06.08.2020
Europapokal

„Das Herz auf dem Platz gelassen“

Die Enttäuschung über das Ausscheiden ist spürbar, alle Beteiligten richten den Blick aber zugleich auf die neue Saison.

Sportvorstand Fredi Bobic: Wir sind sehr mutig in die Aufgabe reingegangen, um nach dem Hinspiel das Unmögliche möglich zu machen. Wir sind nicht heute, sondern in Frankfurt ausgeschieden. Trotzdem wollten die Jungs heute etwas reißen und waren gut drauf, auch wenn die Vorbereitungszeit kurz war. Wir hätten heute das perfekte Spiel und das nötige Quäntchen Glück gebraucht. Wenn der Dosenöffner nicht kommt, wird es schwer. Also mussten wir volles Risiko gehen, die Konter mussten wir in Kauf nehmen. Schade, dass es nicht gereicht hat. Aber für den jetzigen Stand bin ich sehr zufrieden, weil jeder sein Herz auf dem Platz gelassen hat. Die Planung war wegen der Pandemie nicht einfach, wir mussten unsere Prioritäten setzen. Natürlich hätten wir früher in die Vorbereitung starten können, aber wir haben den Jungs aus voller Überzeugung vier Wochen frei gegeben, weil wir in der neuen Saison wieder angreifen möchten. Dafür müssen alle frisch sein. Natürlich sind uns Faktoren wie Wettkampfpraxis, Härte und etwas Feingefühl abgegangen, das war sicher ein Vorteil für Basel. Jetzt gilt unser Fokus der Bundesliga, darauf freuen wir uns!

Cheftrainer Adi Hütter: Gratulation an den FC Basel zum Weiterkommen. Für das Wunder von Basel hat uns heute sehr viel gefehlt. Trotz allem möchte ich der Mannschaft ein Kompliment aussprechen, sie hat alles versucht. Wir hätten in der Anfangsphase ein Tor erzielen müssen, um den Gegner zu verunsichern und umgekehrt noch mehr Selbstvertrauen zu bekommen. Wir haben ein paar gute Angriffe über die Seiten gehabt, wo am Ende der letzte Pass gefehlt hat. Insgesamt sind wir natürlich enttäuscht, dass wir ausgeschieden sind. Jeder, der die Europa League ein bisschen verfolgt hat, hat gesehen, was Eintracht Frankfurt in den vergangenen beiden Jahren in diesem Wettbewerb abgeliefert hat. Aber wir sind im Klub auch realistisch genug, um zu wissen, dass es immer eine Saison ohne internationalen Fußball geben kann.

Vor allem das 0:3 aus dem Hinspiel ist extrem bitter. Jetzt möchten wir eine gute Vorbereitung hinlegen, um eine top Saison spielen zu können.

Martin Hinteregger

Sportdirektor Bruno Hübner: Es war eine gute Leistung. Der Knackpunkt war, dass in der ersten Halbzeit beim letzten Pass die Konzentration gefehlt hat. Uns hat eine eigene Führung und auch manchmal das Spielglück gefehlt. Es war ein Mix aus vielem. Nach Monaco war es das zweite ordentliche Spiel. Jetzt können wir uns auf die nächste Saison vorbereiten.

Makoto Hasebe: Schade, dass wir nicht weitergekommen sind. Der Gegner stand sehr gut, deswegen haben wir uns schwergetan. Wir haben alles gegeben, es aber am Ende nicht geschafft. So ist Fußball. Nun haben wir genügend Zeit bis zum ersten Pokalspiel. Darauf müssen wir uns intensiv vorbereiten, um gut in die neue Saison zu starten.

Martin Hinteregger: Bis zur 60. Minute haben wir gut gespielt, aber unsere wenigen Chancen nicht reingemacht. Wir haben nur bis zum Sechzehner gut gespielt, dann hat etwas gefehlt. Je länger es 0:0 steht, desto mehr Selbstvertrauen gewinnt Basel und schwerer wird es für uns. Das müssen wir akzeptieren. Aber vor allem das 0:3 aus dem Hinspiel ist extrem bitter. Jetzt möchten wir eine gute Vorbereitung hinlegen, um eine top Saison spielen zu können.

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