18.11.2021
Bundesliga

Adlercheck: Harte Nuss

Der SC Freiburg spielt die bislang beste Saison seiner Vereinsgeschichte. Zwei Faktoren sprechen vor dem Duell am Sonntag allerdings für die Eintracht.

Taktiktafel

Freiburgs Trainer Christian Streich variiert mit seiner Mannschaft meist zwischen einem 3-4-3- und einem 4-4-2-System. In dieser Spielzeit setzte der 56-Jährige vorwiegend auf ein 3-4-3. Unabhängig vom Spielsystem lässt Streich zwei defensive Mittelfeldspieler vor der Abwehr auflaufen. In der bisherigen Spielzeit waren das meist Nicolas Höfler und Neuzugang Maximilian Eggestein, der vor der Saison aus Bremen kam. Auch die linke Außenbahn der Breisgauer ist gesetzt. Hier ging bislang an Kapitän Christian Günter und Flügelflitzer Vincenzo Grifo kein Weg vorbei.

Diese Spieler fehlen

Im Mannschaftstraining wieder am Start: Goncalo Paciencia.

Die Eintracht muss weiterhin auf den verletzten Martin Pecar verzichten. Hinter den Einsätzen von Christopher Lenz und Goncalo Paciencia stehen noch Fragezeichen. Lenz trainiert nach seiner Faszienverletzung am Oberschenkel seit dieser Woche individuell, Paciencia absolvierte am Dienstag das erste Mal wieder in Teilen am Mannschaftstraining.

Christian Streich fehlen Nils Petersen und Roland Sallai mit Knieverletzungen sowie Kimberly Ezekwem mit einer Muskelverletzung. Jonathan Schmid ist aufgrund der Folgen seiner überstandenen Corona-Infektion noch außen vor. Ein Einsatz von Nico Schlotterbeck ist ungewiss. Er reiste mit muskulären Problemen am Oberschenkel frühzeitig von der deutschen Nationalmannschaft ab.

Spieler im Fokus: Philipp Lienhart

Innenverteidiger Philipp Lienhart zeichnet sich als knallharter Verteidiger und zugleich kopfballstarker Torschütze aus.

Der 25-jährige Österreicher ist aus der Startelf des SC Freiburg nicht wegzudenken. In allen elf Ligaspielen und auch im Pokal durfte der 1,89 Meter große Innenverteidiger in dieser Saison von Beginn an ran. Mit einer Passquote von 86,3 Prozent liegt er im Liga-Ranking innerhalb der Top-25-Spieler. Statistisch gesehen klärt Lienhart pro Spiel 5,23 Aktionen des Gegners – das ist der sechstbeste Wert der Bundesliga. Dass der Blondschopf auch vor dem gegnerischen Tor gefährlich werden kann, hat er in der Vergangenheit des öfteren bewiesen. In der abgelaufenen Spielzeit 2020/21 traf der österreichische Nationalspieler vier Mal, in dieser Runde hat er bereits zwei Kopfballtore erzielt.

Statistiken

Eintracht Frankfurt gewann in der Bundesliga zwei der vergangenen drei Auswärtsspiele. Das sind mehr Siege als in den neun Gastspielen zuvor zusammen, als es nur einen gab.

Der Sport-Club Freiburg gewann nur eines der vergangenen acht Bundesliga-Duelle gegen die Eintracht. Das war im November 2019, als die Breisgauer mit 1:0 vor heimischer Kulisse als Sieger vom Platz gingen. Ansonsten stehen drei Niederlagen vier Remis gegenüber.

Die Mannschaft von Christian Streich sammelte elf Punkte aus den ersten fünf Bundesliga-Heimspielen in dieser Saison. Mehr waren es nur 2016/17, als der Sport-Club zwölf Zähler einfuhr. Trotz der ersten Saisonniederlage gegen den FC Bayern ist es für die Breisgauer mit 22 Punkten nach elf Partien nach wie vor die beste Zwischenbilanz ihrer Vereinshistorie.

Die Eintracht schoss die Hälfte der zwölf Saisontore in der Schlussviertelstunde. Dieser Wert wird nur von der TSG Hoffenheim getoppt, die sieben Mal nach der 75. Minute trafen. Der Sport-Club ist indes das einzige Team, das in dieser Bundesliga-Saison noch kein Gegentor in der Schlussviertelstunde zuließ.

Historische Duellbilanz

Eintracht Frankfurt und der SC Freiburg standen sich bisher 39-mal gegenüber. 16-mal gewannen die Adlerträger, 14-mal der Sport-Club. Neun Partien endeten unentschieden. Die Tordifferenz von 56:49 spricht für die Hessen.

Wiedersehen

Makoto Hasebe und Freiburgs Ersatzkeeper Benjamin Uphoff standen in der Saison 2013/14 gemeinsam für den 1. FC Nürnberg auf dem Platz.

Kevin Trapp und Dominique Heintz kickten 2011/12 für den 1. FC Kaiserslautern. Trapp kennt außerdem Nico Schlotterbeck und Christian Günter von der deutschen Nationalmannschaft.

Stefan Illsanker und Martin Hinteregger spielen mit Philipp Lienhart in der österreichischen Nationalmannschaft.

Schlüsselduell: Tuta gegen Vincenzo Grifo

Der 28-jährige Italiener Vincenzo Grifo ist maßgeblich am Höhenflug der Freiburger in dieser Bundesligasaison beteiligt. Vereinsintern führt der Flügelspieler die Scorerliste an. In den bisherigen elf Partien schoss der gebürtige Pforzheimer drei Tore und lieferte vier Assists. Außerdem ist er mit durchschnittlich 11,6 Kilometern pro Spiel überdurchschnittlich viel unterwegs und bringt mit 32,8 km/h ordentlich Tempo auf den Rasen.

Auf Tuta könnte mit Vicenzo Grifo ein Schlüsselduell am Sonntag zukommen.

Auf Tuta könnte dementsprechend viel Arbeit zukommen. Der Brasilianer in Reihen der Eintracht muss sich allerdings nicht verstecken. Mit 32,58 km/h ist seine Spitzengeschwindigkeit nur unwesentlich geringer als die Grifos, zudem spielte sich Tuta in den vergangenen Wochen in die Stammelf von Chefcoach Oliver Glasner und besitzt entsprechend das nötige Selbstbewusstsein, um die anspruchsvolle Aufgabe anzugehen. Gelingt es dem Adlerträger, seinen Gegenspieler nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, steigt die Wahrscheinlichkeit, im Breisgau kein Gegentor zu kassieren.

Hier läuft die Bundesliga

DAZN überträgt die Partie am Sonntag um 15.30 Uhr live und exklusiv. Zudem wird das Duell zwischen dem SC Freiburg und der Eintracht wie gewohnt auf EintrachtFM zu hören sein.

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