29.07.2020
Training

Farben-Spiel

Bunter Trainingsauftakt mit vielen bekannten Gesichtern, neuem Outfit und einem Stadion im Wandel.

Und Action! Acht Tage bleiben den Fußballprofis von Eintracht Frankfurt, um bis zum Achtelfinalrückspiel in der UEFA Europa League beim FC Basel in den Wettkampfmodus zu schalten. Also bediente sich Adi Hütter zum ersten Mannschaftstraining nach der Sommerpause am Mittwochabend offenbar eines psychologischen Kniffs, teilte seine Mannen zum Abschluss in vier Teams ein und ließ einmal jeden gegen jeden mit einer Art Turnierform antreten, um den Erfolgshunger zu kitzeln.

Bereits wenige Stunden zuvor hatte der Cheftrainer auf der Pressekonferenz anklingen lassen, den Fokus in der ersten Woche nicht allein auf den physischen Bereich legen zu wollen, immerhin seien die Ergebnisse der am Montag und Dienstag vollzogenen Leistungstests „sehr ordentlich“ gewesen. Vielmehr vermutete der ins dritte Jahr seiner Amtszeit in Frankfurt gehende Fußballlehrer und frühere Spielmacher aus eigener Erfahrung, „dass die Spieler mit dem Ball zu Beginn eher noch per Sie statt per Du“ seien. „Doch das Gefühl für den Ball kommt schnell zurück.“

Wohnzimmer mit neuem Anstrich

Die Verbundenheit für ihre Heimspielstätte haben die Hessen ohnehin nicht verloren, und doch erkannte der eine oder andere Adlerträger beim Betreten des Rasens im Deutsche Bank Park sein Wohnzimmer wohl erst auf den zweiten Blick. Als ersten kleinen Schritt der Eintracht-affinen Innenausstattung sind die Tribünenaufgänge weiß wie Schnee gehalten. Und auch der sattgrüne Rasen verwandelte sich bald in ein buntes Farbenmeer. Immerhin hatten sich inklusive der drei Torhüter 31 Adlerträger zum Dienst gemeldet, einzig Jabez Makanda und Jetro Willems standen noch nicht zur Verfügung.

Nach einer kurzen, aber intensiven Sprinteinheit zum Start auf dem Vorplatz des Stadions begaben sich die Adler sogleich ins Kleingruppen- und anschließend Kleinfeldspiel. Vier Gruppen, vier verschiedene Trainingsoberteile, wobei insbesondere die neue rote Teamwear ins Auge stach. Wer gerade nicht Tore und Gegner jagte, hielt sich in der anderen Feldhälfte mit lockeren Läufen auf Betriebstemperatur.

Trainingschampions wurden am Ende übrigens Makoto Hasebe, Evan Ndicka, Rodrigo Zalazar, Erik Durm, Goncalo Paciencia, Mijat Gacinovic und Sebastian Rode. Doch nicht nur die siegreichen Sieben flachsten und strahlten in einer ruhigen Minute mit der Sonne um die Wette. Bereits am Samstag möchten die Frankfurter erstmals in größerer Runde jubeln, wenn die AS Monaco mit Niko Kovac um 18 Uhr im Deutsche Bank Park gastiert (EintrachtTV überträgt live). Und natürlich am Donnerstag, 6. August, im St. Jakob-Park in Basel. „Danach sehen wir weiter“, kündigt Hütter an. Gut ausgesehen hat es auch jetzt bereits.

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