Ohne den kurzfristig aufgrund von Rückenproblemen unpässlichen Jonathan Burkardt, dafür mit Elye Wahi in der Startelf, ging die Frankfurter Eintracht in das erste Bundesligaauswärtsspiel der neuen Saison. In Sinsheim musste Cheftrainer Dino Toppmöller zudem auf den angeschlagenen Mario Götze verzichten, dessen Kaderplatz von Elias Baum übernommen wurde.
Zetterer zur Stelle
In der ausverkauften PreZero Arena, darunter etwa 10.000 Eintracht-Fans, begannen die Hausherren etwas dominanter und hatten durch Tim Lemperle die erste Torchance der Partie, die allerdings von Michael Zetterer sicher pariert wurde (14.).
Drei Minuten später dann die erste Gelegenheit für die Eintracht und prompt die Gästeführung: Über einige schnelle, kurze Pässe kam der Ball über rechts zu Ritsu Doan, der einen Wimpernschlag lang zu viel Platz hatte. Genug Zeit für den Japaner, um den Ball unhaltbar für Oliver Baumann ins lange Eck zu schlenzen. Zehn Minuten später wieder ein Angriff der Hessen und wieder zappelte der Ball im Netz. Eingeleitet von einem klugen, weiten Diagonalball von Rasmus Kristensen schalteten die Adlerträger über die linke Seite schnell um. Arthur Theate trieb den Ball nach vorne, legte links auf Jean-Mattéo Bahoya, der wiederum die Übersicht hatte und dem am langen Pfosten mitgelaufenen Doan seinen zweiten Treffer aufzulegen (27.). Im 133. Einsatz im Oberhaus war es Doans zweiter Doppelpack.
Hoffenheim hatte in Person von Fisnik Asllani nur zwei Zeigerumdrehungen später den Anschlusstreffer auf dem Fuß, doch dessen Schuss ging knapp neben den linken Pfosten. In der 36. Minute hätten die Hessen dann sogar auf 3:0 stellen können, aber Wahi brachte die noch abgefälschte Kugel aus kürzester Distanz nicht über die Linie. Zuvor hatte Farès Chaibi links im Strafraum seinen Gegenspieler abgeschüttelt und den Ball mustergültig in die Mitte gespielt. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs durfte es dann Chaibi selbst nach Zuspiel von Doan versuchen, sein Schussversuch von Höhe der Strafraumkante wurde jedoch geblockt. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer der Hausherren wurde aufgrund einer hauchzarten Abseitsposition zurückgenommen (40.).
Uzun legt nach
Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig am Spiel. Beide Mannschaften waren bemüht, spielten sich die eine oder andere Abschlusschance heraus, doch nur die Frankfurter brachten den Ball im Kasten unter. In der 51. Minute war es Chaibi, der mit einem schönen öffnenden Pass auf den rechten Flügel Doan auf die Reise schickte. Der Doppeltorschütze diesmal mit der Vorlage für Can Uzun, der den Ball zum 3:0 an Baumann vorbeispitzelte und damit sein zweites Saisontor im Oberhaus verbuchte.
Auf der Gegenseite gelang es den Kraichgauern nicht wirklich, für zwingende Torgefahr zu sorgen. Zwar sorgte Lemperle zwischendurch für einen Arbeitsnachweis von Zetterer (54.), davon abgesehen machte es die gut stehende Eintracht-Defensive dem Gegner aber durchweg schwer, gefährlich zu werden. Ein eher zaghafter Versuch von Bazoumana Touré ging deutlich neben das Tor (58.).
Insgesamt fün Mal wechselte Toppmöller in der letzten haben Stunde der Partie: Ansgar Knauff und Nathaniel Brown (63.) für Bahoya und Torschütze Uzun, Aurélio Buta (78.) für Doppelpacker Doan sowie Michy Batshuayi und Oscar Højlund für Wahi und Kristensen (83.) kamen ins Spiel.
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Die Eintracht verlagerte sich in der Folge auf gezielte Nadelstiche gegen zunehmend offensiver, aber nicht wirklich gefährlicher werdende Hoffenheimer. Eine Viertelstunde vor Schluss zwei weitere Chancen binnen einer Minute für die Elf von Cheftrainer Toppmöller. Zunächst parierte Baumann einen Distanzschuss von Kristensen, nur wenige Augenblicke später setzte Knauff einen Abschluss nach einem Gegenstoß knapp neben das Gehäuse. In der 81. Minute dann kurze Aufregung im Strafraum der Eintracht, doch mehrere Hoffenheimer kamen aus dem Getümmel nicht zum Abschluss. Grischa Prömel in der ersten Minute der Nachspielzeit allerdings schon, die Gastgeber verkürzten. Dabei blieb es, die Eintracht verabschiedet sich mit sechs Punkten aus den ersten beiden Ligaspielen in die Länderspielpause.