21.08.2025
Bundesliga

Das ist neu in der Bundesliga

Halbautomatische Abseitstechnologie, Durchsagen der Schiedsrichter, die Acht-Sekunden-Regel, Doppelkontakt am Elfmeterpunkt und mehr: Neuerungen in der Saison 2025/26.

Die neue Spielzeit steht unmittelbar vor der Tür, die Bundesliga geht in ihre 63. Saison. Wenn der Ball rollt – für die Eintracht erstmals am Samstag, 23. August, 15.30 Uhr, im Deutsche Bank Park gegen den SV Werder Bremen – wird es auch neue Regeln und Abläufe geben. Ein kompakter Überblick darüber, worauf sich Spieler, Trainer und Fans in der Runde 2025/26 einstellen können.

Schiedsrichterdurchsagen

Vergangene Saison in ausgewählten Stadien – so auch im Deutsche Bank Park – bereits erlebt, werden die Unparteiischen Entscheidungen, die am Monitor in der Review Area am Spielfeldrand getroffen wurden, über die Lautsprecher durchgesagt. Ab der neuen Saison in allen 36 Stadien der Bundesliga und Zweiten Bundesliga, wobei es im Unterhaus erst ab dem neunten Spieltag, 17. bis 19. Oktober, losgeht.

Der Video Assistant Referee im Deutsche Bank Park im Einsatz.

„Dabei wird der Unparteiische informieren, welche Spielszene überprüft wurde, zu welchem Ergebnis die Überprüfung geführt hat und wie die endgültige Entscheidung lautet. Die Bekanntgabe wird auch in die Liveübertragung der Medienpartner integriert“, heißt es vonseiten der DFL Deutsche Fußball Liga.

Handshake-Dialog

Gude! Im Sinne des Fair Play kommen die Trainer, die Mannschaftskapitäne und das Schiedsrichtergespann an Spieltagen zu einem kurzen Austausch zusammen. 70 Minuten vor Anpfiff der Partie trifft sich der ausgewählte Kreis in der Kabine des Unparteiischen.

Halbautomatische Abseitstechnologie

Die Überprüfung potenzieller Abseitsstellungen – im Rahmen von Torerzielung – wird künftig durch eine halbautomatische Abseitstechnologie unterstützt. Die Grundlage: hochauflösende Spezialkameras, deren Daten von einer künstlichen Intelligenz analysiert werden.

Die halbautomatische Abseitstechnologie unterstützt künftig die Arbeit des Schiedsrichtergespanns.

Die DFL Deutsche Fußball Liga erläutert: „Auf Basis dieser Daten werden Abspielmomente und potenziell strafbare Abseitsstellungen automatisch erkannt. Darauf basierend wird eine virtuelle Abseitslinie erstellt, die der VAR überprüft. Der VAR gibt anschließend die Entscheidung an den Schiedsrichter auf dem Feld weiter.“ Die Ergebnisse der Abseitserkennung flimmern auch über die TV-Bildschirme.

Dreidimensional

Apropos: Die halbautomatische Abseitserkennung basiert auf der Umstellung der Positionsdatenerhebung – eine weitere Neuerung beziehungwsweise in diesem Fall Weiterentwicklung. Kurzum: Statt eines zweidimensionalen Spielfelds liefert die neue Trackingtechnologie fortan dreidimensionale Bewegungsdaten von 21 Körperpunkten der Spieler, darunter Kopf, Schultern, Knie und Füße. Obendrein liefern die Trackingdaten Echtzeitinformationen zu Geschwindigkeit, Beschleunigung, Richtungswechseln oder Bewegungsabläufen. Spannende Einblicke für die Fans, so aber auch für das Trainerteam hinsichtlich Analyse und möglicher Trainingsinhalte.

Tempobereiche neu definiert

Ab der neuen Saison werden die Tempobereiche sowie die Sprintdefinition an internationale Standards angepasst. Fans, die im Nachgang einer Bundesligapartie gerne in der Kategorie Blitzerfoto stöbern, sollten fortan folgende Zahlen berücksichtigen.

Gewohnt schneller unterwegs: Jean-Mattéo Bahoya.

Einsatzzeit und die Laufdistanz eines Spielers werden laut DFL Deutsche Fußball Liga nun in folgende Tempobereiche unterteilt:

  • Stehen: 0 bis 1 km/h
  • Gehen: 1 bis 7 km/h
  • Joggen: 7 bis 15 km/h
  • Rennen: 15 bis 20 km/h
  • Schnelles Rennen: 20 bis 25 km/h – dies entspricht zugleich dem Spielereignis „Tempolauf“
  • Sprinten: mehr als 25 km/h – dies entspricht zugleich dem Spielereignis „Sprint“

Frankfurts Jean-Mattéo Bahoya hat mit seinen 37,16 Kilometern pro Stunde, gemessen beim 3:1-Erfolg in Bochum in der vergangenen Saison und seither Bundesligarekord, also locker flockig den Sprung in die Sprinterriege geschafft. Will ein Spieler in die Kategorien „Sprinten“ und „Schnelles Rennen“ aufgenommen werden, so muss er mindestens 0,5 Sekunden im jeweiligen Tempobereich getrackt werden.

Die Acht-Sekunden-Regel

Wenn künftig der Schiedsrichter auf dem Feld den Arm hebt und beginnt, einen Countdown von fünf Sekunden herunterzuzählen, so gilt dies den Torhütern. Insgesamt acht Sekunden dürfen die Keeper künftig den Ball mit den Händen oder dem Arm kontrollieren, die finalen fünf Sekunden werden vom Unparteiischen angezeigt. Hält der Schlussmann die Kugel nach Ablauf der Frist immer noch fest, gibt es Eckball für das gegnerische Team. 

Die Zuschauer wollen ein Fußballspiel sehen, ohne permanente Unterbrechungen und Zeitspiel – und das will ich auch.

Cheftrainer Dino Toppmöller

„Ich finde diese Regel gut. Grundsätzlich – zusammen mit den längeren Nachspielzeiten – ist die Idee dahinter, dass es mehr Nettospielzeit gibt. Dafür gehen die Zuschauer ins Stadion. Sie wollen ein Fußballspiel sehen, ohne permanente Unterbrechungen und Zeitspiel – und das will ich auch, mehr Fußball sehen. Es wird dadurch mehr Tempo ins Spiel kommen“, sagt Eintracht-Cheftrainer Dino Toppmöller. In Kontakt mit dieser Regel sind bereits die Adlerträger Elias Baum, Nnamdi Collins, Nathaniel Brown, Ansgar Knauff, Jean-Mattéo Bahoya und Oscar Højlund gekommen, denn während der U21-Europameisterschaft 2025 kam selbige nämlich schon zur Anwendung. 

Der Doppelkontakt-Elfmeter

Gibt es bei Ausführung eines Elfmeters eine Doppelberührung des Balls – sei es durch das Rutschen gegen den Ball oder die Berührung des Standbeins – so wird ab sofort wie folgt entschieden: „Elfmeter mit versehentlichem Doppelkontakt, die ins Tor gehen, werden wiederholt. Geht der Ball nicht rein, gibt es wie bisher einen indirekten Freistoß. Ebenfalls weiterhin einen indirekten Freistoß gibt es bei absichtlichem Doppelkontakt. Etwa wenn der Spieler mit dem Ball losläuft oder nach einem Abpraller vom Torrahmen ohne die Berührung eines weiteren Spielers erneut an den Ball kommt“, heißt es bei der DFL Deutsche Fußball Liga.

Hier läuft die Eintracht

Wer nicht im hautnah im Stadion dabei sein kann und die Eintracht live im Bewegtbild sehen will, der schaltet bei Sky oder DAZN ein. 

Die Bundesligaspiele der Eintracht laufen bei Sky Sport und auf DAZN.

Während die Bundesligapartien am Freitagabend, das TV-Topspiel am Samstagabend sowie die samstäglichen 15.30-Uhr-Partien in der Einzeloption bei Sky Sport Bundesliga laufen, sehen Fans alle Sonntagsspiele sowie die Samstagskonferenz um 15.30 Uhr auf DAZN.

Alle Partien der Adlerträger auf die Ohren gibt es wie gewohnt in der EintrachtFM-Audioreportage. Zudem bietet EintrachtTV+ ein ausführliches Matchday-Programm inklusive Highlights, Re-Lives, Interviews und Pressekonferenzen.