Dino Toppmöller schickte im letzten Test vor dem Pflichtspielstart diese Elf ins Rennen: Kevin Trapp begann im Tor, in der Abwehr starteten Rasmus Kristensen, Nnamdi Collins, Robin Koch und Arthur Theate. Im defensiven Mittelfeld bildeten Hugo Larsson und Farès Chaibi das Duo. In der offensiven Dreierreihe im Mittelfeld durften Ansgar Knauff, Mario Götze und Jean-Mattéo Bahoya ran. Im Sturm begann Neuzugang Jonathan Burkardt.
Am Vormittag hatten beide Klubs mit anderer Besetzung nicht öffentlich ebenfalls gegeneinander gespielt. Ritsu Doan und zweimal Elye Wahi trafen zum 3:1-Sieg für die SGE.
Im ehrwürdigen Craven Cottage dauerte es nur 55 Sekunden bis zur ersten großen Chance der SGE: Nach starkem Pressing eroberte Knauff rechts am Strafraum den Ball, Götze passte zu Chaibi, der den ehemaligen deutschen Nationalkeeper Bernd Leno aus 16 Metern zur ersten Parade zwang. Burkardt konnte den Ball beim Nachschuss dann nicht kontrollieren.
Traumfreistoß von Jiménez
Die Gastgeber hatten ihren ersten Abschluss nach einer Ecke, aber Trapp parierte den Kopfball von Joachim Andersen sicher (8.). Wenige Minuten später retteten Collins und Kristensen im Strafraum gegen Josh King und Harry Wilson (16.). Nach gutem Start der Adlerträger gab Fulham Mitte der ersten Halbzeit immer mehr den Ton an. Alex Iwobi – Neffe von Eintracht-Legende Jay-Jay Okocha – vergab die nächste Gelegenheit, als er freistehend links im Strafraum das Außennetz traf (24.). Kurz darauf zielte Wilson aus der Distanz zu hoch (26.).
In der 35. Minute kamen die Cottagers zur durchaus folgerichtigen Führung – nach einem ruhenden Ball: Angreifer Raúl Jiménez zirkelte einen direkten Freistoß aus gut 25 Metern mit Wucht in den linken Winkel. Drei Minuten später war der beim Gegentor machtlose Trapp im Eins-gegen-eins gegen Wilson zur Stelle (38.). Mit dem 1:0 für die Hausherren ging es dann auch in die Halbzeitpause.
Chaibi an den Pfosten
Zu Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen die Adlerträger dann das Kommando und hatten deutlich mehr Ballbesitz als die Londoner. Gefährliche Abschlüsse blieben aber zunächst Mangelware. Nach gut einer Stunde kamen aufseiten der Eintracht Oscar Højlund, Paxten Aaronson und Niels Nkounkou für Larsson, Götze und Knauff in die Partie.
Es dauerte bis zur 67. Minute, ehe die Frankfurter zu ihrer bis dahin besten Chance kamen. Nach erneut erfolgreichem Pressing und Zuspiel von Bahoya setzte Chaibi den Ball aus gut 20 Metern an den linken Torpfosten. Im Gegenzug prüfte Sander Berge ebenfalls von außerhalb des Sechzehners Trapp, der den Schuss problemlos festhielt (68.). In einer Phase mit einigen Distanzschüssen war auch Fulham-Keeper Leno gegen einen Flatterball von Nkounkou zur Stelle (72.).
In der Schlussphase, in der noch Michy Batshuayi für den fleißigen Burkardt eingewechselt wurde (73.), zeigten die Adlerträger gegen aufmerksam verteidigende Cottagers gute Ansätze im Kombinations- und Angriffsspiel, kamen aber bis auf einen weiteren Distanzschuss von Nkounkou (88.), den Leno erneut abwehren konnte, nicht mehr zu klaren Torchancen. Da auch die Gastgeber nicht mehr gefährlich vors Tor kamen, blieb es am Ende in einem intensiven Testspiel bei der knappen 0:1-Niederlage beim Fulham FC.
Pflichtspielstart in Koblenz
Cheftrainer Dino Toppmöller sagte nach dem Schlusspfiff: „Eine intensive und anstrengende Vorbereitung geht zu Ende. Wir fühlen uns bereit für den Saisonauftakt. Heute gegen Fulham haben wir wenig zugelassen. Vorne hat der letzte Punch etwas gefehlt, was vielleicht auch der anstrengenden Vorbereitungszeit mit sehr vielen Trainingseinheiten geschuldet ist. Wir werden nun gut regenerieren und uns dann auf den Pflichtspielauftakt vorbereiten.“
Am Sonntag, 17. August, steigt Eintracht Frankfurt beim FC Engers 07 in die Erste Hauptrunde des DFB-Pokals ein. Anstoß im Stadion Oberwerth in Koblenz ist um 13 Uhr.