16.05.2022
Europapokal

Grabowski und Friedek: Hessische Spuren in Sevilla

Im Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán steigt am Mittwoch das Finale der UEFA Europa League. Zehn interessante und kuriose Fakten zum Finalstadion.

Der Name

Das Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán ist nach Ramón Sánchez-Pizjuán benannt, der von 1932 bis 1941 und von 1948 bis 1956 Präsident des FC Sevilla war. 

Der Spitzname

La Bombonera de Nervión. Dieser Spitzname bezieht sich einerseits auf ein Stadion in Buenos Aires, das Estadio Alberto J. Armando, genannt La Bombonera, andererseits auf den Namen des Stadions, das es ersetzte. Bis 1958 spielte der FC im Estadio Nervion.

„Der Jürgen“ im Pizjuán

Das Finale steht unter dem Motto „Mit dem Jürgen. Für den Jürgen“. Jürgen Grabowski hat hier 1970 gespielt, mit der Nationalmannschaft. Das Testspiel gegen die Spanier verloren die von Helmut Schön trainierten Deutschen 0:2. Es war das einzige Gastspiel einer deutschen Nationalmannschaft in Sevilla.

Die Kapazität

43.833 Zuschauer finden im Stadion Platz. Früher waren es bis zu 68.110 Zuschauer, unter anderem zur Zeit der Weltmeisterschaft 1982. Damals fanden zwei Spiele dort statt. Eins davon ging in die Geschichtsbücher ein…

Die Renovierungen

Erstmals 1974, dazu 1981 anlässlich der Weltmeisterschaft in Spanien ein Jahr später 1997 und 2015 bis 2020. Seit den vergangenen Maßnahmen zieren neben dem bestehenden Vereinsmosaik Spielerlegenden des Klubs die Außenhaut der Haupttribüne. Alle Sitze wurden in dieser Zeit erneuert und mit dem Klubslogan casta y coraje versehen.

Eine Szene für die Geschichtsbücher: Toni Schumacher fliegt gegen Patrick Battiston an.

Der Thriller von Sevilla

Das Halbfinale der WM 1982 zwischen Deutschland und Frankreich ist unter zwei Namen bekannt, der Thriller und die Nacht von Sevilla. Die epische Partie wurde erst nach Elfmeterschießen entschieden, zugunsten von Deutschland. Außerdem sorgte das Foul von Toni Schumacher an Patrick Battiston für Schlagzeilen.

Der dritte Platz im Sevilla-Ranking

Das Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán ist das drittgrößte Stadion der Stadt nach dem Estadio Benito Villamarín (60.721) von Lokalrivale Betis und dem Estadio de La Cartuja (bis zu 72.000). Letztgenanntes ist eine kurz vor der Jahrtausendwende entstandene Sportstätte mit Perspektive auf die Olympischen Spiele 2004 oder 2008 gebaut wurde – die aber nie in Sevilla stattfanden. So ist die Leichtathletik-WM im Jahr der Eröffnung 1999 das größte sportliche Highlight, was dieses Stadion gesehen hat. Immerhin hat hier auch ein Hesse triumphiert, Charles Friedek im Weitsprung.

Der Heimverein

Seit 1958 ist das Stadion die sportliche Heimat des FC Sevilla. Die Zuschauer kamen damit in den vergangenen Jahren in den Genuss großer Europapokalnächte. Vier Mal hat der FC bereits die UEFA Europa League für sich entscheiden können, fünf Mal ging es seit der Saison 2015/16 in die Champions League.

Die unglaubliche Natio-Serie

Die spanische Nationalmannschaft hat im Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán 25 Länderspiele absolviert – und dabei keine Niederlage kassiert. 20 Siegen, unter anderem gegen Argentinien, Deutschland, England, Niederlande, stehen fünf Remis gegenüber. Nie gab’s mehr als ein Gegentor.

Die Finalspiele

Erst einmal fand ein Endspiel eines UEFA-Wettbewerbs im Estadio Ramón Sánchez-Pizjuán statt. 1986 standen sich im Finale des Landesmeisterpokals Steaua Bukarest und der FC Barcelona gegenüber. Die Rumänen siegten 2:0 nach Elfmeterschießen, Steaua-Keeper Helmuth Duckadam hielt alle vier Elfmeter der Spanier.

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