21.10.2021
Europapokal

„Die richtigen Schlüsse gezogen“

Nach dem Sieg gegen Olympiacos freuen sich Glasner, Rode, Trapp, Paciencia, Sow und Toure über die „geschlossene Mannschaftsleistung“. Die Stimmen zum Spiel.

Cheftrainer Oliver Glasner: Ich bin sehr zufrieden, vor allen Dingen wie wir aufgetreten sind. Wir wollten gemeinsam eine Reaktion zeigen, das ist uns gelungen. In der ersten Halbzeit hatten wir eine gute Absicherung gegen schnelle Flügelspieler und haben auch nach dem 1:1 weiter an uns geglaubt. In der zweiten Halbzeit wollten wir aus tieferer Organisation auf unsere Chancen warten. Das ist uns beim dritten Tor sehr gut gelungen. Insgesamt war der Sieg hochverdient, wir hatten eine gute Staffelung und sind sehr variabel aufgetreten, ohne die Balance zu verlieren. Wir haben nach der Partie gegen die Hertha die richtigen Schlüsse gezogen, viel mehr Ruhe ausgestrahlt im eigenen Ballbesitz und waren alle viel disziplinierter. Die Spieler haben all das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben Olympiacos im 4-1-4-1 erwartet und wollten sie in der Zentrale aus dem Spiel nehmen. Das hat gut geklappt. Dennoch gibt es immer etwas zu verbessern. Die Atmosphäre habe ich genossen. Im Spiel nicht so, weil man konzentriert ist, aber nach dem Spiel die Ehrenrunde. Das sind die Spiele, bei denen wir als kleine Jungs vor dem Fernsehen saßen und wünschten, dabei zu sein. Wir hatten viele coole Ballgewinne, aus denen wir weitere Torchancen hätten erspielen können. Das ist Jammern auf hohem Niveau – das ist aber besser als auf tiefem. Jetzt müssen wir den Schwung und das Selbstvertrauen mitnehmen.

Sebastian Rode: Mir geht es sehr gut, gerade nach dem Sieg. Die Lunge brennt, auch wenn es nur zehn Minuten waren. Ich bin froh, dass ich wieder fit bin. Heute Abend genieße ich den Sieg, dann geht es am Sonntag in Bochum weiter. Wir waren von der ersten Minute an gut im Spiel, das hat noch nicht oft geklappt in dieser Saison. Selbst nach der Führung und dem direkten Ausgleich haben wir die Ruhe bewahrt. Dann haben wir ein wunderschönes zweites Tor erzielt. In der zweiten Halbzeit haben wir die Räume genutzt, mit Ruhe gespielt und den Sack zu gemacht. Wir wollten eine Reaktion zeigen nach dem Spiel am Samstag, das haben wir auch angesprochen. Wir haben noch zwei heiße Auswärtsspiele in der Europa League. Es ist noch ein weiter weg bis zu Platz eins, den wir erreichen wollen, um uns eine K.-o.-Runde zu sparen.

Wie wir heute über die gesamten 90 Minuten gespielt haben, das ist Eintracht Frankfurt.

Kevin Trapp

Kevin Trapp: Diese drei Punkte tun sehr gut. So schnell geht es im Fußball. Wir haben gegen München sehr viel Positives erlebt, gegen die Hertha zurecht viel Kritik abbekommen. Nach dem Spiel hatte ich gesagt, dass wir in der Lage sind, eine Reaktion zu zeigen, weil wir den nötigen Charakter in der Mannschaft haben. Wie wir heute über die gesamten 90 Minuten gespielt haben, das ist Eintracht Frankfurt. Es war wieder eine tolle Stimmung, wir haben versucht das mit unserem Einsatz und unserer Aggressivität zurückzuzahlen. Wir haben heute gegen eine Mannschaft gespielt, die tief stand. Wir haben uns viel in den Zwischenräumen bewegt, so haben wir uns viele Chancen kreiert. Vor allem das zweite Tor war ein Leckerbissen, wie wir es herausgespielt haben. Dass wir viel Qualität in der Mannschaft haben, wissen wir. Heute hat man gesehen, was passieren kann, wenn wir befreit und ohne zu viel Nachdenken Fußball spielen.

Goncalo Paciencia: Der Sieg tut gut nach der Niederlage gegen die Hertha. Diesmal war es ein gutes Spiel, ein schöner Sieg zu Hause mit unseren Fans. Es war ein großer Fight. Der Europapokal bringt immer gute Nächte nach Frankfurt. Wir sind glücklich und bleiben unserem Weg treu.

Djibril Sow: Der Sieg tut sehr gut, nicht nur mit Blick auf die Tabelle in der Europa League. Sondern auch für uns, für die Seele. Wir haben gezeigt, wie wir spielen wollen und wo unser Leistungslevel liegt. Das müssen wir einfach konstanter durchziehen und ich glaube, dann können wir die Leute im Stadion mitziehen. Wir hatten eine sehr, sehr gute erste Halbzeit. Vielleicht die beste, vor allem zu Hause. Wir haben den Gegner wirklich dominiert und viele Chancen herausgespielt. Auch die zweite Halbzeit war souverän. Der Gegner hatte fast keine klare Chance mehr.

Als Djibi an den Ball kam, habe ich meine Chance gewittert und wollte einfach nur konzentriert bleiben, um den Ball reinzumachen.

Almamy Toure

Almamy Toure: Es war ein gutes Match von uns. Wir haben die Anweisungen des Trainers und das, was wir trainiert haben, sehr gut umgesetzt. Es war Teil unseres Videostudiums, dass Olympiacos bei zweiten Bällen nicht immer gut klärt. Als Djibi an den Ball kam, habe ich meine Chance gewittert und wollte einfach nur konzentriert bleiben, um den Ball reinzumachen. Das ist mir zum Glück gelungen. Ich war überrascht über das Tor, weil ich dachte, dass ich vielleicht im Abseits stand. Wir haben eine konzentrierte, aggressive und geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und konsequent gepresst. Wir hatten uns am Samstag ein Tief erlaubt. Heute haben wir das Gegenteil gezeigt und Wiedergutmachung betrieben, auch durch eine stabile Defensive. Ich wusste, was ich zuletzt nicht gut gemacht hatte. Daraus musste ich lernen. Heute ist es gut gelaufen. Dennoch kann man natürlich ständig an sich arbeiten.

Pedro Martins (Trainer Olympiacos FC): Wir wussten um die Stärke der Eintracht. Dennoch waren wir gezwungen, tief zu stehen. Das war sicherlich nicht unsere Absicht. Wir waren enormem Druck ausgesetzt, das ist eine Stärke der Eintracht. Wir haben es nicht geschafft, das zu minimieren. Wir hatten nicht genug Ballbesitz aufgrund der guten Einstellung des Gegners.

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