Als FFH-Stadionsprecher Daniel Granitzny kurz vor Schluss darauf hinwies, dass noch kein Team im Rahmen von „Eintracht in der Region“ fünf Tore gegen die Traditionsmannschaft der Eintracht erzielt hat und wissentlich verschwieg, dass es allerdings schon mal sechs Gegentreffer gab, und sich die Ü40-Auswahl des SV Rot-Weiß Hadamar im Angriff befand, ging ein Raunen durch den Sportplatz an der dicken Eiche im Landkreis Limburg/Weilburg. Die Gastgeber hatten tatsächlich noch die Möglichkeit, den fünften Treffer zu erzielen, vergaben aber eine Riesenchance. Nichtsdestotrotz war es ein Fußballfest auf dem Kunstrasen, denn 1700 Zuschauer bekamen 17 Tore zu sehen. 13:4 hieß es am Ende für die Mannschaft um Karl-Heinz Körbel und Co., die schon an diesem Freitag ab 18.30 Uhr wieder gefordert ist. Beim FV Stierstadt geht’s weiter mit der von Eintracht Frankfurt, LOTTO Hessen und Medien-Partner HIT Radio FFH unterstützten Aktion für den Amateurfußball in Hessen.
Hagner mit SGE-Tor Nummer 400
Es war der Abend der Jubiläen und schönen Tore in Hadamar, bei dem wie gewohnt die Eventfläche, das Rahmenprogramm mit Granitzny am Mikrofon und die Trainingseinheit der Eintracht-Fußballschule mit 40 Kids der Rot-Weißen die Klammer zum Tradispiel bildeten. Der nach Meniskusriss wiedergenese Sascha Amstätter und Baldo Di Gregorio kamen zu ihrem 25. Regionseinsatz, Abwehrmann Tuncay Nadaroglu und Mittelfeldspieler Christian Balzer feierten ihren 50. (Nadaroglu) beziehungsweie 75. (Balzer) Einsatz für die Tradi.
In Sachen Toren machte die Mannschaft um die Trainer Andree Wiedener und Wolfgang Trapp dort weiter, wo sie vor der Sommerpause in Rodgau aufgehört hatte – mit 13 eigenen und vier Gegentreffern. Matthias Hagner erzielte das 400. Eintracht-Tor in der Region, auf der anderen Seite bedeutete Marcus Löbrichs Zielgenauigkeit Treffer Nummer 500 insgesamt seit EidR-Beginn 2022. So soll es in Stierstadt an diesem Freitag weitergehen, wenn die Regionspartie Nummer 50 auf dem Programm steht.
Oczipkas doppelter Lupfer
Ervin Skela traf in Hadamar viermal sehenswert, und auch die Traditorpremiere von Bastian Oczipka konnte sich sehen lassen – wobei er den Lupfer zum 4:1 in der zweiten Halbzeit wiederholte und damit den Doppelpack schnürte. Mehrfach trafen zudem noch Matthias Hagner und Alex Meier (je zwei); Mounir Chaftar, Thomas Lasser und Michael Guht besorgten den Rest in einem munteren Spielchen, bei dem auf der Gegenseite Spielertrainer Sebastian Trosch doppelt netzte.
So waren alle Seiten zufrieden an einem lauen Freitagabend. SV-Präsident Andreas Immel freute sich über „eine tolle Kulisse und hoffentlich eine gut gefüllte Kasse, mit der wir die Infrastruktur an der dicken Eiche verbessern können“.
Matmour debütiert in Stierstadt
An diesem Freitag geht’s für den Regionstross der Eintracht weiter in den Hochtaunuskreis zum FV Stierstadt. Der Klub aus dem Oberurseler Stadtteil feiert in diesem Jahr 90-jähriges Bestehen und bezeichnet sich selbst als „lebendigen und modernen Fußballverein, bei dem die Jugend höchste Priorität genießt“. Zwei bedeutende Projekte möchte der FV mit den Einnahmen voranbringen. Eine neue Küche sowie eine Lagerlösung für die Jugendabteilung stehen ganz oben auf der Wunschliste, um die Infrastruktur am Sportgelände in der Steinbacher Straße zu verbessern.
Im Kader der Eintracht steht erstmals Karim Matmour. Der vor wenigen Wochen 40 Jahre alt gewordene Algerier spielte zwei Jahre für die Eintracht und feierte mit dem Team von Armin Veh die Bundesligarückkehr 2012, zu der der Stürmer sechs Treffer beisteuerte.
Eintracht Frankfurt Traditionsmannschaft - SV RW Hadamar 13:4 (6:2)
Eintracht-Tradi: Qosa (Steinle) - Bindewald (Amstätter), Körbel (Dworschak), Nadaroglu (Herzberger), Zampach (Lasser), Bommer (Komljenovic), Oczipka (Gerster), Chaftar (Uwe Müller/Di Gregorio), Meier (Zick), Skela (Nachtweih), Hagner (Guht). – Ohne Einsatz: Balzer.
Tore: 1:0 Skela (10.), 1:1 Sebastian Trosch (15.), 2:1 Hagner (17.), 3:1 Skela (20.), 4:1 Oczipka (29.), 5:1 Skela (36.), 5:2 Sebastian Trosch (39.), 6:2 Meier (40.), 7:2 Hagner (45.), 8:2 Oczipka (49.), 9:2 Chaftar (50.), 10:2 Lasser (56.), 11:2 Meier (60.), 12:2 Skela (64.), 12:3 Marcus Löbach (66.), 12:4 Daniel Sehr (76.) 13:4 Guht (79.)
Kader in Stierstadt
Hoffelner, Steinle; Amstätter, Balzer, Bindewald, Bommer, Dworschak, Gerster, Guht, Hagner, Herzberger, König, Körbel, Lasser, Matmour, Müller, Nachtweih, Nadaroglu, Skela, Zampach, Zick.
Trainer: Trapp, Wiedener.