24.06.2020
Training

Aktiv statt Urlaub

Seit Saisonstart befinden sich die Profis mittlerweile in der 51. Arbeitswoche. Von Ermüdungserscheinungen keine Spur, dafür von einem unverhofften Rückkehrer.

Es ist schon verrückt. Wenn die Adlerträger nach dem 34. Spieltag spätestens am Sonntag in alle Himmelsrichtungen verschwinden, liegt fast exakt ein Jahr zwischen der ersten leistungsdiagnostischen Untersuchung und dem Abschlussessen am Samstagabend nach dem Heimspiel gegen den SC Paderborn: genau 363 Tage. Ein nur zwischen Weihnachten und Silvester unterbrochenes Arbeitsjahr, ohne großes Turnier wohlgemerkt – Corona macht’s möglich. Oder besser: nötig. Denn zwischen dem zeitweise befürchteten Abbruch war die Unterbrechung der Saison gewiss das kleinere Übel. Im Nachhinein darf sich die Eintracht als Profiteur der Aussetzung sehen. Auch wenn die Europapokalränge außer Reichweite sind, streben die Hessen nach wie vor das mögliche Maximum an, was in diesem Fall Platz acht bedeutet. Entsprechend ließen die Profis die Zügel in der drittletzten Trainingseinheit vor dem Finale keineswegs schleifen, auch wenn Mijat Gacinovic, Filip Kostic und André Silva sich schon vor Trainingsbeginn an einer Runde Fußballgolf versuchten.

Fernandes gibt nicht auf

Zumal bei aller blendenden Stimmung und strahlendem Sonnenschein der Konkurrenzkampf kurzfristig nochmal gestiegen ist. Nicht nur Goncalo Paciencia befindet sich wieder im Mannschaftstraining, auch Gelson Fernandes möchte es nach ausgeheilter Wadenverletzung in den letzten Tagen seiner Fußballkarriere nochmal wissen und arbeitet auf Comeback und Abschiedsspiel gleichermaßen hin. Die Sprintübungen machte der Routinier ebenso problemlos mit wie die anschließenden Passformen in kleineren und größeren Gruppen.

„Auch wenn tabellarisch nicht mehr viel möglich ist, hat man gesehen, dass alle mit viel Spaß bei der Sache sind, das letzte Spiel unbedingt gewinnen und vor allem Gelson einen schönen Abschied bereiten möchten, auch wenn es mit Fans natürlich nochmal etwas anderes wäre“, bekräftigt Fernandes' Eidgenosse Djibril Sow, seit dieser Saison in Diensten der Eintracht. Fest steht nach der am Dienstag absolvierten Laktattestreihe somit trotz Sonnenschein und sportlicher Komfortzone: An Ferien ist im Stadtwald noch nicht zu denken, eher an Aktiv-Urlaub. Wenn überhaupt.

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