28.02.2025
Historie

„Die Eintracht wird gewinnen“

Constant Djakpa trug den Adler auf der Brust und spielte für Leverkusen. Er blickt auf das Duell seiner beiden Ex-Klubs, auf „viele schöne Erinnerungen“ und weiß, wem er die Daumen drückt.

Constant, wie geht’s dir und wo bist du gerade?
Mir geht’s sehr gut, aktuell bin ich in Frankreich.

Spielst du denn noch Fußball im Verein?
Ich spiele gelegentlich mit den Alten Herren von Paris Saint-Germain.

Du hast zwischen 2011 und 2016 insgesamt 81 Spiele für Eintracht Frankfurt absolviert. Welche Erinnerungen hast du an diese Zeit?
Ich habe so viele schöne Erinnerungen, die Eintracht ist ein toller Verein. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt, die mir sehr geholfen haben, mich einzuleben und zurechtzufinden – vor allem Franco Lionti und Igor Simonov [beide Equipment Management; Anm. d. Red.]. Sie waren immer da und allgemein wichtige Ansprechpartner für ausländische Spieler. Ich kann nur Gutes über die Eintracht sagen.

Constant Djakpa

  • Kam zur Saison 2008/09 aus Rumänien in die Bundesliga, sein erster Verein in Deutschland war Bayer 04 Leverkusen.
  • Nach zwei Jahren auf Leihbasis bei Hannover 96 wechselte der Verteidiger 2011 zur Eintracht und absolvierte in den folgenden fünf Jahren 81 Pflichtspiele (drei Tore, sieben Vorlagen).
  • Lief zweimal in der Regionalliga Südwest für die Zweitvertretung der Adlerträger auf, unter Trainer Alexander Schur.
  • Spielte anschließend für den 1. FC Nürnberg und Hessen Dreieich sowie in Frankreich für AS Poissy und AS Chatou.
  • Absolvierte acht Länderspiele für die Elfenbeinküste, unter anderem bei der Weltmeisterschaft 2014.

Gibt es besondere Anekdoten?
Wie gesagt, ich habe eigentlich nur schöne Erinnerungen – der Support im Verein, die Fans und die Menschen, die ich kennengelernt habe. Super. Wir hatten tolle Mannschaften, mir fallen spontan Alexander Meier, Carlos Zambrano, Bamba Anderson oder Karim Matmour ein.

Hast du noch Kontakt zur Eintracht oder zu ehemaligen Mitspielern?
Ja, unter anderem zu Karim Matmour und Mijat Gacinovic. Den engsten Draht habe ich zu Franco Lionti und Igor Simonov, mit ihnen telefoniere ich immer wieder – sie sind wie meine Familie.

Verfolgst du die Spiele der Eintracht? Wie bewertest du die aktuelle Saison in der Bundesliga und in der Europa League?
Wenn es die Zeit erlaubt, schaue ich mir gerne Spiele der Eintracht im Fernsehen an. Ich bin noch Vereinsmitglied, entsprechend bekomme ich zum Beispiel Newsletter vom Verein, durch die ich auf dem Laufenden bleibe. Der Klub hat sich in den vergangenen Jahren wahnsinnig entwickelt, es wird auf allen Ebenen sehr gute Arbeit geleistet. Der Kader hat viel Qualität, Spieler wie Omar Marmoush, der nun leider nicht mehr da ist, oder Hugo Ekitiké gefallen mir sehr gut. Der Verein wächst.

Ich tippe 2:1 für Frankfurt.

Constant Djakpa

Du hast gerade Omar und Heki erwähnt. Gibt es denn noch weitere Eintracht-Spieler, die es dir aktuell angetan haben?
Kevin Trapp, ihn kenne ich noch aus meiner Zeit in Frankfurt. Meiner Meinung nach ist es auch ihm und seinen Leistungen zu verdanken, dass die Eintracht aktuell dort oben steht. Mit ihm habe ich viel Zeit verbracht, auch als Kevin dann später in Paris war, standen wir in Kontakt. In Paris wollte ich ihn aber nicht allzu sehr stören.

Du hast in der Saison 2008/09 für Leverkusen gespielt. Aktuell ist Bayer amtierender Meister und Pokalsieger. Deine Einschätzung?
Wenn ich an Leverkusen denke, kommen mir Simon Rolfes, Stefan Kießling oder Rudi Völler in den Sinn. Auch dort habe ich viele gute Menschen kennengelernt, die mir sehr geholfen haben. Seit Xabi Alonso Trainer in Leverkusen ist, hat der Klub eine sehr gute Entwicklung genommen. Beide Zeiten zu vergleichen, ist schwierig, in Frankfurt war ich deutlich länger und somit ist die Verbindung eine andere.

Zum Kader der Eintracht gehört Timothy Chandler, zum Kader der Leverkusener Lukas Hradecky – zwei Spieler, die du gut kennen dürftest.
Ja, ich habe mit beiden in Frankfurt zusammengespielt – beide waren für mich besonders. Timmy hat stets für gute Stimmung gesorgt und war immer sehr darum bemüht, neue Spieler gut in die Mannschaft zu integrieren. Ein sehr offener Mensch. Lukas war da schon deutlich ruhiger, auch mit ihm bin ich sehr gut ausgekommen. Aber, lieber Lukas, am Samstag wird die Eintracht gewinnen (lacht).

Also ist klar, wem du am Samstag im direkten Duell die Daumen drückst?
Ja, auf jeden Fall, die Eintracht ist wie ein Zuhause.

Frankfurt ist Tabellendritter, Leverkusen Tabellenzweiter. Was erwartest du für ein Spiel?
Es wird sicherlich nicht einfach, aber die Eintracht macht – wie ich es beurteilen kann – sehr gute Arbeit. Also tippe ich 2:1 für Frankfurt.