Abschlusstraining, Pressekonferenz, Medienangebote und vieles mehr. Hier gehen fortlaufend die wichtigsten Informationen vor dem Viertelfinalhinspiel der UEFA Europa League zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Barcelona ein.
+++ Das Wort zum Mittwoch +++
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+++ Abschlusstraining des FC Barcelona im Livestream +++
+++ Xavi: „Wir hatten kein Glück bei der Auslosung“ +++
Er sagte es zu Beginn, wenige Minuten später ein zweites Mal und wieder und wieder: „Wir hatten kein Glück bei der Auslosung.“ Die Worte kamen von keinem Geringeren als Xavi. Der Chefcoach des FC Barcelona muss es wissen, nach 767 Einsätzen für die Blaugrana und 133 für die spanische Nationalmannschaft. Natürlich wollte der 42-Jährige sich nicht unglaubwürdig machen und nahm die erklärte Favoritenrolle ohne Widerspruch an. „Wir möchten durch Ballbesitz dominieren, ins Pressing kommen und dem Gegner unser Spiel aufzwingen.“ Dabei spiele es keine Rolle, ob die Katalanen zu Hause oder auswärts anträten. Gleichwohl, daraus machte Xavi auf der Pressekonferenz keinen Hehl, „ist das Stadion für uns neu, die Stadt ist für uns neu. Wir waren noch nie hier. Man hat uns erzählt, dass hier eine super Stimmung ist“. Nicht nur deshalb meinte der Welt- und Europameister: „Es kann alles passieren. Wir werden uns nicht zurücklehnen, sondern benötigen die gleiche Motivation wie Frankfurt. Wenn sie am Ende dennoch gewinnen, werden wir gratulieren.“
Wir haben erst gedacht, es wird leicht. Aber es wird gar nicht leicht.
Xavi
Wie es zu diesem Szenario, das objektiven Beobachtern kaum in den Sinn käme, eintreten könnte, machte die Klublegende schlussendlich am Kontrahenten aus Hessen selbst fest. „Sie spielen sehr physisch, sind sehr gut organisiert und spielen ein System, das wir aus der Liga nicht kennen und können innerhalb von drei bis vier Sekunden über Umschaltaktionen vor unser Tor kommen“, betete Xavi das Eintracht-ABC herunter. Keine Frage, unvorbereitet sind die Iberer nicht an den Main gereist. Wie ernst der Rückkehrer seine Aussagen meint, ließ er auf die Nachfrage erahnen, ob die Adler „eine gute Mannschaft“ hätten. „Nein, eine sehr gute“, entgegnete er wenige Minuten vor dem Abschlusstraining im Deutsche Bank Park. Und legte nach: „In Spanien und Barcelona sind der Verein und die Spieler unbekannt. Aber das sind Topspieler. Wir haben erst gedacht, es wird leicht. Aber es wird gar nicht leicht.“ Und, als hätte Xavier Hernández Creus seine vorherigen Aussagen vergessen, erneuerte er seine Einschätzung abschließend: „Wir hatten kein Glück bei der Auslosung.“
+++ Pressekonferenz mit Xavi und Ferran Torres +++
+++ Rode: „Es wird wieder spektakulär“ +++
Nicht nur bei den externen Medienvertretern waren Oliver Glasner und Sebastian Rode gefragte Gesprächspartner, auch für EintrachtTV nahmen sich der Cheftrainer und der Kapitän Zeit. Wie auf der Pressekonferenz legte Glasner Wert darauf, dass es zwar „auf internationaler Ebene mein größtes Spiel“ sei, zugleich aber „nur der Klub und die Spieler“ zählten. „Ich nehme mich zurück.“ Den größten Einfluss könne der Österreicher ohnehin vor den 90 Minuten nehmen.
In der Mannschaftsbesprechung werden wir den Jungs ein paar Sachen vom Gegner zeigen, aber insbesondere darauf eingehen, was wir vorhaben.
Cheftrainer Oliver Glasner
Dahingehend erklärte der 47-Jährige den Plan bis zum Anstoß: „Nach dem Frühstück gehen wir 20, 25 Minuten auf den Platz, um ein Gefühl für den Tag zu bekommen. Danach ist Mannschaftsbesprechung, in der wir den Jungs ein paar Sachen vom Gegner zeigen werden, aber insbesondere darauf eingehen, was wir vorhaben.“ Ein Augenmerk liege kurz vor der Abfahrt ins Stadion auf Standardsituationen, „die wir auch trainiert haben“, verrät der Coach exklusiv. Eines ist sich der Fußballlehrer in jedem Fall sicher: „Je näher wir kommen, desto lauter wird es und umso größer ist die Vorfreude.“
Dem kann Rode nur beipflichten. „Wenn man wie ich aus der Region kommt und merkt, was hier los ist, wenn man sich in einem Pflichtspiel mit Barcelona misst, ist das ein geiles Gefühl! Gerade in dem Wissen, was 2019 an Europapokalabenden hier los war, bin ich sicher: Es wird wieder spektakulär.“
+++ Pressekonferenz mit Oliver Glasner und Sebastian Rode +++
+++ Bindewald: „Dann wird es richtig krachen“ +++
An Highlights hat es in der Karriere von Uwe Bindwald wahrlich nicht gemangelt. Doch mit Blick auf die bevorstehenden Duelle mit dem FC Barcelona bekennt der langjährige Adlerträger unumwunden: „Ich würde gerne auf dem Platz stehen.“ Was für den heute 53-Jährigen freilich Wunschdenken bleibt, weshalb Zico das Abschlusstraining seiner Nachfolger auf Platz 4 im Deutsche Bank Park als Gast von EintrachtTV unter die Lupe nahm.
Dabei bot sich personell nichts Neues, wie zuletzt waren außer Diant Ramaj und Christopher Lenz alle Mann an Bord. Nicht nur deshalb ist Bindewald überzeugt: „Wenn die Jungs so dagegen halten wie beispielsweise gegen Dortmund, ist auf jeden Fall etwas drin – auch im Camp Nou.“ In 28 Europapokalspielen hat es Bindewald selbst mit einigen Hochkarätern zu tun gehabt, etwa Juventus, Galatasaray, Napoli oder La Coruña. Die unruhigste Nacht habe er aber vor dem Aufstiegsfinale gegen Reutlingen 2003 gehabt. „Das ist natürlich nicht vergleichbar mit Barca, aber ich habe so schlecht geschlafen, dass auch ein, zwei Bierchen nichts geholfen haben. Trotzdem war das Ergebnis am Ende top.“
Mindestens genauso sehr wie auf das Kräftemessen auf dem Platz freut sich Bindewald auf die Stimmung auf den Rängen. Beides geht für ihn ohnehin Hand in Hand. „Egal, ob Europa League oder Champions League, man muss das leben. Unsere Fans verkörpern das, das schwappt auch auf die Mannschaft über. Man kann es nicht erklären, spürt aber überall, wie sehr es brodelt. Jeder weiß, was einen erwartet.“ Dazu zählen auch stürmische Wettervorhersagen. „Das ist den Fans sowas von egal, sie werden einen abreißen. Und die Mannschaft muss das annehmen. Dann wird es richtig krachen.“