20.02.2014

JAAAAAAA! Nach 0:2 noch 2:2!

Die Eintracht konnte sich in Porto eine sehr gute Ausgangsbasis für das Rückspiel des Sechzehntelfinales verschaffen. Nach Toren von Quaresma (44.) und Varela (68.) sah zunächst alles nach einem Heimsieg für Porto aus. Doch innerhalb von fünf Minuten glich die SGE den Rückstand durch Treffer von Joselu (72.) und Alex Sandro (Eigentor, 77.) aus.

Nachdem Armin Veh in der Bundesliga zuletzt ein paar Spieler geschont hatte, nahm er gegen Porto sechs personelle Änderungen in der Startaufstellung vor. Neu ins Team rückten Zambrano und Oczipka (als Innen- bzw. Linksverteidiger), Rode, Schwegler, Flum (Mittelfeld) und Joselu (Sturm). Neben den genannten sechs Spielern liefen Trapp (im Tor), Madlung (in der Innenverteidigung), Jung (als Rechtsverteidiger), Russ (im defensiven Mittelfeld) und Meier (als hängende Spitze) auf.

Die erste gute Chance des Spiels hatte Porto in der 7. Minute, als der Stürmer-Star der Portuenser, Jackson, eine Marela-Flanke im Strafraum verfehlte. In der 10. Minute kam Joselu im gegnerischen Strafraum zu einem Kopfball, der jedoch von Schiedsrichter Jug aus Slowenien wegen Aufstützens abgepfiffen wurde. Noch in der gleichen Minute setzte der Spielmacher der Gastgeber, Josué, einen Schuss aus etwa 20 Metern über Trapps Kasten.

Chancenplus für Porto

Ein paar Minuten später verlängerte Jackson eine Flanke von links – der Frankfurter Keeper hatte jedoch aufgepasst und konnte vor einem Portuenser klären (15.). Eine Minute später hämmerte Quaresma einen Gewaltschuss von der linken Strafraumgrenze über das Tor der Gäste. Eine noch bessere Chance hatten die Hausherren, als Jackson im SGE-Strafraum einen Pass stoppte und aus zentraler Position sofort einen Drehschuss abfeuerte. Trapp konnte den flach geschossenen Ball jedoch abwehren (17.). Drei Minuten später verfehlte Quaresma das Frankfurter Tor erneut – diesmal schoss er links vorbei.

Das angesprochene Chancen-Plus legt es schon nahe: Die favorisierten Portugiesen waren die spielbestimmende Mannschaft in den ersten 20 Minuten. Bei einsetzendem Regen kam die SGE sodann zu einem Entlastungsangriff: Jung knallte den Ball mit seinem linken Fuß von der Strafraumgrenze jedoch über Heltons Tor (23.).

Fast im direkten Gegenzug drosch Alex Sandro das Leder in die Arme von Trapp (24.). Nur zwei Minuten später hatte die SGE ihre bis dato wohl beste Chance: Rode drang in den gegnerischen Strafraum ein und schoss aus etwa 15 Metern flach ins linke untere Eck – der Portuenser Keeper war jedoch auf seinem Posten. Schade! Aber sei’s drum: Das Spiel war durchaus unterhaltsam, und die mitgereisten Eintracht-Fans (es dürften deutlich mehr als 4.000 gewesen sein) sorgten für beste Stimmung.

Kurz vor der Pause gehen die Gastgeber in Führung

Nach einer halben Stunde konnten die Gastgeber einen Doppelpass zwischen Joselu und Flum nur mit einem Foul unterbinden. Den Freistoß von der linken Strafraumgrenze trat Schwegler – allerdings knapp am Tor vorbei. Noch knapper schoss kurz danach Jackson am SGE-Tor vorbei: Der Porto-Stürmer hatte den Ball sehenswert angenommen und sich blitzschnell in eine gute Schussposition an der Eintracht-Strafraumgrenze gebracht (33.). Vier Minuten später pflückte Trapp einen Quaresma-Freistoß aus dem Halbfeld sicher herunter. Der amtierende portugiesische Meister agierte in dieser Phase der Partie nicht mehr ganz so druckvoll, was freilich an der aufmerksamen Defensiv-Leistung der Hessen lag. In der 42. Minute faustete Helton eine Flanke von Flum weg. Nur eine Minute später versuchte Joselu einen Fallrückzieher, als eine Flanke in seinen Rücken flog, traf den Ball jedoch nicht richtig.

Wiederum nur eine Minute später fiel dann der erste Treffer der Partie – leider für Porto. Quaresma hatte den Ball erobert und ihn von der linken Strafraumgrenze perfekt platziert ins lange Eck geschossen. Für Trapp unhaltbar prallte der Ball vom Innenpfosten ins Tor – 0:1 aus Eintracht-Sicht (44.). Mit diesem Ergebnis endete die erste Halbzeit. Der späte Treffer war aus Frankfurter Sicht natürlich unglücklich – insgesamt hatte die SGE gut mitgehalten, nur richtig zwingende Offensiv-Aktionen fehlten.

2. Durchgang

Beide Mannschaften starteten unverändert in die zweite Halbzeit. Ein Freistoß von Schwegler in der 47. Minute konnte von der gegnerischen Defensive geklärt werden. Auf der anderen Seite blockte die Eintracht-Abwehr einen Schuss von Josué (49.). Zwei Minuten später zirkelte Oczipka einen Freistoß auf Joselu, der aus etwa 8 Metern aufs Tor köpfte. Helton hielt jedoch sicher. In der 52. Minute flankte Oczipka aus dem Spiel heraus in den Strafraum der Hausherren. Diesmal kam Russ zum Kopfball, doch Helton bewies sich erneut als sicherer Rückhalt seines Teams.

Fünf Minuten später köpfte Jackson einen hohen Ball nur knapp an Trapps Tor vorbei – Glück gehabt. In der 60. Minute wurde Jackson von Varela im Strafraum flach bedient, setzte den Ball jedoch abermals knapp am Tor vorbei. Frankfurt bemühte sich zwar, etwas offensiver zu agieren und einen im Europapokal häufig wichtigen Auswärtstreffer zu erzielen. Allerdings wollte die SGE natürlich unbedingt vermeiden, einen Konter zu fangen, weswegen sie nicht alles nach vorne warf.

Porto legt nach, doch die Eintracht kann verkürzen

In der 68. Minute klingelte es leider zum zweiten Mal im Kasten der Eintracht. Nach einem Freistoß von Quaresma aus dem Halbfeld kam es zu einem Kopfballduell im Strafraum der SGE. Der Ball gelangte zu Maicon an der rechten Grenze des Fünfmeterraums, der die Kugel sofort auf den in der Mitte freien Varela weiterleitete. Der hatte keine Probleme, zum 0:2 aus Eintracht-Sicht zu vollstrecken (68.).

Auf Seiten der Eintracht kam sodann Barnetta für Rode (71.), und plötzlich klingelte es auch im Kasten der Hausherren. Was war passiert? Nach einer Flum-Flanke konnten die Portuenser den Ball nicht klären – er kullerte vor die Füße von Joselu, der aus etwa 22 Metern sofort abzog. Der Eintracht-Stürmer hatte den Ball mit seinem rechten Fuß brillant getroffen, er schlug wuchtig im Tor ein (72.). Kurz danach lenkte Trapp einen Eckball über die Latte und fing einen Fernschuss (74.).

Der SGE gelingt der Ausgleich

Und dann… …lag der Ball auf einmal schon wieder im Tor des FC Porto. Nach einem Eckball herrschte Chaos im Strafraum der Hausherren. Russ beförderte den halbhohen Ball irgendwie Richtung Tor, wo Alex Sandro im Sprung klären wollte, den Ball allerdings an die Unterkante der Latte drosch, von wo er hinter die Linie sprang – 2:2 (77.).

In der 85. Minute bekam Porto einen Freistoß kurz vor der Strafraumgrenze zugesprochen. Quaresmas Schuss blieb jedoch in der Mauer hängen. Wirklich hochkarätige Torchancen konnte sich Porto in der Endphase der Partie kaum noch herausspielen, der Ausgleich hatte sichtlich Spuren hinterlassen. In der 88. Minute brachte Armin Veh Lanig für Flum. Kurz danach scheiterte der eingewechselte Ghilas aus kurzer Distanz. Auf Seiten der SGE kam dann noch Aigner für Joselu (90.+2). Anschließend pfiff Schiedsrichter Jug die Begegnung ab.

Fazit

Vor etwa 30.000 Zuschauern im Drachenstadion zu Porto konnte sich die Frankfurter Eintracht eine sehr gute Ausgangsbasis für das Rückspiel verschaffen. Nach einem unglücklichen Gegentreffer in der Endphase der ersten Hälfte musste die Eintracht in der Mitte des zweiten Durchgangs zwar auch das 0:2 hinnehmen, fand jedoch dank eines Fernschuss-Hammers von Joselu zurück ins Spiel und erwurschtelte sich sogar noch den Ausgleich. Herzlichen Glückwunsch dazu! In einer Woche, am 27. Februar, treffen sich Frankfurt und Porto zum Rückspiel in der Commerzbank-Arena. Für Spannung ist gesorgt.