14.05.2022
Bundesliga

„Gelungene Generalprobe“

Sportvorstand Krösche, Cheftrainer Glasner, Kapitän Rode sowie Trapp und Sow kritisieren die Anfangsphase in Mainz und nehmen gerade daraus wichtige Erkenntnisse für Sevilla mit.

Sportvorstand Markus Krösche: Wir sind sehr schlecht reingekommen in die Partie, waren nicht aggressiv genug. Nach dem Gegentor sind wir aufgewacht und haben es dann gut gemacht. Beide Seiten haben mit offenem Visier gespielt, aber auch mit vielen Fehler. Das Remis geht insgesamt in Ordnung. Die Jungs haben auf jeden Fall Gas gegeben. Mit der Bundesligasaison sind wir nicht zufrieden, das ist klar. Wir haben gegen viele Gegner, die tief gestanden sind, Punkte liegengelassen. Wir bereiten uns jetzt bestens auf Mittwoch vor und freuen uns riesig darauf. Das wird ein außergewöhnliches Erlebnis, das wir uns hart erarbeitet haben. Wir stehen so kurz vor dem Titel, jetzt möchten wir den letzten Schritt gehen. Ndicka hat sich nichts Schlimmes getan, er hat Probleme an der Fußsohle. Jesper Lindström ist auf einem guten Weg, schmerzfrei und hat die Belastung schon gesteigert. Aber es wird eine enge Kiste.

Cheftrainer Oliver Glasner: Ich bin superfroh, dass wir dieses Spiel hatten. Denn die ersten 15, 20 Minuten waren grausam. Wir waren nicht bereit für intensiven Bundesligafußball. Mainz ist nach einer Fehlerkette von uns verdient in Führung gegangen. Danach waren wir wach, haben die Intensität angenommen, es gut gemacht und neben den Toren auch defensiv kaum etwas zugelassen. In der zweiten Halbzeit waren wir zu konteranfällig, wollten vielleicht zu viel. Es war wichtig, dass die Spieler gespürt haben, dass wir diesen Punch benötigen. Wenn man die Spannung verliert und den Schalter nicht mehr umgelegt bekommt, kann es auch schnell 0:4 ausgehen. Mir ist gefallen, dass die Jungs sich gewehrt haben. Diese Charaktereigenschaft zeichnet uns über die gesamte Saison aus. Dafür sind wir belohnt worden und können zufrieden sein.

Anhand der ersten 20 Minuten haben wir gesehen, wie wir nicht auftreten sollten.

Kevin Trapp

Sebastian Rode: Der Rückstand hat uns wachgerüttelt. Zuvor hatten wir es verpasst, überhaupt mal aus der eigenen Hälfte zu kommen. Dann haben wir es besser hinbekommen. Die Mainzer waren heiß und wir wollten ein gutes Spiel machen, um mit Selbstvertrauen ins Finale zu gehen. Das Unentschieden geht in Ordnung.

Kevin Trapp: Im Vorfeld wussten beide Teams nicht so richtig, was sie erwartet, weil es sportlich um wenig ging. Wir hätten die Bundesligasaison trotz allem gerne mit einem Sieg beendet, um sich weiter Selbstvertrauen zu holen und die Dinge, die wir gut machen, umzusetzen. Dass es für uns eine Generalprobe war, hat man an der Aufstellung gesehen, damit wir uns einspielen und Rhythmus aufnehmen. Anhand der ersten 20 Minuten haben wir gesehen, wie wir nicht auftreten sollten, weil wir nicht in die Zweikämpfe gekommen sind und viele Fehlpässe gespielt haben. Danach haben wir es besser gemacht. Das nehmen wir aus dem Spiel mit.

Djibril Sow: Es war eine gute Einstimmung auf Mittwoch. Mainz ist nicht umsonst eine der besten Heimmannschaften. Hier geht’s richtig ab mit vielen direkten Duellen. Das war gut so. Die ersten 15 Minuten haben wir benötigt, um etwas reinzukommen. Aber dann haben wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Auch die Stimmung in der Kurve war ein kleiner Vorgeschmack auf Sevilla, die Fans haben wieder 90 Minuten Vollgas gegeben.

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