19.01.2022
Bundesliga

Der Freitag kann kommen

Zum Auftakt des 20. Spieltags empfängt die Eintracht den DSC Arminia Bielefeld. Der Wochentag liegt Frankfurt, verlassen mag sich darauf aber keiner.

Zehn Siege, acht Remis und vier Niederlagen. Die Bilanz der Eintracht aus den vergangen 22 Freitagsspielen in der Bundesliga kann sich durchaus sehen lassen. Gegen den DSC Arminia Bielefeld, der am Freitag um 20.30 Uhr im Deutsche Bank Park gastiert, verlor die Eintracht an einem Freitag sogar überhaupt noch nicht. 1970 und 1999 endeten die Aufeinandertreffen 1:1, 1984 und 2008 gewannen die Hessen 3:0 und 2:1.

Wie gegen Mainz: Zum Hinrundenabschluss genügte der Eintracht um Djibril Sow ein Tor zum 1:0-Sieg.

Geht es nach den Hausherren, soll diese Serie auch nach dem Auftakt des 20. Spieltags Bestand haben. „Ich glaube, dass es gegen Bielefeld ähnlich wird wie gegen Augsburg. Das ist eine Mannschaft, die gut verteidigt und versucht umzuschalten. Wir müssen sehen, dass wir die Tore machen. Gegen den FC Augsburg haben wir es gegen einen tiefstehenden Gegner gut gemacht und gute Lösungen gefunden, speziell in der zweiten Halbzeit. Das werden wir auch gegen Bielefeld machen müssen und dann sehen, dass wir ein bisschen mehr Kaltschnäuzigkeit an den Tag legen, um das Spiel zu gewinnen“, bringt es Sportvorstand Markus Krösche auf den Punkt. Die angesprochene Abgezocktheit fordert Oliver Glasner von seiner Mannschaft indes nicht nur vor dem gegnerischen Gehäuse: „Wir müssen schauen, dass wir auch mal wieder zu Null spielen.“

Bielefeld im Aufwind

Trotz zahlreicher Statistiken, die vor dem Spiel gegen die Ostwestfalen für die Eintracht sprechen, spricht wie zumeist in der Bundesliga nichts für einen Selbstläufer. Die Formkurve der Mannschaft von Frank Kramer zeigte in den vergangenen Wochen eindeutig nach oben. Von den vergangenen vier Ligapartien verloren die Arminen kein einziges. Gegen Bochum und Leipzig gewann der Deutsche Sportclub jeweils 2:0, in Freiburg und zu Hause gegen Fürth stand am Ende jeweils ein 2:2. Eine längere Serie ohne Niederlage innerhalb einer Spielzeit gelang den Gästen im Oberhaus zuletzt 2006. Damals standen sogar acht Spiele ohne Niederlage hintereinander – bis heute Vereinsrekord.

Bei der Punktausbeute nach den ersten 19 Bundesligaspielen ist der DSC mit 18 statt 17 Zählern zwar nur um eine Nuance besser als in der Vorsaison, kassierte aber mit sieben Niederlagen bisher fünf weniger als zum Vergleichszeitpunkt, als es zwölf waren. Aktuell steht die Arminia auf dem Relegationsrang 16, die beste Platzierung seit dem siebten Spieltag. Sinnbildlich für das Aufbäumen der Kramer-Elf steht Masaya Okugawa. Der Japaner traf in den vergangenen neun Spielen sechs Mal und bereitete ein Tor vor.

Drei Schlüssel zum Erfolg

Gedoppelt: Tuta und Jesper Lindström gehen in Augsburg gemeinsam in den Zweikampf.

Genau dort, konkret bei der Chancenverwertung, möchten auch die Hessen ansetzen, um eine mögliche Führung schließlich halten zu können. 14 Punkte hat die Eintracht nach einem Vorsprung in dieser Saison bereits verspielt. Im Gesamten geht es Glasner und Co. nicht allein darum „den Sack zuzumachen“, wie der Coach am Sonntagabend monierte, sondern auch hinten dichtzuhalten, wenn es nötig werden sollte. Die vergangenen Auftritte haben jedenfalls gezeigt: An Einschussgelegenheiten mangelt es definitiv nicht und auch die Ausbeute kann sich sehen lassen. Die Adlerträger erzielten in dieser Spielzeit statistisch gesehen 3,1 Tore mehr als auf Basis des Expected-Goals-Wert von 26,9 zu erwarten gewesen wären. Effizienter agierten nur Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen, der FC Bayern München und die TSG Hoffenheim.

Was die Großchancen betrifft, verzeichnet die Arminia wiederum zwar die wenigsten aller Erstligisten, konnte davon aber immerhin 42 Prozent verwerten. Ein weiterer Knackpunkt könnte nachweislich die Zweikampfführung der Kontrahenten werden. Keine andere Truppe schmeißt sich so häufig in direkte Duelle wie die Eintracht und Arminia, die dabei anteilmäßig die meisten verlieren. Bielefeld führt pro Spiel 115 Zweikämpfe und entscheidet 47 Prozent für sich, die Eintracht geht bei gleicher Erfolgsquote in 111 Tacklings. Keine Frage: Sich durchzusetzen traf den Sinn selten so wörtlich wie mit Blick auf Freitagabend. Das ist sicher elementarer, als sich auf den Wochentag zu verlassen.

Zum Spiel

Anstoß: Freitag, 21. Januar, 20.30 Uhr, 20. Spieltag, Bundesliga, 2021/22.
Stadion: Deutsche Bank Park, Frankfurt.
Hörtipp: EintrachtFM sendet ab 20.20 Uhr live. Als Experte zu Gast ist der Ex-SGE- und DSC-Torhüter Uli Stein.
TV-Hinweis: DAZN überträgt live und exklusiv ab 19.30 Uhr.

Reichhaltiges Medienangebot

Zum Spieltag gibt’s erstmals in der Bundesliga eine Matchday Show ab 19 Uhr mit Uli Stein, Christopher Lenz und Oliver Glasner bei der Busankunft sowie eine Post Match Show nach Spielende (exklusiv über EintrachtTV+ empfangbar) mit Markus Krösche und Stein.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel – präsentiert von Krombacher

Die letzten Informationen vor dem Bundesligaspiel erhaltet ihr auf der Pressekonferenz am Mittwoch, 13.30 Uhr, mit Cheftrainer Oliver Glasner. Live zu sehen auf EintrachtTVmainaqila und Facebook – präsentiert von Krombacher.

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