23.10.2022
Aktion

„Ein sehr emotionaler Abend“

Familie, Freunde, Weggefährten, die Traditionsmannschaft der Eintracht und viele mehr: In Bernd Nickels Heimatstadt Eisemroth sind 1400 Zuschauer beim Gedenken an Bernd Nickel dabei.

17 Jahre Eintracht Frankfurt. 541 Spiele. 179 Tore. Dreimal DFB-Pokalsieger. Einmal UEFA-Cup-Sieger. Diese beeindruckenden Zahlen werden am Freitagabend auf der Bernd Nickel Sportanlage in Eisemroth verlesen, als 1400 zahlende Zuschauer, zahlreiche Helfer und 40 Fußballschulenkinder mucksmäuschenstill rund um den Kunstrasenplatz stehen. Die Worte von Fabian Schäfer vom SV Eisemroth mündeten in die Gedenkminute an einen der größten Fußballer von Eintracht Frankfurt aller Zeiten, dessen Karriere auf der mittlerweile nach ihm benannten Sportanlage begann. Bernd Nickels Sohn Ralf wird später bei EintrachtTV sagen: „Es war ein sehr emotionaler Abend. Ich bin froh, dass so viele Menschen gekommen sind. Schön, dass die Eintracht und der SV Eisemroth dieses Gedenkspiel auf die Beine gestellt haben.“

Am 27. Oktober 2021, also vor fast genau einem Jahr, verstirbt Bernd Nickel nach langer Krankheit im Alter von 72 Jahren. Von 1966 bis 1983 war er Adlerträger, gewechselt war er vom SV Eisemroth in Mittelhessen an den Riederwald. 2018 wurde der neue Kunstrasenplatz beim SVE eingeweiht – und die Sportanlage wurde in diesem Zug im Beisein des neuen Namensgebers in Bernd Nickel Sportanlage umbenannt.

Ebenfalls vor Ort war seinerzeit Rainer Falkenhain, Vorstandsberater der Eintracht, der beim Gedenkspiel das Grußwort für die Eintracht sprach. „Bernd ist bei allen Eintrachtlern im Herzen. Es ist selbstverständlich, dass wir zu diesem Gedenkspiel unseren Beitrag leisten. Bernd wird mit Grabi von oben zuschauen“, sagte Falkenhain.

Fabian Schäfer vom SV Eisemroth spricht in der Halbzeit mit Bernd Nickels ehemaligen Mitspielern Wolfgang Trapp und Norbert Nachtweih.

Bei der Traditionsmannschaft dabei waren auch ehemalige Mitspieler von Bernd Nickel. Wolfgang Trapp und Norbert Nachtweih waren junge Spieler, als sie zur Eintracht kamen und unter anderem Bernd Nickel als erfahrenen Akteur kennenlernten. Nachtweih sagte: „Grabi, Holz, Dr. Hammer – sie alle haben uns junge Kerle super behandelt und uns geholfen. Bernds Diagonalbälle über 70 Meter waren legendär.“

Für Wolfgang Trapp war Nickel „mein Linksfußvorbild, weil ich den linken Fuß eigentlich nur zum Stehen hatte. Spiele mit Bernd waren immer ein Highlight, er hat uns junge Kicker immer unterstützt und sich auch mal vor dem Trainer schützend vor uns gestellt.“ Auch einige Zuschauer aus Eisemroth erinnerten sich an Nickel. „Er hat uns nie vergessen. Hier in Eisemroth, an seinem Garagentor, wurde die Grundlage für seinen Spitznamen Dr. Hammer gelegt“, meinte Lothar Schmidt.

Auf dem vor vier Jahren eingeweihten Kunstrasenplatz traf die Traditionsmannschaft nach dem Training der Fußballschule, Vorprogramm mit Grußworten und der Gedenkminute, auf den SV Eisemroth and Friends, dem das erste und letzte Tor des Spiels gelang. Christof Hild und Mirko Eckel trafen, während die erfolgreiche Direktabnahme von Basti Henn wegen knapper Abseitsstellung aberkannt wurde. Es wäre Henn zu gönnen gewesen, denn eines hörte man auf dem Sportgelände an diesem Abend immer wieder: „Basti hat die meiste Arbeit geleistet, um dieses Event möglich zu machen.“

Alle Eisemrother Spieler liefen übrigens mit der Rückennummer 10 auf. Die Partie endete mit 6:2 für die Eintracht, die mit 21 Mann einen großen Kader zu Ehren von Bernd Nickel aufgeboten hatte. Alles unter der Beobachtung von Bernd Nickels Frau Evelyn, seinen Kindern Andrea, Ralf und Frank sowie vielen mehr an einem emotionalen Abend in Eisemroth.

Eintracht Frankfurt Tradi

Steinle, Hoffelner; Bindewald, Lasser, Körbel, Amstätter, Nadaroglu, Dworschak, Zampach, Zick, Bommer, di Gregorio, Schur, Nachtweih, Müller, Gerster, Weber, Balzer, Idrissou, Binz, Komljenovic.
Trainer: Borchers und Trapp.

Tore Eintracht

1:1 Schur
2:1/5:1 Idrissou
3:1/4:1 Gerster
6:1 Balzer

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