Hugo, wie hat es sich angefühlt, direkt mit einem kleinen Drama ins neue Fußballjahr zu starten?
Ich denke, wenn wir gegen Dortmund spielen, ist fast nichts anderes zu erwarten (lacht). Rückblickend war es für alle Fußballfans die richtige Ansetzung, um die Bundesliga 2026 zu eröffnen. Ich denke, es war auch für den neutralen Zuschauer schön anzusehen, auch wenn wir natürlich gerne gewonnen hätten. Wir wussten, dass es direkt intensiv zur Sache und hin und her gehen würde. Ich bin sicher, mit etwas Abstand werden wir sehen, dass wir mit dem Punkt zufrieden sein können und das Resultat insgesamt gerecht ist. Direkt nach dem Abpfiff hat es sich natürlich nicht so gut angefühlt, weil wir dem Sieg schon so nah schienen.
Es war das erste von sieben Spielen allein im Januar. Was könnt ihr aus der Punkteteilung mitnehmen?
Auf jeden Fall den Aufwand, den wir betrieben haben und den wir in jedem Spiel aufs Neue betreiben müssen, um erfolgreich zu sein. Das Ergebnis an sich, ein Unentschieden gegen Dortmund, dürfen wir als Erfolg verbuchen und darauf aufbauen. Die Energie, die wir auf den Platz gebracht und von den Rängen gespürt haben, nehmen wir mit – als nächstes nach Stuttgart.
Zur Spielgeschichte gehört nicht nur der Dortmunder Ausgleich in letzter Sekunde, sondern auch, dass ihr nach zwei Rückständen zurückgekommen und die Partie kurzzeitig gedreht habt.
Dass die Mannschaft Charakter hat, hat man einmal mehr gesehen. Wichtig ist, dass wir immer wieder alles raushauen und das Publikum hinter uns wissen. Gemeinsam können wir in der Rückrunde einiges erreichen. Es liegt an uns, konstant mit Leidenschaft aufzutreten.
Wie habt ihr Younes Ebnoutalib nach dessen Eintracht- und Tordebüt in der Kabine empfangen?
Ich denke, er freut sich sehr, vielleicht mehr nach innen (grinst). Es war sicher ein großer Abend für ihn, im ersten Spiel im heimischen Stadion und vor der Familie und Freunden direkt in der Startelf zu stehen und zu treffen. Wir sind sehr froh, dass Younes bei uns ist. Der Auftritt gegen Dortmund hat gezeigt, was er uns geben kann. Wir werden noch viel Freude an ihm haben.
Schwedische Motoren
Schon gewusst: Hugo Larsson spulte am Freitagabend gegen Borussia Dortmund 12,10 Kilometer ab – die meisten aller Adlerträger. Das Dutzend voll machte ansonsten einzig BVB-Linksverteidiger Daniel Svensson mit 12,87 Kilometern. Die beiden Motoren sind Kollegen in der schwedischen Nationalmannschaft.
Arnaud Kalimuendo hat das 2:2 vorbereitet. Was ist generell dein Eindruck von den Winterneuzugängen?
Arnaud kam am Mittwochabend und hatte nur das Abschlusstraining. Schon da hat er einen richtig guten Eindruck hinterlassen. Nach seiner Einwechslung hat man schnell gesehen, warum die Eintracht ihn unbedingt verpflichten wollte. Auch alle anderen Neuen haben sich in den ersten Tagen, seit wir wieder zusammen trainieren, super integriert und sind tolle Typen.
Du hast knapp 80 Minuten mit Oscar Højlund die Doppelsechs gebildet, so lange wie sonst nur im vergangenen März gegen Union Berlin. Was sagst du zu eurem Zusammenspiel?
Oscar ist mein allerbester Freund in der Mannschaft. Das wirkt sich sicher auch auf die Verständigung auf dem Platz aus. Wenn der Coach entscheidet, dass wir zusammen starten, sind wir sehr glücklich. Ich denke, wir haben es zusammen gut gemacht.

