Für das große Endspiel um den Einzug ins Achtelfinale der UEFA Champions League wechselte Cheftrainer Oliver Glasner im Vergleich zur Partie gegen Dortmund ein Mal. Djibril Sow ersetzte Sebastian Rode in der Mittelfeldzentrale, Kevin Trapp führte die Eintracht als Kapitän aufs Feld des Estádio José Alvalade.
Die erste Chance des Spiels hatten die Gastgeber nach einem Freistoß, doch Trapp stand beim Abschluss von Marcus Edwards sicher (7.). Pech dann bei Frankfurts erster Chance: Ebenfalls nach einer Ecke brachte Sebastián Coates seinen eigenen Schlussmann durch einen abgefälschten Ball arg in Bedrängnis, doch Antonio Adán reagierte gedankenschnell (12.).
In der Folge entwickelte sich ein intensives, von Zweikämpfen geprägtes Spiel, in dem die Eintracht zwar ein optisches Übergewicht hatte, die klaren Torchancen aber fehlten. Die Relevanz der Partie war beiden Teams durchaus anzumerken. Dass Sporting zu kontern vermag, musste die Eintracht im Hinspiel schmerzlich erfahren, und auch dieses Mal blitzte das Umschaltspiel der Portugiesen immer wieder blitzartig auf. So wie nach einer Frankfurter Ecke, als auf einmal zwei Sporting-Akteure nach Ballgewinn alleine auf Kristijan Jakic und Trapp zuliefen, Manuel Ugarte sich aber im letzten Moment den Ball zu weit vorlegte (32.).
In einem ausgeglichenen Spiel war es Sporting, das mit dem ersten richtigen Hochkaräter in Führung ging. Eine Flanke verlängerte Djibril Sow unglücklich auf den Fuß von Arthur Gomes, der aus kurzer Distanz abzog. Trapp war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern (39.). So ging es mit dem knappen Rückstand in die Pause.
Mit Sebastian Rode für den glücklosen Jesper Lindström ging die Eintracht die zweite Hälfte an. Und der Kapitän ging direkt beherzt voran und trieb das Frankfurter Offensivspiel an. Wie zu erwarten war, konzentrierte sich Sporting aufs Kontern und verschleppte immer wieder das Tempo und somit auch den Spielfluss.
Bis zum 1:1! Im Duell mit Kamada bekam Coates den Ball im Sechzehner an die Hand, Schiedsrichter Slavko Vincic – der übrigens das Europa-League-Finale gegen den Rangers FC gepfiffen hatte – entschied auf Handspiel und Elfmeter für die Eintracht. Der Japaner lief selbst an und verwandelte sicher (62.).
Frankfurt hatte nun Oberwasser, mit Ansgar Knauff für Éric Junior Dina Ebimbe brachte Glasner einen weiteren frischen Mann. Und mit dem Wechsel bewies der Chefcoach ein goldenes Händchen, denn Knauff fügte sich gleich optimal ein. Seinen hohen Ball auf Kolo Muani nahm der Franzose stark mit der Brust mit und drosch die Kugel aus spitzem Winkel humorlos an Adán vorbei ins Tor (72.).
Mit Hrvoje Smolcic für den gelb-verwarnten Jakic und Rafael Santos Borré für den ausgepumpten Kolo Muani sollten zwei weitere frische Kräfte den knappen Vorsprung nach Hause bringen. Eine für alle Eintracht-Fans schier unendlich lange Schlussphase gipfelte in zwei Eckbällen für Sporting in der letzten Minute. Doch auch diese wurden mit Leidenschaft und Kampf wegverteidigt – die Eintracht erreichte das Achtelfinale der Champions League!






