13.05.2021
Eintracht

Eintracht Frankfurt zu Meinungsfreiheit und Antisemitismus

Eintracht Frankfurt steht für Toleranz und ein friedliches Miteinander aller Religionen.

Vielfalt, Religionsfreiheit und das Recht auf Meinungsfreiheit sind tief verwurzelt in der Seele unseres Klubs. Unsere Geschichte und unsere volle Überzeugung lassen keinerlei rassistisches und antisemitisches Gedankengut zu. Als klares Zeichen hat Eintracht Frankfurt im Januar dieses Jahres die Arbeitsdefinition Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) übernommen.

Es ist beschämend, dass es Menschen gibt, die den Konflikt im Nahen Osten für offenen Antisemitismus, für Gewalt gegen Juden und jüdische Einrichtungen vor unseren Haustüren zum Anlass nehmen. Dennoch kann der Klub nicht zu komplexen völkerrechtlichen Auseinandersetzungen Stellung nehmen und als Meinungsbildner fungieren.

Nach einem sehr positiven Austausch mit den betroffenen Spielern gibt es keinen Zweifel an ihrer friedlichen Gesinnung. Sie haben uns glaubhaft versichert, dass sie für das friedliche Miteinander aller Religionen eintreten, sich klar und deutlich gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus positionieren und somit in allen Punkten das Werteverständnis von Eintracht Frankfurt teilen. Allerdings zeigen die Beispiele, dass jede Meinungsäußerung auch immer in der Wirkung auf andere gesehen werden muss und daher wohl überlegt sein sollte.

Für mich ist die Freiheit der Religion und der Religionsausübung von höchstem Wert und ich wende mich gegen Gewalt jeder Art.

Amin Younes

Unter anderem hatte Eintracht-Spieler Amin Younes am gestrigen Mittwoch Postings auf Instagram gesetzt, die eine missverständliche Interpretation ermöglichten.

Amin Younes: „Es war eine spontane Meinungsäußerung ohne Absicht, eine andere Religion oder Menschen anderen Glaubens zu verletzen. Im Gegenteil, es war ja gerade der Angriff auf Betende, der mich dazu veranlasste. Für mich ist die Freiheit der Religion und der Religionsausübung von höchstem Wert und ich wende mich gegen Gewalt jeder Art, egal von welcher Seite. Es ist furchtbar, mit anzusehen, dass wieder so viele Menschen, egal welchen Glaubens, in diesem Konflikt ihr Leben lassen müssen.“

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