31.01.2021
Team

„Der Verein ist immer ruhig geblieben“

Djibril Sow spricht über die Gründe für seine persönliche Erfolgssträhne und das anhaltende Hoch des Teams, betont aber auch, dass jetzt keiner nachlassen darf.

Djibi, ist dir bewusst, wann der Eintracht letztmals ein Heimsieg gegen Hertha BSC gelungen ist?
Wenn du mich so fragst, ist es wahrscheinlich schon etwas länger her, oder?

2014 war es das bisher letzte Mal. Ihr habt also eine kleine Serie gebrochen.
Auch diesmal hat man gesehen, wie schwer es gegen Berlin ist. Gerade die zweite Halbzeit war sehr umkämpft. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Unglaublich, wie wir dieses Spiel noch gedreht haben.

Was war dafür ausschlaggebend?
Das schnelle 1:1, als wir sofort auf den Rückstand reagiert haben. Da haben wir gemerkt: Wir drehen das Ding wieder und behalten die drei Punkte in Frankfurt! Der schnelle Turnaround war umso wichtiger, weil der Platz sehr tief war. Zum Glück hat Filip gleich eine super Flanke geschlagen – und André weiß nun mal, wo das Tor steht.

Mir war bewusst, welche Spieler wir vorne drin haben und dass wir in jeder Situation für ein Tor gut sind.

Djibril Sow

Was ist dir beim 0:1 durch den Kopf gegangen?
Im ersten Moment natürlich nichts Gutes, weil es schwer ist, in so einem Spiel 0:1 hinten zu liegen. Zugleich war mir bewusst, welche Spieler wir vorne drin haben und dass wir in jeder Situation für ein Tor gut sind. Das haben wir mit dieser Reaktion auch schnell bewiesen.

Aus welchen Gründen läuft es auch für die persönlich seit längerem so gut?
Ich spiele einfach so, wie ich spielen kann und ich es bereits in Bern getan habe. Ich fühle mich wohl in meiner Rolle. Dann kommt der Rest von allein. Manchmal kann man es sich nicht immer erklären, warum es läuft oder nicht läuft. Ich bin einfach stolz, dass ich der Mannschaft auf dem Platz helfen kann.

Wie würdest du deinen Weg zum Stammspieler beschreiben?
Am Anfang war es sehr schwer. Ich kam 2019 zur Eintracht, um direkt zu helfen, wurde aber gleich von einer Verletzung zurückgeworfen. Der Zeitpunkt war erstmal ein Schock, von dem ich mich erholen musste. Danach bin ich nie wirklich in Tritt gekommen. Man ärgert sich in solchen Phasen auch über sich selbst, muss aber vor allem ruhig bleiben. Das galt umgekehrt auch für den Verein. Alle sind ruhig geblieben, auch die Mannschaft hat mir immer gut zugesprochen. Das hilft mir bis heute. Jetzt bin ich zufrieden, so wie es läuft.

Wir dürfen nicht den Kopf verlieren, hierbei handelt es sich um eine Momentaufnahme.

Djibril Sow

Wie bewertest du das Auftreten der Mannschaft in den vergangenen Wochen?
Man merkt, dass jeder Bock hat, auf dem Platz zu stehen. Jeder möchte den Ball haben, was zu guten Passstafetten führt. Zudem haben wir eine gute Moral, wie wir auch gegen die Hertha wieder bewiesen haben. So macht es Spaß, wobei ich glaube, dass mit den Fans im Rücken sogar noch mehr möglich wäre.

Wie bist du mit Platz drei am Samstagabend umgegangen?
Nach dem Schlusspfiff habe ich mich in erster Linie über den Sieg und die drei Punkte gefreut. Die Tabelle habe ich erst etwas später gesehen. Von Platz drei war ich etwas überrascht, gerade weil wir nach der Hinrunde viele Unentschieden in der Bilanz stehen hatten. Ich habe immer unser Potential hervorgehoben. Wenn wir das regelmäßig abrufen, können wir noch viele Siege holen. Dennoch dürfen wir nicht den Kopf verlieren, hierbei handelt es sich um eine Momentaufnahme. Entscheidend ist, so weiterzuarbeiten. Dann sieht es gut aus.

Mit welchen Gedanken blickst du der kommenden Woche entgegen?
Wir haben eine intensive Woche vor uns und freuen uns darauf, am Samstag gegen Hoffenheim die nächste gute Leistung folgen zu lassen und möglichst zu gewinnen.

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