Jesper Lindström mit Lammers bildete.

Die Hausherren erwischten vor 32.000 Zuschauern im sonnendurchfluteten Deutsche Bank Park den etwas dominanteren Beginn, verloren aber mit zunehmender Spieldauer aufgrund sich häufender Ungenauigkeiten vorne wie hinten zusehends den spielerischen Faden.

Den Gästen aus der Hauptstadt spielte zweifelsohne das frühe 0:1 in die Karten, als eine Flanke von Vladimir Darida in den Strafraum segelte und Marco Richter der Kugel die entscheidende Richtungsänderung verlieh, sodass das Leder über den Innenpfosten hinter Kevin Trapp einschlug (7.). Es war Richters fünfter Treffer im achten Aufeinandertreffen mit Frankfurt.

Kevin Trapp treibt Krzysztof Piatek zur Verzweiflung.

Etwa fünf Minuten später schwirrte wieder das Spielgerät von links an Freund und Feind vorbei, diesmal war Trapp aber vor Richter am Ball (13.). Kurz darauf das gleiche Muster über die rechte Berliner Bahn, als Krzysztof Piatek mutterseelenallein zum Kopfball kam, doch Trapp nicht überwinden konnte (17.).

Derlei Hochkaräter vermochten sich die Adler nur selten herauszuspielen, auch weil sich spätestens in Tornähe die Stockfehler häuften. Eine Eckballvariante auf den im Rückraum lauernden Kristijan Jakic, dessen abgefälschten Schuss Alexander Schwolow gerade so um den Pfosten lenken konnte, blieb die größte Gelegenheit vor der Pause (27.). Auf der anderen Seite hätte Piatek beinahe von einem Missverständnis im Aufbauspiel profitiert und zielte völlig blank an Trapp, aber auch am Gehäuse vorbei (41.).

Zur Pause brachte Oliver Glasner mit einem Doppelwechsel – Almamy Toure und Daichi Kamada für Timothy Chandler und Jesper Lindström – frischen Wind in die Partie. Frankfurt agierte wesentlich druckvoller und zielorientiert. Djibril Sow rauschte nach einem schnellen Angriff über den Flügel am langen Pfosten heran, verzog seine Direktabnahme aber knapp (52.). Nach einer Stunde kam mit Borré ein neuer Angreifer (60.), der aber erstmal mit ansehen musste, wie die Hauptstädter einen ihrer wenigen Gegenstöße eiskalt zum 0:2 durch Jurgen Ekkelenkamp verwerteten (63.). Also noch ein Stürmer: Goncalo Pacienca, der sogleich per Kopf auf Borré ablegte, der aber etwas zu sachte in die Arme von Schwolow abschloss (69.).

Der Portugiese war es dann auch, den Schwolow im Strafraum umriss (77.). Elfmeter für Frankfurt, der Gefoulte verwandelte vor den Fans in der Nordwestkurve mittig (78.). Mehr als der Anschluss sollte trotz unbändigen Anrennens nicht mehr gelingen, sodass die Eintracht die erste Heimniederlage in der Bundesliga seit 22 Spielen hinnehmen musste.

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