10.07.2022
Aktion

Amanatidis „platt“, aber treffsicher

Der ehemalige Torjäger feiert im Rahmen von „Eintracht in der Region“ in Schotten vor 1600 Zuschauern sein Debüt in der Traditionsmannschaft.

Von 2004 bis 2011 lief Ioannis Amanatidis im Eintracht-Dress auf. Am Ende stehen 158 Pflichtspiele, 49 Tore und 16 Vorlagen in seiner Vita. Bei seinem Debüt für die Tradi sorgte der ehemalige Mittelstürmer im gegnerischen Sechzehner häufig für gefährliche Situationen und erzielte in der 62. Minute seinen Premierentreffer zum 6:1-Zwischenstand aus Eintracht-Sicht. Zum Schluss wirkte der Grieche äußerst glücklich, nachdem er durchgespielt hatte, aber auch ausgepowert. „Ich habe seit über einem Jahr nicht mehr gegen den Ball getreten, ich bin platt“, verriet er im Interview mit dem Stadionsprecher der Eintracht Daniel Wolf. „Die Atmosphäre war toll, viele Zuschauer waren da. In erster Linie macht es Spaß, wenn man die fröhlichen Gesichter sieht, die einem begegnen. Solche Spiele sind für die Region, für die Zuschauer. Die Hauptsache ist, dass sie etwas von dieser Aktion haben. Ich komme gerne wieder.“

Ivan Stoyanov im Gespräch mit EintrachtTV.

Traditionell wurde der Tag bei angenehmen Sommertemperaturen mit der Fußballschule für die Kids eröffnet, die ihre fußballerischen Fähigkeiten zur Schau stellen durften. Die fröhlichen Gesichter fielen Ivan Stoyanov von der Eintracht Frankfurt Fußballschule dabei besonders auf. „Die Freude ist am Ende das Wichtigste. Es ist uns allen ein großes Anliegen, in die Region zu kommen und zu helfen.“

Die Eintracht spricht über Werte, aber das Entscheidende ist, dass sie diese Werte auch lebt.

Thorsten Braun

Schottens Bürgermeisterin Susanne Schaab zeigte sich besonders dankbar. „Das ist total großartig und eine große Motivation für die Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen und Spieler. Wenn die Vorbilder zu uns herkommen, das ist richtig schön. Das ist das I-Tüpfelchen auf dem Engagement.“ Ein Engagement seitens der Eintracht und Blau-Weiß Schotten, zu dem Thorsten Braun tolle Worte findet. Er ist wie viele andere der Anwesenden leidenschaftlicher Eintracht-Fan und Präsidiumsmitglied des Klubs im Vogelsberg, der in den vergangenen zwei Jahren um seine Existenz kämpfen musste. „Die Eintracht spricht über Werte. Das Entscheidende ist, dass sie diese Werte auch lebt. Wirtschaftlich ist es eine große Stütze für das, was wir zurzeit tätigen und was in der nahen Zukunft anliegt. Auch unser Verein hat hier unglaublich viel Herzblut und Liebe reingesteckt. Der Vorstand und die Mitglieder haben riesig mitgezogen. Die ganze Region und die Eintracht leben das einfach. Wir sind dafür unheimlich dankbar, als Eintracht-Fans sowieso.“

Spielball im Anflug.

Exakt eine halbe Stunde nach Brauns Interview schweiften die Blicke der angereisten rund 1500 Fans in den Himmel, wo sich zwei Fallschirmspringer mit hohem Tempo dem Spielfeld näherten. Einer davon, Eberhard Gienger, lieferte den Spielball. Direkt nach Anpfiff setzte die Tradi den Fuß auf das Gaspedal. Lothar Sippel, Michael Thurk, Markus Husterer und Slobodan Komljenovic per Doppelpack sorgten nach 23 Minuten für eine 5:0-Führung der Gäste. Großer Jubel auf dem Bockzahl brandete kurz nach der Pause auf, als Simon Edelmann den Anschlusstreffer erzielte. Er schilderte diese Sekunden später folgendermaßen: „Der Ball kommt rüber, du denkst dir, was du jetzt machen sollst, nimmst das Ding mit der Innenseite, versuchst es in den Winkel zu zirkeln, und siehe da: das Ding ist drinnen. Ich war selber überrascht, ich stand da und wusste nicht, was ich machen sollte. Die Leute haben geschrien. Weltklasse, ein wunderschönes Gefühl.“

Amanatidis stellte in der 62. Minute den alten Abstand wieder her, kurz vor Schluss verkürzte Schotten durch Heiko Öchler zum 2:6-Endstand. Ein sehenswertes Ergebnis für den Gastgeber, denn keiner Mannschaft glückte bisher eine einstellige Anzahl an Gegentoren gegen die früheren Eintracht-Profis. „Nach so einem anstrengenden Spiel noch kurz vor Schluss eine Bude zu machen, ist das geilste Gefühl, das es auf der Welt gibt“, beschrieb Öchler seine Gefühlslage nach dem Abpfiff, während um ihn herum bereits zahlreiche Kids die Tradi-Spieler sowie das Maskottchen, ein Adler mit Eintracht-Logo auf der Brust, für Autogramme und Selfies umzingelten.

Am kommenden Freitag gastiert die Tradi unweit von Hünfeld beim SV Rot-Weiß Wölf. Anpfiff ist um 19 Uhr.

Für die Eintracht-Tradi spielten

Qosa - Zampach, Nadaroglu, Sippel, Gerster, Husterer, Bommer, Körbel, Thurk, Komljenovic, Amanatidis, Jessl, Herzberger, Zick, Balzer, Baldo, Friz.

Tore aus Eintracht-Sicht

1:0 Sippel, 2:0 Thurk, 3:0 Husterer, 4:0 Komljenovic, 5:0 Komljenovic, 6:1 Amanatidis.

So geht es weiter

Datum Zeit Verein Wer
Freitag, 15. Juli 19 Uhr SV Rot-Weiß Wölf Tradi
Samstag, 30. Juli13 UhrFC Basel in LangenFrauen
Sonntag, 7. August13 UhrTSG Hoffenheim in MainaschaffFrauen
Sa., 24. September 16 Uhr SV Grün-Weiß Borken Tradi
Montag, 3. Oktober 16 Uhr SV Geinsheim Tradi
Sa./So., 8./9. Oktober16 Uhr VfR Volkmarsen Tradi
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