01.02.2023
Bundesliga

Auf Linie bleiben

Mit Hertha BSC gastiert am Samstag ein Gegner in Frankfurt, der derzeit einem angeschlagenen Boxer gleicht. Die Pläne der seit November ungeschlagenen Eintracht bleiben davon unberührt.

Dem Kaltstart im Januar folgen heiße Tage im Februar. Nachdem Eintracht Frankfurt mit fünf Punkten aus drei Spielen in den Ligaalltag zurückgekehrt ist, stehen nun in drei Wettbewerben sechs Begegnungen innerhalb von 21 Tagen bevor. Angefangen am Samstag, 15.30 Uhr, im Deutsche Bank Park gegen Hertha BSC.

Trotz, oder gerade wegen der Leistungssteigerung beim 1:1 gegen den FC Bayern München fordert Cheftrainer Oliver Glasner: „Wir müssen bescheiden bleiben. Gegen Hertha wird es wieder ein anderes Spiel sein.“

Zweikampfmonster von der Spree

Dass Duelle gegen die Hauptstädter, die mit im Schnitt 113 Zweikämpfen pro Spiel die meisten der Liga führen, durchaus unangenehm verlaufen können, zeigte das Hinspiel Mitte August. Die Hausherren jubelten bereits in der dritten Minute über die Führung durch Suat Serdar. Die Hessen taten es der Alten Dame nach Wiederanpfiff gleich, als Daichi Kamada in der 48. Minute den Ausgleich und Endstand herstellte.

Nach dem zweiten Spieltag noch punktgleich, liegt die Eintracht inzwischen 14 Zähler und elf Tabellenplätze vor Berlin. Während Frankfurt seit sechs Ligabegegnungen ungeschlagen ist, wartet die Hertha indes als einziger Bundesligist nach dem Jahreswechsel auf einen Punktgewinn.

Mit Blick auf das Unterfangen, in der engen Spitzengruppe weiter ein Wort um die internationalen Plätze mitzureden, gab es im Stadtwald zu Wochenbeginn personell gute Neuigkeiten. Marcel Wenig kehrte nach ausgeheiltem Mittelfußbruch ins Teamtraining zurück, genauso wie Paxton Aaronson nach seiner Zeit bei der US-amerikanischen Nationalmannschaft. Wie der 19-Jährige, zählt auch Philipp Max zu den Winterneuzugängen. Der Linksverteidiger wechselte am letzten Tag der Transferperiode leihweise von der PSV Eindhoven nach Frankfurt.

Auch bei den Blau-Weißen könnten neue Gesichter auf dem Platz stehen. Der vom FC Augsburg gekommene Stürmer Florian Niederlechner feierte im Derby gegen den 1. FC Union Berlin sein Debüt. Mittelfeldspieler Tolga Cigerci kehrte derweil am Dienstag von MKE Ankaragücü zu seinem Ex-Klub in die Bundesliga zurück und soll beim Ziel Klassenerhalt mithelfen.

Rückkehrer und Gefahrenherd

Trifft gegen die Eintracht besonders gerne: Marco Richter.

Trotz Platz 17 bleiben das Trainerteam und die Spieler optimistisch. „Auch wenn es eine beschissene Woche war, haben die Jungs schon oft bewiesen, wie man mit solchen Umständen umzugehen hat“, war Coach Sandro Schwarz nach dem 0:2 gegen den Stadtnachbarn, das mit etwas mehr Fortune auch erfolgreicher hätte verlaufen können, überzeugt. „Das Glück müssen wir uns wieder erarbeiten, aufrappeln, Tore erzielen und Spiele gewinnen“, ergänzte Marco Richter, mit fünf Treffern gegen die Eintracht gewissermaßen das Frankfurter Schreckgespenst in den Reihen des Gegners.

Der generelle Blick in die jüngere Vergangenheit macht indes Mut. Die Adler verloren nur eins der vergangenen acht Bundesligaspiele gegen die Hertha, bei vier Siegen und drei Unentschieden. Doch die Eintracht wäre nicht die Eintracht, würde sie sich vom einen einschüchtern, oder auf das andere verlassen. Oder um es mit der Devise von Ansgar Knauff zu halten: „Wir sind auf einem sehr guten Weg und machen einfach genauso weiter.“ Auf Linie bleiben, um über dem Strich zu bleiben. Sozusagen.

Zum Spiel

Anstoß: Samstag, 4. Februar, 15.30 Uhr, Bundesliga, 19. Spieltag, Saison 2022/23.
Stadion: Deutsche Bank Park, Frankfurt.

Programmhinweise

„MATCHDAY live aus dem Deutsche Bank Park“ läuft ab 12 Uhr auf EintrachtTV, mainaqila, YouTube und Facebook.
EintrachtFM überträgt ab 15.15 Uhr live. Als Experte zu Gast ist Eintracht-Analyst Niklas Lanwehr.
Sky Sport Bundesliga 4 HD überträgt ab 15.15 Uhr live.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel – präsentiert von Krombacher

Die letzten Informationen vor dem Bundesligaspiel erhältst Du auf der Pressekonferenz am Donnerstag, 13.30 Uhr, mit Cheftrainer Oliver Glasner. Live zu sehen auf EintrachtTVmainaqila und Facebook – präsentiert von Krombacher.