01.08.2020
Eintracht

Erwärmendes Aufeinandertreffen mit Monaco

Der erste Test nach der Sommerpause endet 1:1 (0:0). Geburtstagskind Goncalo Paciencia (58.) trifft zur Führung, Anthony Musaba gleicht aus (85.).

Neuer Stadionname, neue Heimtrikots und mit Ragnar Ache ein Neuzugang zunächst auf der Bank. Ansonsten bot sich den vielen Zuschauern im Fernsehen und den vielen Onlinekanälen nicht allzu viel Unbekanntes im Deutsche Bank Park, immerhin ist der Mannschaftskern über die Sommerpause weitgehend unverändert geblieben. Aymen Barkok, zuletzt zwei Jahre an Fortuna Düsseldorf verliehen, war der einzige Rückkehrer in der Startelf, wenngleich Cheftrainer Adi Hütter wie angekündigt pro Halbzeit bis auf den durchspielenden Kevin Trapp zwei komplett verschiedene Formationen aufbot.

Barkok beginnt

Nicht nur für Barkok schloss sich am schwülen Samstagabend ein kleiner Kreis, immerhin hatte das Eigengewächs unter Monaco-Coach Niko Kovac 2016 sein Bundesligadebüt gefeiert. Die eintägige Rückkehr des Pokalsiegertrainers war eine von mehreren außersportlichen Geschichten, die der fairen Begegnung eine besondere Note verpassten. Beispielsweise traf auch Almamy Toure auf seinen Ausbildungsklub.

Ruhig und sicher

Sportlich hielt sich die Intensität in Grenzen, auch weil beide Seiten naturgemäß nicht den spritzigsten Eindruck machen konnte. Nichtsdestotrotz profitierten die Adlerträger von ihrer Eingespieltheit, ließen in der ersten Halbzeit keine ernstzunehmende Chance zu und hatten vorne selbst ein ums andere Mal die Führung auf dem Fuß. Zunächst verzog Bas Dost per Direktabnahme nach einer Hereingabe von Filip Kostic (10.). Dann eroberte André Silva in der gegnerischen Hälfte den Ball, bediente erneut den Niederländer, dessen Abschluss jedoch geblockt wurde (13.). Die daraus resultierende Ecke köpfte Stefan Ilsanker knapp am Kasten vorbei (14.). In der Folge plätscherte das Geschehen eher gemächlich vor sich hin, ehe sich Barkok aus der zweiten Reihe ein Herz fasste, aber in Benjamin Lecomte seinen Meister fand.

Paciencia beschenkt sich selbst

Etwas weniger Distanz hatte nach dem Seitenwechsel Goncalo Paciencia zu überbrücken, der nach einem Querpass von Daichi Kamada die Kugel lässig gegen die Laufrichtung des Verteidigers springen und diesen ins Leere laufen ließ, um daraufhin trocken mit links ins kurze Eck einzuschießen. Das 1:0 ausgerechnet am 26. Geburtstag des in der Rückrunde länger verletzten Portugiesen (58.). Wenig später rauschte Erik Durm von der linken Seite heran, blieb mit seinem Schuss aber in einem Monegassen hängen (54.). Die bereits zuvor einen ruhigen Ball spielenden Rot-Schwarzen wirkten in der Folge noch sicherer und spielten mit zunehmender Dauer noch direkter. Den größten Zug entwickelte kurz vor Schluss Kamada, der das Leder aus freiem Lauf an den Pfosten knallte (79.). Im Gegenzug stellten die Gäste mit einem schnellen Gegenstoß in Person von Anthony Musaba den 1:1-Endstand her (85.). Trapp hatte den ersten Versuch noch abwehren können.

Der Vergleich der letztjährigen Tabellenneunten ihrer jeweiligen Ligen gestaltet sich unspektakulär, aber beileibe nicht langweilig. Auch weil die Abläufe bei den Adlerträgern besser funktionieren als es zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung zu erwarten wäre. Gleichwohl ist der Auftritt unabhängig vom Ergebnis gegen die Franzosen, die ein anstrengendes Trainingslager hinter sich hatten, kein Maßstab für die Auswärtsaufgabe in Basel, wo es gilt, ein 0:3 zu drehen.

So spielte die SGE

1. Halbzeit: Trapp - Toure, Hasebe, Hinteregger - da Costa, Sow, Ilsanker, Barkok, Kostic - Silva, Dost.

2. Halbzeit: Trapp - Tuta, Abraham, Ndicka - Chandler, Rode, Kohr, Kamada, Durm - Paciencia, Ache.

Tore

1:0 Paciencia (58.)
1:1 Musaba (85.)

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