13.08.2022
Bundesliga

„Beide Mannschaften hätten gewinnen können“

Die Adlerträger benennen nach dem 1:1 in Berlin die Fehler, aber auch die Verbesserungen in der zweiten Hälfte. Die Stimmen zum Spiel.

Cheftrainer Oliver Glasner: Beide Mannschaften haben viele Fehler gemacht und hätten das Spiel gewinnen können. Deswegen ist es 1:1 ausgegangen. Wir sind nicht ganz glücklich mit dem Ergebnis, müssen es aber akzeptieren. Wir müssen nach dem Abgang von Filip Kostic versuchen, das irgendwie in einer anderen Form aufzufangen. Heute haben wir es im 3-5-2 probiert. Trotzdem hatten wir große Probleme in der Defensive, waren zu passiv und haben uns schlecht angestellt. Das Zweikampfverhalten war desaströs, in vielen Situationen haben wir uns ungeschickt angestellt. Ich muss in jedem Spiel in der Dreierkette wechseln aufgrund von Verletzungen, Krämpfen oder Ähnlichem. Da haben wir noch nicht die Stabilität, die wir haben wollen. Nach vorne überrascht mich nicht, dass wir uns in jedem Spiel Torchancen erspielen. Wenn wir besser als Rang elf abschneiden wollen in dieser Saison, müssen wir besser spielen. Für mich war die Szene am Schluss ein Elfmeter, das habe ich dem Schiedsrichter mitgeteilt. Wenn Randal so weiterspielt, wird er viele Spiele machen. Er hat eine tolle Leistung gezeigt.

Wir haben gefühlt keinen Zweikampf in den ersten 25 Minuten gewonnen und sind nur hinterhergelaufen. Danach haben wir es besser gemacht, auch viele Bälle erobert.

Kevin Trapp

Kevin Trapp: Der Videoassistent ist da, um klare Fehlentscheidungen zu revidieren. Aber wenn der Schiedsrichter mehrere Minuten am Video schaut, kann man das natürlich hinterfragen. Trotzdem ist das auch nicht der Grund dafür, dass wir hier heute nur Unentschieden spielen. Wir haben heute gemerkt, dass wir ohne Zweikampfführung kein Spiel angehen können. Wir haben gefühlt keinen Zweikampf in den ersten 25 Minuten gewonnen und sind nur hinterhergelaufen. Danach haben wir es besser gemacht, auch viele Bälle erobert. Die Hertha hat sehr kompakt gestanden und es uns schwer gemacht, dennoch haben wir in der zweiten Halbzeit viele Torchancen kreieren können, die wir nur besser hätten ausspielen müssen. Die Nominierung für die Welttorhüterwahl ist natürlich eine große Ehre für mich, es ist die erste in meiner Karriere. Ich bin stolz darauf. 

Christopher Lenz: In der ersten Halbzeit waren wir müde, zu langsam und schlecht. Nach der Pause haben wir uns verbessert gezeigt, hatten mehr Zug und Tempo. Natürlich hatte Hertha Konterchancen. Am Ende hätten wir vielleicht noch das 2:1 machen können. Das neue System war eine Umstellung. Der Trainer hat es in der Halbzeit angesprochen, und dann hat es direkt besser funktioniert. Problem war aber am Anfang, dass wir die ersten 20 Minuten keine Zweikämpfe geführt haben.

Djibril Sow: Wir haben den Start verschlafen, sind nicht gut reingekommen und die Spritzigkeit hat gefehlt. Die Hertha hat sehr kompakt gestanden und es uns schwer gemacht. Aus der Halbzeit sind wir gut rausgekommen, hatten Chancen zum Sieg, auch wenn die Hertha auch eine große Möglichkeit hatte. Auf der Leistung in der zweiten Halbzeit können wir aufbauen. Wir haben diese Woche einen wichtigen Spieler verloren und hatten keine Zeit, eine neue Taktik einzustudieren. Es ging heute darum, zu punkten und dass jeder für jeden kämpft. Das haben wir gemacht. Am Schluss müssen wir mit einem Punkt zufrieden sein, auch wenn wir natürlich den Sieg wollten.

Rafael Borré: Für mich war es ein Elfmeter. Ich spüre einen Kontakt am Fuß, der bringt mich aus dem Gleichgewicht und ich gehe zu Boden. Zuerst gibt er ihn auch, geht dann raus und schaut ihn sich die Szene sehr oft an. Dass er dann keinen Elfmeter gibt, verstehe ich nicht. Mit dem Punkt können wir am Ende dennoch leben. In der ersten Halbzeit sind wir nicht hinterhergekommen, in der zweiten Hälfte haben wir es besser gemacht. Nach dem Tor konnten wir den Schwung aber nicht so richtig mitnehmen, um den zweiten Treffer nachzulegen und das Spiel für uns zu entscheiden.

Sandro Schwarz (Trainer Hertha BSC): Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen, hatten starke erste 30 Minuten und auch noch die Möglichkeit auf das 2:0. Danach waren wir ein Stück zu passiv, die Eintracht war feldüberlegen und hatte deutlich mehr Ballbesitz. In der zweiten Halbzeit war es ein offenes Spiel, beide Mannschaften hatten Torchancen. Wir hatten zu viele einfache Fehler in unserem Spiel, die zu Möglichkeiten der Eintracht geführt haben. Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden in einem guten Spiel. Beim Elfmeter kann ich den Frust der Eintracht verstehen. Wenn gepfiffen wurde, reden wir von einer klaren Fehlentscheidung, wenn eingegriffen wird. Dennoch finde ich, dass nicht jeder Körperkontakt mit einem Foulspiel geahndet werden muss. Deshalb war es für mich in dieser Situation kein Elfmeter.

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