29.08.2025
Bundesliga

Adlercheck: Aufbruchstimmung

Neue Gesichter, „neue Identität“ und mit Asllani ein Newcomer auf dem zweiten Bildungsweg. Hoffenheim unter der Lupe.

Taktiktafel

Der Auftakt der Hoffenheimer in die neue Saison kann sich sehen lassen. In der Ersten Hauptrunde des DFB-Pokals gelang ein souveränes 4:0 bei Hansa Rostock, in der Bundesliga gewann die TSG mit 2:1 in Leverkusen. Dabei baute Cheftrainer Christian Ilzer beide Male auf dieselbe Startformation und insgesamt sieben neuen Spieler im Vergleich zum Kader der vergangenen Saison.

Im Kasten steht standesgemäß Oliver Baumann. Davor reihen sich in der Viererkette Robin Hranác, Bernado, Vladimir Coufal und Koki Machida ein. Letzterer wird jedoch aufgrund eines Kreuzbandrisses ausfallen.

Wie in der vergangenen Saison zeigt sich das Mittelfeld flexibel und wurde in den letzten beiden Partien mit einer Doppelsechs bestehend aus Leon Avdullahu und Wouter Burger besetzt. Zudem steht Hoffenheims Routinier und Kapitän Andrej Kramaric zur Seite. Bazoumana Touré, Tim Lemperle und Rückkehrer Fisnik Asllani bilden die Offensivfraktion.

„Zwei junge Wilde mit einem guten Gespür für Tiefgang und technisch gut beschlagen“, weiß Dino Toppmöller den Sturm der Hoffenheimer zu analysieren. Asllani verbuchte gegen Leverkusen zwei Scorerpunkte. Taktisch variiert Hoffenheim dabei, je nach Leistung und Gegner, zwischen einem 4-2-3-1 und einem kompakten 4-4-2. In Anbetracht der zugenommenen Intensität und Stabilität im Auftreten attestiert Toppmöller dem kommenden Gegner „eine neue Identität“.

Diese Spieler fehlen

Der TSG fehlen im zweiten Bundesligaspiel mit Wouter Burger (Sprunggelenksverletzung) und Kiko Machida (Kreuzbandriss) zwei Spieler der Startelf vom ersten Spieltag. Adam Hlozek, Valentin Gendrey und Ozan Kabak zählen zum Langzeitlazarett. Dennis Geiger, Florian Grillitsch und Mergim Berisha wurden zuletzt nicht berücksichtigt.

Bei der SGE ist Kaua Santos für das Auswärtsspiel in Sinsheim nach wie vor kein Thema. Ebenso Jessic Ngankam. Die Einsatzfähigkeit von Ellyes Skhiri soll sich nach dem Abschlusstraining am Freitag entscheiden.

Spieler im Fokus: Fisnik Asllani

Fisnik Asllani startete seine Fußballkarriere in der Jugend des 1. FC Union Berlin, ehe es ihn 2020/21 zur TSG verschlug. Dort lief er zunächst für die zweite Mannschaft auf und feierte im November 2021 sein Bundesligadebüt. 2023 wurde der Deutsch-Kosovare zum FK Austria Wien verliehen und schloss sich – ebenfalls auf Leihbasis – zur Saison 2024/25 der SV Elversberg an. Unter Trainer Horst Steffen schaffte er im Saarland endgültig den Durchbruch. Mit 27 Punkten wurde er zum zweitbesten Scorer im deutschen Unterhaus. 

Fisnik Asllani …

  • … stammt aus Berlin und wechselte 2020 von Union zur TSG.
  • … spielte zunächst für die kosovarische U17-Nationalmannschaft, anschließend für die deutsche U19 und U20.
  • … nennt als eine der wichtigsten Personen auf seinem Weg zum Profi seinen Vater: „Wenn die ganze Welt nicht an mich geglaubt hat und ich selbst nicht an mich geglaubt habe, hat mein Vater an mich geglaubt“, sagte er einst.
  • … spielt seit 2024 für den Kosovo und gab seinen Einstand in der UEFA Nations League gegen Rumänien.

Topstatistik

Eintracht Frankfurt verbuchte am ersten Spieltag 14 hohe Ballgewinne – mit Abstand Ligahöchstwert.

Wiedersehen

Sportdirektor Timmo Hardung und Leiter Profifußball Pirmin Schwegler haben eine Vergangenheit bei der TSG.

Co-Trainer Xaver Zembrod war sowohl als Spieler (1999/2000) als auch als Jugendkoordinator und -trainer für Hoffenheim aktiv.

Elias Baum und Asllani spielten gemeinsam bei der SV Elversberg.

Mergim Berisha und Jonathan Burkardt liefen gemeinsam für die deutsche U21-Nationalmannschaft auf. Gleiches gilt für Tim Lemperle, Ansgar Knauff und Nathaniel Brown.

2015/16 standen Andrej Kramaric und Jens Grahl gleichzeitig bei der TSG unter Vertrag.