26.07.2021
Eintracht

Eintracht bereitet Rechtsmittel vor

Noch ist kein neuer Bescheid durch das Gesundheitsamt Frankfurt ergangen. Eintracht Frankfurt bereitet sich vor dem Test gegen Saint-Étienne auf die Einlegung von Rechtsmitteln vor.

Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt hatte in der vergangenen Woche für das Testspiel von Eintracht Frankfurt gegen die AS Saint-Étienne im Deutsche Bank Park am Samstag, 31. Juli, 15.30 Uhr, bis zu 10.000 Zuschauer zugelassen und diese Genehmigung gleichzeitig mit einigen Auflagen versehen. Vor dem Hintergrund, dass die 7-Tage-Inzidenz in Frankfurt zwischenzeitlich über den Wert 35 gestiegen war, müssten mindestens 50 Prozent der Zuschauer, also 5000 Personen, geimpft oder genesen (2G) sein. Philipp Reschke, Justiziar von Eintracht Frankfurt, hatte dies als „guten Kompromiss in die richtige Richtung“ bezeichnet, um die alleinige Abhängigkeit zulässiger Maximalkapazitäten von „zu starren oder wenig aussagekräftigen Inzidenzwerten etwas aufzubrechen.“

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration als oberste Gesundheitsbehörde des Landes Hessen hatte jedoch am Sonntag klargestellt, dass eine solche Interpretation der aktuellen Verordnungslage durch das Gesundheitsamt Frankfurt nicht richtig sei und auf die Zahl von 5000 Zuschauenden als absolutem Maximalwert inklusive Geimpfter und Genesener hingewiesen. Eintracht Frankfurt wurde daraufhin ein neuer abgeänderter Bescheid über die Zulassung von maximal 5000 Zuschauern für die Begegnung gegen die AS Saint-Étienne avisiert.

Wir bleiben natürlich darauf vorbereitet, die angekündigte Beschränkung auf 5000 Zuschauer verwaltungsgerichtlich überprüfen zu lassen, hoffen aber, dass sich die Sach- und Rechtsauffassung der Stadt Frankfurt durchsetzt.

Philipp Reschke, Justiziar Eintracht Frankfurt

Gegen einen derartigen Bescheid würde Eintracht Frankfurt einstweiligen Rechtsschutz vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt suchen.

Dazu bestand bis zum heutigen Abend jedoch noch keine Veranlassung, da die Stadt Frankfurt am späten Nachmittag via Pressemitteilung veröffentlichte, keine rechtliche Grundlage zu sehen, die bisherige Zulassung von 10.000 Zuschauern zurückzunehmen.

„Wir teilen die Auffassung von Gesundheitsdezernent Stefan Majer sowohl in sachlicher als auch in rechtlicher Hinsicht“, betont Philipp Reschke. „Und wir bleiben natürlich darauf vorbereitet, die angekündigte Beschränkung auf 5000 Zuschauer verwaltungsgerichtlich überprüfen zu lassen, hoffen aber, dass sich die Sach- und Rechtsauffassung der Stadt Frankfurt durchsetzt. Mit Blick auf Samstag wird es aber insbesondere auch für unsere Anhänger wohl ein Geduldsspiel.“

Informationen zum Vorverkauf für das Spiel gegen AS Saint-Étienne sollen nun am morgigen Dienstag veröffentlicht werden.

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