Lilian Brassier über …
… seinen Start in Frankfurt: Die ersten Tage sind super verlaufen. Ich fühle mich sehr, sehr wohl und bin froh, dass ich hier bin. Wir haben in der vergangenen Woche viel gearbeitet und befinden uns jetzt in der Vorbereitungswoche auf das kommende Spiel.
… seine Spielweise: Ich liebe es, Zweikämpfe zu führen und diese weitgehend zu gewinnen. Ich denke, ich kann auch einen guten Ball hinten rausspielen. Aber diese Zweikampfstärke und Mentalität, die ich versuche, auf die Mannschaft zu übertragen, zeichnen mich am meisten aus. Man muss auch mal eklig im Zweikampf sein, unabhängig von der Position. In dieser Hinsicht kann ich der Mannschaft am meisten helfen. Ob als ausgemachter Führungsspieler oder nicht, ist für mich unwichtig. Diesen Anspruch erhebe ich nicht. Wenn meine Attribute es ergeben, dass ich Führungsaufgaben übernehme und das der Mannschaft hilft, umso besser. Ich war schon immer ein Kämpfer.
Die komplette Pressekonferenz zum Nachhören
… die Gründe für seinen Wechsel: Ich habe meine Profikarriere vor sieben Jahren in Frankreich gestartet und bin froh, diese Möglichkeit endlich wahrnehmen zu dürfen, in die Bundesliga zu wechseln. Neues Land, neuer Wettbewerb. Würde ich zurückblicken und nie außerhalb Frankreichs gespielt haben, hätte ich das wahrscheinlich schade gefunden. Darüber hinaus haben in der Vergangenheit viele Franzosen für Eintracht Frankfurt gespielt, weshalb ich den Verein schon verfolgt habe. Der Klub ist sehr ambitioniert und war zuletzt in allen internationalen Wettbewerben vertreten. Ich möchte dazu beitragen, mit Eintracht Frankfurt dorthin zurückzukehren.
… die Tatsache, noch nie Rot gesehen zu haben: Ich behaupte, ich kann diese Umstände ganz gut kontrollieren. Mit einer Roten Karte helfe ich der Mannschaft nicht (lacht). Ich möchte hart und präsent agieren, vielleicht auch mal auf Kosten einer Gelben Karte. Aber ich möchte meine Kollegen nicht bestrafen, indem ich vom Platz muss.
… Cheftrainer Adi Hütter: Wir pflegen ein gutes Verhältnis und kennen uns seit der Zeit, als er Trainer in Monaco war. Das Schicksal hat es so gewollt, dass wir uns in Frankfurt wiedertreffen.
… Unterschiede zwischen Bundesliga und Ligue 1: Allgemein betrachte ich die Bundesliga als sehr offensivgeprägt – ein bisschen vergleichbar mit der Premier League. Diesen Stil wollte ich gerne kennenlernen. Ich habe zwar erst ein Spiel absolviert, mein erster Eindruck war dennoch sofort, dass es hier weniger Pässe nach hinten gibt als in Frankreich. Wenn der Pass nach vorne geht, heißt das in der Regel, dass man versucht, den Angriff schneller und zielgerichteter vorzutragen.
… seine Position: Es stimmt, dass ich früher mal Linksverteidiger gespielt habe, aber eher, um auszuhelfen, wenn ein Spieler verletzt oder gesperrt war. Ich präferiere die Innenverteidigung, sei es in einer Dreier- oder Viererkette. Im Zentrum bin ich anpassungsfähig und sehe meine Stärken im Verteidigungsverhalten.

