04.10.2021
Team

„Genau der Tag, den wir gebraucht haben“

Kevin Trapp erklärt den Coup in München, seine Sensationsparade gegen Lewandowski und den Glauben an die eigene Stärke.

Kevin, Gratulation zum Sieg und deiner Leistung! Aber was war denn beim Gegentor los?
Tja, an einem guten Tag halte ich den vielleicht (lacht).

Spaß beiseite: Was war für dich der Knackpunkt für den Sieg nach Rückstand?
Wenn man in München 0:1 hinten liegt, ist es natürlich erstmal schwer. Wir haben aber mit dem Anstoß gleich einen Angriff gehabt, dann gab es Eckball, woraufhin das 1:1 gefallen ist. Von da an habe ich gemerkt, dass wir anfangen an uns zu glauben und nicht nur verteidigen. Bis dahin haben wir wirklich tief verteidigt, sind kaum in Ballbesitz gekommen und konnten selten durchatmen. Doch auf einmal hatten wir zwei Riesenchancen. In der Halbzeitpause haben wir uns gesagt: Wenn wir weiter so aktiv und mutig bleiben und dieses Selbstvertrauen haben, können wir mindestens einen Punkt mitnehmen.

Jeder hat einen großen Teil dazu beigetragen, nicht nur ich.

Kevin Trapp

Unter deinen zahlreichen Paraden ist eine gegen Robert Lewandowski besonders haften geblieben. Wie hält man so einen Ball aus fünf Metern?
Einfach ohne nachzudenken... Solche Dinge kann man nicht erklären. Ich weiß, dass ich in der Lage bin, sehr gute Leistungen zu bringen und bin froh, dass es dazu beigetragen hat, den Sieg einzufahren. Jeder hat einen großen Teil dazu beigetragen, nicht nur ich. Die ganze Mannschaft hat gefightet. Hinti hat sich trotz Schmerzen in der Schulter in jeden Ball geworfen, Ilse ebenso. Wir sind viel gelaufen, Tuta hat Krämpfe gehabt. Es war genau der Tag, den wir gebraucht haben, um hier gewinnen zu können.

Wie gut tut es, drei Tage nach dem 1:0 in Antwerpen ausgerechnet gegen die Bayern nachgelegt zu haben?
Wir haben schon zuvor oft gut gespielt und viele Möglichkeiten gehabt, Tore zu erzielen, die wir ausgelassen haben. Wenn man trotzdem nicht gewinnt, fühlt sich das immer wie ein Dämpfer an und die negativen überwiegen die guten Gefühle. Der erste Saisonsieg in Antwerpen war eine kleine Befreiung mit dem Treffer in der letzten Minute und ohne Gegentor. In München hatten wir relativ wenig zu verlieren, weil keiner an dich glaubt. Aber unser Trainer hat es zuvor richtig gesagt: Wir werden nicht hierherfahren, um Kaffee zu trinken, sondern um zu gewinnen. Die entsprechende Mentalität steckt in der Mannschaft. Natürlich benötigen dafür alle einen sehr guten Tag – und einen solchen hatten wir.

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