19.06.2022
Medien

Eintracht Frankfurt gefragt wie nie

Eine exklusive Analyse belegt: Der Run auf den Europa-League-Gewinner spiegelt sich auch in der Medienresonanz wider.

Es ist gerade sechs Jahre her, als Eintracht Frankfurt in der Relegation kurz vor dem Abstieg in die Zweite Bundesliga stand. Die sportliche Bilanz seither: DFB-Pokalfinale 2017, DFB-Pokalsieg 2018, Halbfinale in der UEFA Europa League 2019 und im DFB-Pokal 2020, Platz fünf in der Bundesliga 2021 und schließlich 2022 der erste Europapokalsieg seit 42 Jahren. Dass mit wiederkehrenden sportlichen Glanzlichtern, speziell in den vergangenen Monaten, auch die nationale wie internationale Berichterstattung zugenommen hat, lässt sich nun anhand einer Studie des Media-Intelligence-Anbieters pressrelations Schwarz auf Weiß belegen.

Medienbasis

Die Medienbasis bildet sich aus allen Tageszeitungen, Publikums-, Wochen- und Fachpresse sowie Newsportalen der folgenden Länder: Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Italien, USA, Russland, Japan, China und Australien.

Wenig überraschend erreichte die Medienresonanz rund um das Finale in Sevilla im Mai ihren vorläufigen Höhepunkt. Über 35.000 Beiträge mit Bezug zum Traditionsverein erschienen national, international waren es mehr als 15.000. Zum Vergleich: Als die Messungen im Juli 2016 begannen, betrug die Anzahl der in Deutschland erschienenen Artikel in etwa ein Drittel davon. Jenseits der Landesgrenzen war die SGE medial höchstens eine Fußnote wert. Allein nach dem Chelsea-Drama vor drei Jahren hat sich diese Menge im Durchschnitt verdoppelt, die deutsche Präsenz stieg um zehn Prozent.

Bemerkenswert dabei: Während kulminiert 84 Prozent aller News in Deutschland und 16 Prozent im Ausland erschienen, beträgt das Verhältnis im Rahmen der Europa-League-Erstattung 73 zu 27 Prozent. Darauf zahlt nicht allein der Titelgewinn ein, sondern auch weitere international beachtete Ereignisse wie die Geschichten rund um das Viertelfinalrückspiel in Barcelona oder auch das harmonische Miteinander beim Endspiel der insgesamt etwa 150.000 Rangers- und Eintracht-Fans.

Relativ betrachtet ist das weltweite Interesse bei UEFA-Wettbewerben mit den Hessen in Japan am höchsten, wo mit 49 Prozent fast jede zweite Nachricht zur Eintracht mit dem Europapokal zu tun hat. Eine Verbindung zum ehemaligen und aktuellen Nationalspieler Makoto Hasebe und Daichi Kamada ist hier nicht von der Hand zu weisen. Dahinter folgen Großbritannien (47) und Italien (44), bekanntermaßen von einer großen Fußballtradition und -begeisterung geprägt.

In absoluten Zahlen gehen die meisten News auf das Konto der USA mit seit Beginn der Untersuchung 84.074 Berichten. Danach kommen Großbritannien (70.774) sowie die Nachbarländer Schweiz (51.650) und Österreich (40.606). Das Schlusslicht bildet übrigens Japan (630), um die zuvor aufgeschlüsselte Spitzenposition etwas einzuordnen.

Auffällig sind hier die Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich Themen abseits des Platzes. Während etwa im Spätherbst 2019 der Arsenal FC und FC Bayern München nach Niederlagen gegen Frankfurt jeweils ihren Trainer wechselten, schlug dies national wie international höhere Wellen. Im Gegensatz dazu erregte es in Deutschland ein weit größeres Interesse als in anderen Ländern, als die Verkündung des Abgangs von Adi Hütter erfolgte. Überwiegend handelt es sich aber gerade im englischsprachigen Raum um Kurzmeldungen aus Bundesliga und Europa League sowie Transfers.

Abschließend sei festgehalten, dass die Berichterstattung rund um die Eintracht allein auf Leit- und Sportmedien bezogen etwas variiert. Hier beträgt das Verhältnis zwischen National und International 87 zu 13 Prozent. Den Löwenanteil verbucht Deutschland mit 82.238 Berichten, mit großem Abstand folgen die Schweiz (14.004) und Österreich (8176).

Im Detail hat in den vergangenen sechs Jahren am häufigsten die Frankfurter Rundschau über den Bundesligisten geschrieben (14.771), global gilt dies für das Onlineportal weltfussball.com (6717).

Alles in allem bleibt festzustellen, dass die mediale Aufmerksamkeit für Eintracht Frankfurt nie so hoch war wie aktuell und nicht zuletzt die Teilnahme an sowie Erfolge in der UEFA Europa League den Boom zusätzlich beschleunigten. Die Macher der Studie „vermuten, dass sich insbesondere der internationale Durchschnitt im Verlauf der nächsten Monate weiter erhöhen wird.“

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