08.03.2026
Bundesliga

„Intensives Spiel“

Markus Krösche, Albert Riera, Jonathan Burkardt, Nnamdi Collins und Aurèle Amenda fassen das 0:0 auf St. Pauli unisono zusammen: „Viel Kontrolle, aber wenige Chancen.“ Die Stimmen zum Spiel.

Sportvorstand Markus Krösche: Wir haben zu wenig Durchschlagskraft erzeugt und von hinten raus etwas zu langsam Fußball gespielt. Deshalb müssen wir leider mit dem einen Punkt leben. Wenn man die restlichen Ergebnisse an diesem Spieltag sieht, hätten wir sehr gerne drei Punkte mitgenommen, entsprechend muss man sagen, dass es zwei verlorene Zähler sind. Im letzten Drittel haben wir uns nicht durchgesetzt und zu wenige Chancen herausgespielt. Das liegt zum einen am Gegner, zum anderen aber auch daran, dass wir vor der Kette falsche Entscheidungen getroffen haben – der letzte oder vorletzte Ball ist nicht gekommen. Daran müssen arbeiten, wenn wir auf Teams treffen, die so tief verteidigen. Dann werden wir uns deutlich mehr Möglichkeiten herausspielen. Wir hatten zu lange Kontaktzeiten und hätten noch zielstrebiger und schneller nach vorne spielen müssen. So war es dann zu einfach für St. Pauli, die Räume zu schließen. Im Großen und Ganzen hatten wir viel Kontrolle, haben das Spiel mit Ball dominiert und haben wenige Umschaltmomente zugelassen – wir hatten aber auch etwas Glück bei den Pfostentreffern. Wir müssen einfach effektiver sein und mehr Chancen herausspielen.

Cheftrainer Albert Riera: Defensiv standen wir weitgehend gut, dort machen wir Fortschritte, wir haben zum zweiten Mal in Folge zu null gespielt. Um Spiele zu gewinnen, dürfen wir in erster Linie keine Gegentore kassieren. Mit dem Ball müssen wir es aber einfach besser machen, wir hatten zu viele Kontakte und haben nicht schnell genug gespielt. Wir müssen mit maximal zwei Kontakte den offenen Mann finden. Ich bin mir sicher, dass wir es im nächsten Spiel wieder besser machen werden. Ich habe meinen Spielern gesagt, dass wir offensiv zu weit weg von dem waren, zu was wir mit dem Ball im Stande sind. Gegen mittelhohe und tiefe Blocks müssen wir einfach schneller passen. Ich erwarte keine 90 Prozent Passquote, vielmehr, dass wir mehr ins Risiko gehen. Das ist eine Frage der Entwicklung. Wie jedes Spiel war auch dieses schwierig. Aber ich bin nicht unzufrieden, denn – wie ich vom ersten Tag an fordere –, haben erneut Haltung, Einstellung und Energie gestimmt. Das ist das Minimum. Mit der Einstellung meiner Jungs bin ich zufrieden, man darf nicht hier nach St. Pauli kommen und in Sachen Einsatz und Leidenschaft nachlassen. Wir haben alles gegeben, aber nicht gewonnen.

Jonathan Burkardt: Wir hätten definitiv gerne gewonnen, wissen aber auch, dass St. Pauli gerade zu Hause enorme Qualität hat. Es war sehr, sehr unangenehm und ein ausgeglichenes Spiel. Das 0:0 geht am Ende in Ordnung. Ich wäre gerne zu mehr Chancen gekommen und mehr am Ball gewesen. So Tage gibt es manchmal. Wir haben viel außen rum und horizontal gespielt, aber es nicht geschafft, richtig gefährlich in den Sechzehner zu kommen. Ein paar Tiefenläufe und Flanken haben gefehlt. Wir hatten viel Kontrolle, aber wenige Chancen. Es war nicht einfach, den Punkt nehmen wir mit. Wir werden schauen, was wir besser machen können.

Nnamdi Collins: Es war definitiv ein intensives Spiel. Die Tabelle sagt nichts über die Leistungsstärke von St. Pauli aus, das hat man gesehen. Sie haben alles reingeworfen, so wie wir es erwartet hatten. Uns war klar, was hier auf uns zu kommt, gerade auswärts. Wir haben viel probiert, gerade gegen Ende stand der Gegner sehr tief. Aber das können wir besser lösen und das müssen wir auch, wenn wir drei Punkte holen wollen. Wir sind unzufrieden mit dem Unentschieden. Allerdings haben wir kein Gegentor kassiert. Darauf können wir aufbauen.

Aurèle Amenda: Viele Zweikämpfe und lange Bälle, wenige Chancen. Defensiv waren wir solide. Auch unsere Stürmer und Mittelfeldspieler haben daran ihren Anteil. Nach vorne wollten wir mehr machen. Wir brauchen mehr Läufe in die Tiefe und müssen hungrig auf Tore bleiben. Das werden wir nächste Woche trainieren. Wir wollten unbedingt gewinnen nach einer guten Trainingswoche. Es spielt immer auch ein Gegner mit, St. Pauli hat gut im Zentrum verteidigt. Am Samstag zu Hause gegen Heidenheim möchten wir unseren Fans wieder einen Sieg schenken.

Alexander Blessin (Cheftrainer FC St. Pauli): Wir können schon froh sein, den Punkt nehmen wir mit und der hilft uns auch. Aber gerade in der ersten Halbzeit ging sehr vieles auf. Wir hatten richtig gute Ballgewinne und zwei Pfostenschüsse, als wir gut und gerne in Führung gehen können. Auf der anderen Seite habe ich vor der Pause nicht viele Chancen gesehen. In den nicht torgefährlichen Räumen konnten wir die Eintracht spielen lassen. In der zweiten Halbzeit hat uns ein bisschen Entlastung gefehlt. Das war auch der Energie geschuldet, die wir aufwenden mussten, um jeden Schritt des Gegners mitzumachen. Die Frankfurter Tiefenläufe hatten wir relativ gut im Griff. Ich bleibe auf der Euphoriebremse, wir haben noch neun Endspiele.