27.06.2020
Bundesliga

Guter Wille und etwas Spannung

Die Eintracht schießt am 34. Spieltag gegen Paderborn eine 3:0-Führung heraus, doch die Gäste kommen nochmal auf 3:2 zurück. Die drei Punkte sind gleichbedeutend mit Platz neun.

Ausgangssituation: Mit Respekt und Anstand

Das 34. Saisonspiel sollte für den bereits als Absteiger feststehenden SC Paderborn 07 zugleich bis auf Weiteres die letzte Bundesligabegegnung sein. Entsprechend hielt sich die sportliche Bedeutung in Grenzen, auf der anderen Seite erklärte sich der Wunsch der seit 14 Partien sieglosen Gäste, sich mit Anstand aus dem Oberhaus zu verabschieden von selbst. Umgekehrt blieb das Ziel der Eintracht, sich in der oberen Tabellenhälfte zu behaupten genauso unumstößlich wie das Vorhaben, Jonathan de Guzman, Gelson Fernandes und Marco Russ einen anständigen Abschied zu ermöglichen.

Personal: Abschiede und Rückkehrer

Wie angekündigt fand sich das Trio, deren Verträge zum Saisonende auslaufen, genauso im Kader wieder wie der seit drei Wochen wieder im Mannschaftstraining befindliche Goncalo Paciencia. Ohnehin stand Adi Hütter im 54. Spiel 2019/20 jeder Akteur zur Verfügung. Einzig Makoto Hasebe hatte sich in Japan einem Eingriff im Knie unterzogen, um zum Trainingsstart wieder zur Verfügung zu stehen. Auf dem Rasen fand sich im Vergleich zum 1:1 in Köln eine auf fünf Positionen veränderte Elf wieder. Kevin Trapp kehrte für Frederik Rönnow ins Tor zurück, Abraham ersetzte Stefan Ilsanker, außerdem kam Daichi Kamada nach abgesessener Gelbsperre für Lucas Torró ins Team und somit ein offensiver für einen defensiven Mittelfeldspieler. Nicht zuletzt starteten Danny da Costa und Dominik Kohr positionsgetreu für Timothy Chandler und Djibril Sow.

Keine Zwänge, Eintracht zwingender

Den Umständen geschuldet, nichts zu verlieren, aber etwas gewinnen zu können, verlegten sich beide Seiten erst gar nicht aufs Taktieren, sondern suchten nach Möglichkeit den kürzesten Weg nach vorne, wobei die Hausherren bei ihren Aktionen mehr Zug zum Tor entwickelten. Nachdem eine scharfe Hereingabe von Dominik Kohr aus dem rechten Halbfeld noch Bas Dost wie André Silva verpasst hatten (4.), war kurz darauf Kohrs Nebenmann im defensiven Mittelfeld zur Stelle, als Laurent Jans und Abdelhamid Sabiri zusammenrasselten und Sebastian Rode die Kugel von der Strafraumkante in die Maschen schlenzte (9.). Die als anfälligste Defensive der Bundesliga angereisten Ostwestfalen ließen sich vom frühen Rückschlag nicht beeindrucken und kamen in aussichtsreicher Position durch den gebürtigen Frankfurter Sabiri (18.) sowie Mohamed Dräger (30.) zum Abschluss, die aber beide verzogen. Effizienter dagegen die Eintracht, indem sich da Costa per Doppelpass mit Kamada über die rechte Außenbahn in den Strafraum durchtankte und in der Mitte Silva fand, der aus nächster Nähe zum 2:0 einschob (32.).

Keine Zwänge, Eintracht zwingender

Den Umständen geschuldet, nichts zu verlieren, aber etwas gewinnen zu können, verlegten sich beide Seiten erst gar nicht aufs Taktieren, sondern suchten nach Möglichkeit den kürzesten Weg nach vorne, wobei die Hausherren bei ihren Aktionen mehr Zug zum Tor entwickelten. Nachdem eine scharfe Hereingabe von Dominik Kohr aus dem rechten Halbfeld noch Bas Dost wie André Silva verpasst hatten (4.), war kurz darauf Kohrs Nebenmann im defensiven Mittelfeld zur Stelle, als Laurent Jans und Abdelhamid Sabiri zusammenrasselten und Sebastian Rode die Kugel von der Strafraumkante in die Maschen schlenzte (9.). Die als anfälligste Defensive der Bundesliga angereisten Ostwestfalen ließen sich vom frühen Rückschlag nicht beeindrucken und kamen in aussichtsreicher Position durch den gebürtigen Frankfurter Sabiri (18.) sowie Mohamed Dräger (30.) zum Abschluss, die aber beide verzogen. Effizienter dagegen die Eintracht, indem sich da Costa per Doppelpass mit Kamada über die rechte Außenbahn in den Strafraum durchtankte und in der Mitte Silva fand, der aus nächster Nähe zum 2:0 einschob (32.).

Dost legt nach, Dräger und Michel verkürzen

Die Kabinen wieder verlassen, blieben die Hessen durchweg im Vorwärtsgang, was alsbald im 3:0 durch Dost mündete, als der Niederländer nach Zuspiel der auf der rechten Seite freigespielten Dominik Kohrs unbedrängt sein achtes Saisontor erzielen konnte (52.). Kaum waren die Jubelstürme verstummt, durfte sich auf einmal der gleichzeitige Auf- und Absteiger feiern lassen, als Dräger nach einer Parade Kevin Trapps im zweiten Versuch von der rechten Seite an den langen Pfosten gerauscht kam und eher unbehelligt auf 3:1 verkürzte (55.). Auf der anderen Seite preschte Kohr einmal mehr über die etwas luftige Paderborner linke Abwehrseite durch, aber Leopold Zingerle war auf seinem Posten (68.). Als die Saison 2019/20 endgültig auszutrudeln schien, kamen die Gäste nach einer Frankfurter Ecke zu einem unverhofften Konter, den Sven Michel zum 3:2-Anschluss vollendete (75.). In der Nachspielzeit hätte der eingewechselte Jonathan de Guzman beinahe zur Vorentscheidung beigetragen, sein fester Querpass blieb aber in der neongelben Abwehr hängen (90. + 1). Der vermeintliche Ausgleich fiel im Gegenzug aus deutlicher Abseitsstellung und zählte folgerichtig nicht (90. + 4).

Erst viel Wirbel, dann laues Lüftchen

Eintracht Frankfurt präsentiert sich im 54. Pflichtspiel dieser Saison nochmal spielfreudig und weitgehend effizient, ehe die Adler auf der Zielgeraden das Zepter aus der Hand geben. Der Spielverlauf spiegelt sich auch in den Zwischenständen wider. Was zählt, ist am Ende Platz neun und die in der Gesamtbetrachtung mehr als verdiente vierwöchige Sommerpause.

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