23.08.2025
Bundesliga

„Guter erster Schritt“

Cheftrainer Dino Toppmöller, Ansgar Knauff und Jean-Mattéo Bahoya ordnen den 4:1-Sieg gegen Werder Bremen ein. Die Stimmen zum Spiel.

Cheftrainer Dino Toppmöller: Ich habe den Jungs vor dem Spiel gesagt, dass sie diese Vorfreude, die in allen dringesteckt hat vor dem Spiel und auch im Umfeld zu spüren war, auf den Platz zu bringen. Das haben wir von der ersten Sekunde gesehen. Sehr gut gefallen hat mir vor allem die Schärfe im Pressing und Gegenpressing. Was mir nicht gefallen hat, waren die zehn, 15 Minuten nach dem Anschlusstor, in denen wir nicht die Souveränität wie im Rest des Spiels hatten. Mit dem super Tor von Ansgar Knauff haben wir den Deckel drauf gemacht. Der Sieg war hinten raus sehr verdient. Es war ein guter erster Schritt und super Auftakt für uns – so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Nächste Woche haben wir das Auswärtsspiel gegen die TSG Hoffenheim vor der Brust, die in der Vorbereitung alles gewonnen und nun in Leverkusen gesiegt hat. Wie gesagt, es war ein guter erster Schritt, aber eben auch nur einer von 34. Es gilt, den Sieg richtig einzuordnen. Morgen ist er schon wieder Geschichte.

Ansgar Knauff: Wir haben von Anfang an das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben und eine gute Energie auf den Platz gebracht. Wir haben Bremen immer wieder gut unter Druck gesetzt und hatten gleich zu Beginn eine gute Torchance durch Jonny Burkardt. Daran haben wir angeknüpft und in der ersten Halbzeit zum richtigen Moment zugeschlagen, gleich zwei Tore gemacht. Nach der Pause haben wir direkt das 3:0 gemacht, aber ein blödes Gegentor kassiert, das individuell stark gemacht war von Njinmah. Mit den Wechseln kam nochmal Energie auf den Platz und wir haben das Ding sicher nach Hause gebracht. Ich freue mich, dem Team helfen zu können. Das Tor war, denke ich, wichtig, um Ruhe ins Spiel zu bringen. Ich bin bereit für mehr. Mit Ritsu Doan, Jean-Mattéo Bahoya und mir haben wir drei Flügelspieler, die alle ihre Qualitäten und in den ersten beiden Spielen getroffen haben. Wir pushen uns gegenseitig. Wir haben viele Spiele, alle werden ihre Chancen bekommen. Alle sind bereit, wenn sie gebraucht werden. Nach dem Spieltag ist immer irgendwo Luft nach oben. Nichtsdestotrotz waren wir mit voller Energie da, haben die Fans mitgenommen, nach vorne gespielt, gepresst, vier Tore geschossen und die ersten drei Punkte geholt. Daran müssen wir anknüpfen und nächste Woche weitermachen.

Jean-Mattéo Bahoya: Ich bin sehr happy über die zwei Tore und natürlich, dass wir gewonnen haben. Hoffentlich können wir so nächste Woche weitermachen. Vielleicht war es meine beste Leistung in Frankfurt. Ich habe mit viel Energie, Speed und Selbstvertrauen gespielt und hoffe, dass es nur der Beginn war. Ich liebe es, mit Can Uzun zu spielen. Er spielt sehr gut, kennt mich und sieht, ob er mich besser anspielen oder gehen kann. Zum ersten Mal sind mir zwei Tore in einem Spiel gelungen, das ist ein wunderbares Gefühl. Ich habe den Raum und die Freiheit, meinen Fußball zu zeigen. So hoffe ich, dass ich noch mehr Tore diese Saison schießen kann. Ich bin nicht der beste Kopfballspieler, aber ich habe geübt.

Horst Steffen (Cheftrainer SV Werder Bremen): Es ist ein verdienter Sieg für die Eintracht, auch wenn wir gute Phasen hatten. Wir waren in einigen Spielsituationen auf Augenhöhe, konnten das aber nicht ausnutzen. Wenn der Gegner Chancen bekommt, hat er Qualität. Die hat er gezeigt. Nach dem 0:2 hatten wir nicht mehr so viel Überzeugung in den Situationen. Das 0:3 haben wir wieder selbst mitverschuldet. Die Reaktion danach war sehr gut und wir hatten eine Phase, in der wir präsent waren, Zweikämpfe gewonnen haben und besser in der Balleroberung waren. Je länger das Spiel gedauert hat, desto mehr Räume gab es für den Gegner. Dann kriegen wir genau dadurch das 1:4 und die Partie war gelaufen.