Bei kühlen Temperaturen im ausverkauften Europa-Park Stadion musste Stammkeeper Kevin Trapp aufgrund einer Erkältung passen, für ihn hütete Diant Ramaj zum zweiten Mal in der Bundesliga das Tor. Vor ihm agierte eine Dreierkette aus Evan Ndicka, Hrvoje Smolcic und Tuta, der in die erste Elf zurückkehrte. Auch auf den Flügeln ergaben sich Veränderungen, durch die Verletzung von Dina Ebimbe. Auf dessen rechter Seite lief Ansgar Knauff auf, der gegen Schalke noch auf links begonnen hatte. Dort spielte dafür Christopher Lenz.
In der ersten halben Stunde einer intensiven Partie pressten die Freiburger früh und erarbeiteten sich durch rund 70 Prozent gewonnener Zweikämpfe Ballgewinne, die zu einigen Halbchancen führten. Ramaj musste noch nicht ernsthaft eingreifen, während sich die Gäste im Offensivspiel schwertaten und zunächst keine strukturierten Aktionen vorweisen konnten. Zwei gute Möglichkeiten waren in dieser Zeit zu verzeichnen für den SCF. Höler prüfte Ramaj erstmals ohne größere Gefahr (20.), Doan rutschte in eine Gregoritsch-Hereingabe und bugsierte das Leder aus kurzer Entfernung über das Tor (28.).
Richtig brenzlig wurde es nach 31 Minuten, als Ramaj alles riskierte und gleich doppelt am Boden den Rückstand verhinderte. Der Abnutzungskampf ging auch bis fast zur Pause weiter. Aber nur fast, denn mit dem zweiten ernsthaften Torschuss ging die Eintracht in Führung. Aytekin ließ nach einem Foul den Vorteil laufen, Randal Kolo Muani ließ an der Strafraumgrenze noch zwei Gegenspieler ins Leere laufen und schloss aus 18 Metern flach ins rechte Eck ab (42.). Für den Franzosen war es das sechste Saisontor, das damit für eine etwas glückliche Halbzeitführung für die Eintracht sorgte. 19:4 Ballaktionen für die Gastgeber zeugten von wesentlich mehr Betrieb vor Ramaj als vor Mark Flekken auf der anderen Seite.
Dieser Spielstand hatte netto gesehen gerade mal fünf Minuten Bestand, denn in der 47. Minute glichen die Freiburger aus. Die Ecke konnten die Frankfurter zunächst klären, ehe Günter den zweiten Ball besser in den Strafraum brachte und am zweiten Pfosten Matthias Ginter wuchtig aus kurzer Distanz ins lange Eck einköpfte.
Die Partie ähnelte in der Folge der ersten halben Stunde im Europa-Park Stadion. Freiburg war aktiver und ließ die Eintracht kaum zur Entfaltung kommen, gute Gelegenheiten blieben aber Mangelware. Rode und Buta kamen nach 64 Minuten für Kamada und Knauff, während die Partie offener wurde und mehr Räume entstanden. Mehr Ballbesitz hatten weiterhin die Freiburger, die sich auch immer mal wieder in der Frankfurter Box zeigten. Gregoritsch schloss aus halblinker Position ab, Ramaj ließ nach vorne abklatschen und die Eintracht konnte klären (69.). Die Elf von Oliver Glasner blieb in der Vorwärtsbewegung zu ungenau, um die SC-Defensive in Bedrängnis zu bringen – auch wenn zur Mitte der zweiten Hälfte die Gäste etwas mehr Spielkontrolle erlangten.
Nach 75 Minuten ersetzte Borré Lindström und kurz vor Schluss brachte Glasner auch Alario, auf der anderen Seite kam kurz danach Freiburgs Toptorschütze Grifo ins Spiel. Beide Mannschaften versuchten alles, spielten auf Sieg, waren aber letztlich zu ungenau. Bei Borrés Flachschuss musste sich Flekken nochmal strecken, konnte das Leder aber unter sich begraben (90.). Das 1:1 war letztlich leistungsgerecht.