28.07.2022
DFB-Pokal

Ernstfall zur Primetime

Pflichtspielauftakt für die Eintracht. In der Ersten Hauptrunde des DFB-Pokals reist die Eintracht zum 1. FC Magdeburg. ARD und Sky übertragen am Montagabend live.

Nach Walldorf ist vor Magdeburg. Heißt für Eintracht Frankfurt: Pokal zur Primetime, Flutlicht, ausverkauftes Haus. Wenige Tage nach dem fünften und letzten Testspiel der Sommervorbereitung gegen Südwest-Regionalligist FC Astoria Walldorf treffen die Hessen am Montag, 1. August, 20.45 Uhr, in der Ersten Hauptrunde der 80. DFB-Pokalsaison auswärts auf den 1. FC Magdeburg.

Nach der Auslosung Ende Mai waren Vorfreude und gegenseitiger Respekt bei beiden Klubs groß. „Magdeburg ist mit das schwierigste Los, das man in der ersten Runde im DFB-Pokal haben kann. Gegen einen Zweitligaaufsteiger vor einem lautstarken Publikum zu spielen, wird gleich eine Herausforderung", ordnete Markus Krösche die Aufgabe ein. Von einer „großen Herausforderung“, sprach auch Magdeburgs Sportchef Otmar Schork: „Eintracht Frankfurt ist ein Superlos.“

Elfmeterheld 2016: Lukas Hradecky.

Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Magdeburg: Ein Erstrunden-Match, das es vor sechs Jahren in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts schon einmal gab. Nach 90 Minuten stand es damals 1:1, auch die Verlängerung brachte keine Entscheidung. Im Elfmeterschießen parierte Lukas Hradecky zwei Strafstöße, der entscheidende Treffer vom Punkt gelang Guillermo Varela. Ein packender Fight in typisch heißer Pokalatmosphäre. Die Eintracht erreichte später das Finale in Berlin und begann seinerzeit den guten Lauf in den Pokalwettbewerben, den auch der 1. FCM historisch gesehen vorweisen kann.

1974, im Jahr des ersten DFB-Pokaltriumphs der Eintracht, sicherte sich Magdeburg den Europapokal der Pokalsieger gegen die frisch von Giovanni Trapattoni trainierten AC Milan. Grundlage hierfür war einer der insgesamt sieben DDR-Pokalsiege – kein Verein hat mehr, drei Mal wurden die Magdeburger zudem DDR-Meister. Im DFB-Pokal datiert das mit Abstand beste Ergebnis aus der Saison 2000/01, als die Gastgeber mit Ex-Adlerträger Maik Franz in der Abwehr erst im Viertelfinale am späteren Vizemeister Schalke 04 mit 0:1 scheiterten.

Parallelen in der Vorsaison

Markus Krösche gibt unterdessen die Marschrichtung für die Gegenwart vor. „Unser Ziel ist ganz klar: Wir wollen unbedingt eine Runde weiterkommen und eine bessere Pokalsaison spielen als zuletzt", sagt der Sportvorstand. Vergangene Saison unterlagen die Adler gleich zum Start beim SV Waldhof Mannheim mit 0:2. Doch auch der nächste Gegner musste im Sommer 2021 direkt die Segel streichen. 2:3 verlor der damalige Drittligist gegen den FC St. Pauli.

Inzwischen spielt die Mannschaft von Trainer Christian Titz zweitklassig, souverän und mit 14 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Braunschweig sicherte sich Magdeburg in der Saison 2021/22 den Aufstieg. Offensiv zündete der FCM dabei eine Alarmstufe nach der anderen, insgesamt 83 Tore standen schließlich auf der Habenseite. Bester Torschütze und Vorlagengeber: Baris-Fahri Atik mit 19 Treffern und 21 Assists. Der 27-Jährige hat auch in der bereits laufenden Zweitligaspielzeit getroffen: Beim 3:2-Erfolg auswärts gegen den Karlsruher SC markierte er am vergangenen Wochenende das zwischenzeitliche 2:0. Zum Saisonstart hatte Magdeburg zu Hause 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf verloren.

Während die Blau-Weißen also schon mitten im Wettkampfmodus stecken und mit Rückenwind aus dem ersten Saisonsieg in das Duell am Montagabend gehen, fiebern die Adler ihrem Pflichtspielauftakt 2022/23 entgegen. Und das ebenfalls mit einem guten Gefühl: In der Vorbereitung blieb der DFB-Pokalsieger von 2018 ungeschlagen und vier Mal ohne Gegentor.

Zum Spiel

Anstoß: Montag, 1. August, 20.46 Uhr, Erste Hauptrunde, DFB-Pokal, Saison 2022/23.
Stadion: MDCC-Arena, Magdeburg.
Hörtipp: EintrachtFM überträgt ab 20.36 Uhr live.
TV-Hinweis: Sky Sport 2 HD und Das Erste übertragen live.