25.04.2026
Bundesliga

„Balance finden“

Sportvorstand Markus Krösche, Cheftrainer Albert Riera, Ansgar Knauff und Ellyes Skhiri schildern den wechselhaften Auftritt in Augsburg, sehen „eine gute Reaktion“ und visieren Platz sieben an. Die Stimmen.

Sportvorstand Markus Krösche: Aufgrund der zweiten Halbzeit ist das 1:1 gerechtfertigt, wir haben deutlich besser gespielt als noch in der ersten Hälfte, in der wir Schwierigkeiten gegen einen tief stehenden Gegner hatten. Wir haben wenige Lösungen gefunden und zu viele Umschaltmomente zugelassen. Nach der Pause hatten wir deutlich mehr Energie, Zug zum Tor und Möglichkeiten. Leider steht am Ende nur ein Punkt, aber die zweite Halbzeit war im Vergleich zur ersten ein großer Fortschritt. Es wird ein enges Rennen um Platz sieben, auch deshalb ist es ärgerlich, dass wir uns für unsere zweite Hälfte nicht belohnt haben. Schade, aber auf der anderen Seite war es auch wichtig, hier in Augsburg gegen einen guten Gegner, der eine gute Saison spielt, einen Punkt mitgenommen zu haben.

Cheftrainer Albert Riera: Wir sind hierher gekommen, um zu gewinnen und damit unserem Ziel näher zu kommen. Es war nicht unsere beste erste Halbzeit, in der zweiten Hälfte haben wir es besser gemacht. Im Vergleich zu den vorangegangenen Spielen war es umgekehrt, diesmal haben wir nicht gut begonnen und waren dann nach der Pause deutlich stärker. Wir wollten das Umschaltspiel der Augsburger verteidigen, das ist eine ihrer großen Stärken – das ist uns nicht immer gelungen. In der zweiten Halbzeit haben auch wir gezeigt, dass wir gut umschalten können und Spieler für diese Momente haben. Wir müssen Mischung und Balance finden. Wir haben eine starke Trainingswoche hinter uns und brauchen erneut eine solche Woche mit dieser Einstellung, Atmosphäre und Intensität – dann wollen wir zu Hause unbedingt drei Punkte holen. Jeder Spieler ist wichtig und alle werden in den letzten drei Spielen wichtig sein. Den Charakter, den das Team in der zweiten Halbzeit gezeigt hat, brauchen wir.

Sportdirektor Hardung: Das 1:1 nehmen wir mit. Augsburg war schwer zu bespielen. Gerade nach dem Rückstand haben wir eine gute Reaktion gezeigt, auch eine deutlich bessere zweite Halbzeit gespielt, haben aber am Ende leider nicht die drei Punkte holen können. Wir wollten noch mehr die entscheidenden Zweikämpfe angehen und gewinnen und noch zielstrebiger auf das Tor der Augsburger gehen. Wir hatten unsere Chancen, die Jungs haben alles auf dem Feld gelassen. Das Quäntchen Fortune hat gefehlt. Alle Jungs, die reingekommen sind, hatten ihren Impact. Die Mannschaft will Platz sieben unbedingt und wird alles diesem Ziel unterordnen. Nach der Niederlage gegen Leipzig haben wir hier damit angefangen. Wir bereiten uns gut auf nächste Woche vor, um das kommende Heimspiel zu gewinnen.

Ansgar Knauff: Das 1:1 ist nicht genug. Wir sind mit dem klaren Ziel angetreten, hier zu gewinnen. Wir kommen nicht gut ins Spiel, haben uns in den ersten Minuten schwergetan und kassieren vor der Pause das Gegentor. Augsburg hat es gut gemacht. Wir haben sie zu leicht zu Chancen kommen lassen. In der zweiten Halbzeit haben wir eine Reaktion gezeigt und Tempo im Spiel gehabt. Wir sind nach vorne gegangen und haben so den Ausgleich erzielt. Am Ende hat es leider nicht zu mehr gereicht.

Wir wollten mehr.

Ellyes Skhiri

Ellyes Skhiri: Wir wollten mehr, wir wollten drei Punkte. Die erste Halbzeit war zu wenig, die zweite Hälfte viel besser. Wir hatten viel mehr Intensität und haben gute Dinge auf den Platz gebracht, so müssen wir es am Samstag gegen Hamburg über die vollen 90 Minuten machen. Es wird ein ganz anderes Spiel, wir werden auf jeden Fall bereit sein. 

Manuel Baum (Cheftrainer FC Augsburg): Für alle im Stadion war es sicherlich ein geiles Spiel, den Zuschauern hat das Rauf und Runter bestimmt Spaß gemacht. Was mir gefallen hat nach dem Spiel war, dass meine Mannschaft aufgrund des gesicherten Klassenerhalts nicht in Jubelstürme ausgebrochen ist, sondern eben sehr enttäuscht war, dass wir nicht gewonnen haben – das zeigt mir, wie hungrig sie auf mehr ist. Wir haben gut verteidigt, aber auch gesehen, wie toll Frankfurt nach vorne spielen und Eins-gegen-eins-Situationen lösen kann, wenn sie ihre Qualität auf den Platz bringt. Dennoch habe ich den Eindruck, dass wir viel haben liegen lassen, in manchen Situationen haben wir falsche Entscheidungen getroffen.