Sportvorstand Markus Krösche: Es war wie erwartet ein kampfbetontes Spiel. Wir geraten in Rückstand, mussten dann noch mehr aufwenden und sind gut zurückgekommen, in dem wir den Kampf angenommen haben. Der Gegentreffer zum 2:2 war extrem unnötig. Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das wir brauchten. Wenn du über die Liga nächstes Jahr international dabei sein möchtest, musst du das Spiel gewinnen. Leider bringen wir das Spiel nicht zu Ende. Wir müssen das dritte Tor machen und dürfen den Ausgleich nicht kassieren. Dann reicht es eben nicht, um oben mitzuspielen.
Cheftrainer Oliver Glasner: Das war für uns ein Déjà-vu der vergangenen Auswärtsspiele. Wenn du mit 0:1 in hitziger Atmosphäre hintenliegst, wird’s nochmal schwieriger. Wir haben eine gute Reaktion gezeigt, haben immer wieder nach vorne gespielt und den Ausgleich erzielt. Es war eine Energieleistung gegen einen Gegner, der ums sportliche Überleben kämpft. Ärgerlich ist dann, dass wir mit einfachen Fehlern den Sieg herschenken. Wir haben wieder zwei Tore erzielt, sind wieder zurückgekommen, haben uns aber nicht belohnt. Wir haben alles gegeben gegen einen hochmotivierten Gegner. Ich habe Respekt vor der Mannschaft, wie sie gefightet hat. Wir müssen das Ergebnis akzeptieren. Insgesamt haben wir auswärts zu viele Gegentore bekommen, um auch mal drei Punkte mitzunehmen.
Schade, weil wir zum Schluss nicht clever genug waren, um drei Punkte mitzunehmen.
Djibril Sow
Sebastian Rode: Es war ein brutal intensives Spiel, gerade in der zweiten Halbzeit. Wir waren länger 2:1 in Führung, verlieren dann aber durch eine falsche Entscheidung den Ball, anstatt ihn einfach wegzuschießen. Aber kein Vorwurf an Almamy, das ist auch eine Sache von Spielpraxis. Bei dieser Atmosphäre war es nicht einfach. Für Schalke geht es ums Überleben. Aber wir haben uns gut reingekämpft nach dem frühen 0:1 durch diesen ärgerlichen Freistoß und eigentlich ein gutes Spiel gemacht – gerade auch nach vorne. Doch in den entscheidenden Momenten hat etwas gefehlt. Schade, so steht es 2:2 am Ende. Das ist vielleicht zu wenig, um Europa über die Liga zu erreichen. Wir müssen auf die Ergebnisse der anderen hoffen und unsere Hausaufgaben gegen Freiburg machen. Den Rest können wir nicht mehr beeinflussen.
Djibril Sow: Man hat von der ersten Minute an gemerkt, dass es für den FC Schalke 04 wie ein Finale war. Es war schwer, die Schalker haben uns alles abverlangt, waren nach Eckbällen und Freistößen immer gefährlich. Dennoch sind wir immer besser ins Spiel gekommen und haben die Räume gut genutzt. Am Ende haben wir sogar noch eine Riesenmöglichkeit zum Sieg. Schalke hat wirklich alles reingeworfen, mit vielen Flanken. Das ist nicht immer einfach zu verteidigen. Trotzdem ist es schade, weil wir zum Schluss nicht clever genug waren, um drei Punkte mitzunehmen.
Thomas Reis (Cheftrainer FC Schalke 04): Es herrscht große Enttäuschung bei uns, weil wir alle gehofft hatten, drei Punkte hier zu behalten. Wir sind gut reingekommen mit dem 1:0. Dann wurde es hektisch von unserer Seite, wir haben keine Ruhe in die Partie reinbekommen. Das Tor zum 1:1 war ein ärgerlicher Gegentreffer, denn das war ein Foul vorher. Wir hätten es aber locker verteidigen können. In der zweiten Halbzeit geht die Eintracht durch unseren Fehler mit 2:1 in Führung. Respekt, dass meine Mannschaft alles versucht hat. Energetisch war das sehr gut bis zum Ende. Leider hat es nicht gereicht. Nächste Woche werden wir wissen, was dieser Punkt wert ist.