30.06.2020
Bundesliga

Die Unglaublichen

Die Bundesligasaison 2019/20 wird in vielerlei Hinsicht als eine denkwürdige in Erinnerung bleiben. Dafür stehen auch neue individuelle Ausnahmeerscheinungen.

Der Unruheherd

Filip Kostic gehörte auch in seiner zweiten Saison im Eintracht-Dress zweifelsohne zu den größten Aktivposten. Von 34 möglichen Einsätzen verpasste der Serbe einzig das Auswärtsspiel am 4. Spieltag auswärts beim FC Augsburg krankheitsbedingt, stand ansonsten immer über die vollen 90 Minuten auf dem Rasen, 2.959 absolvierte Zeigerumdrehungen sind die meisten aller Adlerträger. So nachvollziehbar wie bemerkenswert sind daher die insgesamt zurückgelegten 338,04 Kilometer, die im Kader ebenso unerreicht sind wie eine Spitzengeschwindigkeit von 34,79 Stundenkilometern. Auch die elf Vorlagen und 166 Abschlussbeteiligungen des 27-Jährigen suchen ihresgleichen, 209 Flanken aus dem Spiel heraus sind gar ligaweit mit Abstand spitze.

Frankfurts Toptorjäger: André Silva.

Die neue Vielfalt

Die Befürchtung, die Offensivwucht der Spielzeit 2019/20 würde unter den Abgängen von Ante Rebic, Sébastien Haller und Luka Jovic leiden, war im Nachhinein unbegründet. Am Ende standen in der Liga 59 Treffer zu Buche, nur einer weniger als mit dem abgewanderten Trio im Kader. „Die Tore haben wir nun auf mehreren Schultern verteilt. Dennoch haben wir 27 Stürmertore erzielt, obwohl alle drei Angreifer zwischenzeitlich lange gefehlt haben“, erkannte Cheftrainer Adi Hütter in Bezug auf insgesamt 14 verschiedene Torschützen sowie seine Stürmer Bas Dost, Goncalo Paciencia und André Silva. Letzterer avancierte letztlich mit zwölf Buden zum Toptorjäger der Hessen, alleine acht derer gelangen nach der Coronaunterbrechung.

Stürmischer Verteidiger

Martin Hinteregger sorgte mit seinen acht Saisontoren auf vielerlei Weise für Aufsehen. Denn neben der für eine Abwehrkraft außergewöhnliche Torquote ist nicht zuletzt bemerkenswert, dass sämtliche Kisten aus Eckbällen resultierten. Acht Eckballtore eines einzelnen Spielers sind neuer Bundesligarekord seit detaillierter Datenerfassung 2004/05. Nebenbei entwickelte sich der Österreicher zur Passmaschine und spielte den Ball insgesamt 1437 Mal ab.

Mister und Mister Zuverlässig

Dass Alter nicht vor Leistung schützt, bewiesen Makoto Hasebe und David Abraham einmal mehr. Der Japaner brachte am Ende 90,6 Prozent seiner Pässe an den Mann, die anteilig meisten aller Frankfurt. Der Kapitän wiederum entschied 60,1 Prozent seiner Zweikämpfe für sich, auch das Topwert bei der Eintracht.

Das Laufwunder

Relativ betrachtet machte ein weiterer Sommerneuzugang nachhaltig auf sich aufmerksam. Im Verhältnis zur Einsatzzeit machte wiederum Djibril Sow seinem Ruf alle Ehre. Der Sommerneuzugang spulte im Schnitt pro Partie 12,48 Kilometer ab.

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