11.03.2022
Eintracht

Abschied von Grabi

Eintracht Frankfurt und der deutsche Fußball trauern um Jürgen Grabowski.

Peter Fischer: Jeder Eintrachtler und jede Eintrachtlerin, egal welchen Alters, hat für sich einen Jürgen Grabowski im Kopf gespeichert. Momente und Dinge, die einzigartig waren. Das Erbe, das er als Spieler hinterlassen hatte, konnte nie wieder jemand ausfüllen. Diese Genialität und das Verständnis von Fußball waren einzigartig. Sein Verlust ist unbeschreiblich groß, aber ein Jürgen Grabowski geht nie ganz.

Philip Holzer: Jürgen Grabowski wird für alle Zeiten eine Eintracht-Legende bleiben. Er war als Mensch und Spieler ein Aushängeschild unseres Vereins, der immer als einer der besten und erfolgreichsten Spieler im Eintracht-Trikot in unseren Herzen verankert sein wird. Unvergessen bleibt auch sein Anteil am WM-Titelgewinn 1974 der deutschen Nationalmannschaft.

Axel Hellmann: In seiner aktiven Zeit war Jürgen Grabowski vielleicht der vollkommenste Spieler, der für die Eintracht gespielt hat. Seine Aura wirkt bis in die Gegenwart. Grabi, der so gerne bei den Spielen unserer Eintracht dabei war, war generationsübergreifend identitätsstiftend für den Verein.

Markus Krösche: Jürgen Grabowski ist ganz Fußballdeutschland ein Begriff und eine Legende. Eintracht Frankfurt war sein Klub und jeder in Frankfurt kennt seinen Namen. Sein Tod macht mich betroffen und traurig!

Nachruf auf Jürgen Grabowski.

Karl-Heinz Körbel: Für mich persönlich ist ein Freund verstorben. Er hat mein Leben seit 1972 komplett begleitet und mich unterstützt, seit ich zur Eintracht gekommen bin. Es ist ein Schock und schwer zu verarbeiten. Grabi war immer da. Aber man sieht, wie schnell es gehen kann. Auch mit Bernd Nickel. Das mit Jürgen muss ich erst einmal verarbeiten. Das ist gar nicht wahr. Wir wussten, dass es ihm nicht gut geht. Aber man hat uns immer wieder gesagt, dass er kämpft. Es ist nicht nur für uns als ehemalige Spieler ein Riesenverlust, sondern auch für Eintracht Frankfurt. Grabi hat die Eintracht mit seiner Art und seiner Spielweise geprägt. Ich hatte das Glück, seit 1972 mit ihm befreundet und sein Mitspieler gewesen zu sein. Grabi, du warst ein toller Mensch. Ruhe in Frieden.

Norbert Nachtweih: Diese Nachricht erfüllt mich mit Traurigkeit. Ich habe die ganze Zeit mitbekommen, dass er sehr krank war. Beim letzten Treffen, das war die Beerdigung von Bernd Nickel, hat er nochmal ein paar Worte gesagt. Es ging ihm nicht gut, das wusste ich. Aber man hofft natürlich immer das Beste. Ich bin 1976 zur Eintracht gekommen, da war Grabi schon 31. Ich war sehr erstaunt, wie fit er war. Neben seinen sportlichen Leistungen war er hier der absolute Publikumsliebling. Er war als Mensch immer sehr zurückhaltend, sehr fair, freundlich gesinnt. Er hat dafür gesorgt, dass wir ordentlich behandelt worden sind. Wir haben ihm viel zu verdanken. Es geht ein Mensch, der sehr anständig war und alle vom Sitz gerissen hat, unabhängig vom Fußballerischen. Er geht von uns, aber er wird uns ewig in Erinnerung bleiben.

Grabi war das Idol, die Ikone von Frankfurt, er hat Eintracht Frankfurt gelebt und war auch zwischenmenschlich ein super Typ.

Ronny Borchers

Ronny Borchers: Wir haben Bernd Nickel vor ein paar Monaten verloren, jetzt haben wir den Grabi verloren. Grabowski, Hölzenbein, Nickel – das sind unsere drei großen Legenden. Dem Holz geht es zum Glück wieder sehr gut, darüber sind wir natürlich happy. Aber die Gesamtsituation ist auch für mich komisch, da kribbelt der ganze Körper. Wir haben den größten, stärksten und besten Spieler bei der Eintracht verloren. Für uns geht der Tag irgendwo weiter, aber es ist schon schwierig, damit umzugehen. Das fällt uns allen wahnsinnig schwer. Vor allem, was deren Frauen angeht, ist es fürchterlich. Menschlich stellen sie für mich ein Paket dar: Grabowski, Hölzenbein, Nickel. Alle etwa zehn Jahre älter als ich und ich habe immer zu ihnen hochgeschaut. Grabi hat mich mal in das Buffalo Steakhouse eingeladen, musste dort Autogramme geben und hat sich dann ganz locker umgedreht und zu mir gesagt: Warte nur ab, die kommen auch noch zu dir. Grabi war natürlich das Idol, die Ikone von Frankfurt, er hat Eintracht Frankfurt gelebt und war auch zwischenmenschlich ein super Typ. Das ist unfassbar. Aber es geht immer weiter.

Alexander Schur: Ich bin in einem absoluten Schockzustand. Wir sind alle traurig. Dieser Tag kommt bei jedem und heute ist der Tag von Grabi gekommen. Für Eintracht Frankfurt ist heute ein sehr schwarzer Tag.

Jan Aage Fjörtoft: Jürgen Grabowski war einer der größten Fußballer nicht nur bei der Eintracht, sondern auch im internationalen Fußball. Er hat drei Weltmeisterschaften gespielt und dabei das komplette Podium abgedeckt – mit dem Höhepunkt 1974, als er an seinem 30. Geburtstag Weltmeister wurde. Dazwischen wurde er noch Europameister. Was für eine Karriere! Aber in erster Linie ist er eine Eintracht-Legende, der immer loyal zu seinem Verein war.

Sebastian Rode: Ein sehr trauriger Tag für die Eintracht-Familie und ganz Fußballdeutschland. Mit Jürgen Grabowski geht ein großer Sportler und eine Legende von uns. Ruhe in Frieden.

Andreas „Gerre“ Geremia: Der größte Eintracht-Spieler, den es jemals gab und geben wird, dazu noch ein ganz bodenständiger und feiner Mensch. Es war und wird mir immer eine Ehre sein, über Grabi singen zu dürfen, das bleibt für die Ewigkeit! Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau und Familie!

Rudi Völler: Als kleiner Hanauer Junge vor den Toren Frankfurts habe ich von diesem tollen Fußballer geschwärmt. Jürgen Grabowski war ein Idol für die Eintracht und weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus. Mein Beileid gilt Jürgens Familie und Freunden.

Günter Netzer: Vor etwa zwei Monaten hatte ich Jürgen angerufen. Er hatte sich sehr darüber gefreut und mir erzählt, dass es ihm gesundheitlich  nicht gut gehe. Jürgen gehörte zweifellos zu den besten deutschen Fußballspielern und war auch für mich die Ikone der Eintracht. Seine menschlichen Qualitäten waren außerordentlich.

Uli Hoeneß: Jürgen Grabowski war eine große Fußballerpersönlichkeit und unser Weggefährte in den 70er Jahren. Er war unglaublich sympathisch, wir Bayern haben uns immer gut mit ihm verstanden. Er hatte eine Fähigkeit, um die ihn alle beneideten: Wann immer er eingewechselt wurde, er war sofort da, er konnte Spiele komplett umdrehen und entscheiden. Jürgen war enorm wichtig – auch für den WM-Titel 1974.
 
Franz Beckenbauer: Ich bin heute sehr traurig. Jürgen Grabowski war ein wunderbarer Mensch und ein großartiger Fußballer. Für Eintracht Frankfurt ist er eine Legende, für die deutsche Nationalmannschaft und die gewonnene WM 1974 war Jürgen enorm wichtig. Mit ihm haben wir haben einen Freund und brillanten Fußballer verloren.
 
Paul Breitner: Jürgen war immer mein Lieblingsspieler – und ich war es für ihn: denn entweder hat er mich 90 Minuten lang sowas von schwindlig gespielt, oder er kam nicht einmal an mir vorbei. Was anderes gab's kaum. Darüber hatten wir beide sogar schon beim Warmmachen gesprochen. 
Jürgen Grabowski war zusammen mit Bernd Hölzenbein einer der Knackpunkte 1974. Diese Frankfurter Zange war mitentscheidend, dass wir das Finale gegen Holland gewonnen haben. Jürgen war ein äußerst liebenswürdiger und sympathischer Mensch. Er war ein Freund für mich.

Sepp Maier: Ich kannte Jürgen Grabowski seit 1966, wir waren zusammen bei der WM in England. Jürgen war ein richtiger Kamerad, ruhig, sympathisch, auf ihn war immer Verlass. Wir wurden gemeinsam Europa- und Weltmeister. Später haben wir uns zigmal auf dem Golfplatz getroffen. Auch da war er ein Ass. Es ist so bitter, dass er uns viel zu früh verlassen hat.

Herbert Hainer: Jürgen Grabowski war eine der größten Persönlichkeiten des deutschen Fußballs. Ein Genie am Ball. Auf ewig unvergessen wird sein Anteil am WM-Sieg 1974 bleiben, als er Gerd Müllers Siegtor eingeleitet hat. Jürgen Grabowski hat deutsche Fußballgeschichte geschrieben. Die Erinnerung an ihn wird weiterleben, bei den Anhängern seines Vereins Eintracht Frankfurt und bei allen Fußballfans.

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