Nach dem torlosen Remis beim FC St. Pauli veränderte Cheftrainer Albert Riera seine Mannschaft gegen Heidenheim auf zwei Positionen. Neu in der Startfeld fanden sich Ayoube Amaimouni-Echghouyab und Ritsu Doan, dafür rotierten Jonathan Burkardt und Oscar Højlund auf die Bank. Bei den Gästen aus Heidenheim brachte Trainer Frank Schmidt in der Startaufstellung drei Neue, während mit Diant Ramaj ein alter Bekannter beim Tabellenletzten zwischen den Pfosten stand.
Zähe Angelegenheit
So grau wie das Wetter an diesem Samstagnachmittag präsentierte sich zunächst auch diese Partie, die Eintracht mit sehr viel Ballbesitz gegen den vor allem auf eine stabile Defensive bedachten Tabellenletzten. Die Hausherren hatten in der 13. Minute die erste gute Torchance durch Hugo Larsson, der von halb rechts Ramaj im Gästetor prüfte. Fünf Minuten später erlief Amaimouni-Echghouyab einen langen Ball und suchte mit einer scharfen Hereingabe in der Mitte den im Zentrum aufgebotenen Arnaud Kalimuendo, der jedoch knapp verpasste.
Es sollte für längere Zeit die letzte gefährliche Szene vor einem der beiden Tore bleiben, ehe die Eintracht zum Ende des ersten Durchgangs hin noch mal etwas mehr Zug in ihre Offensivaktionen bekam. Beste Szene war dabei eine von Farès Chaibi scharf an den kurzen Pfosten geschlagene Ecke, die jedoch gerade noch geklärt wurde (43.). Somit ging es pünktlich und torlos in die Halbzeitpause. In den ersten 45 Minuten verzeichnete Frankfurt 76 Prozent Ballbesitz und vier zu null Torschüsse, die zündende Idee fehlte jedoch.
Kalimuendo belohnt schwungvolle SGE
Ohne personelle Änderung, dafür mit deutlich mehr Schwung kamen die Adlerträger aus der Pause und suchten sogleich ihr Heil in der Offensive. Dabei kam zuerst Ritsu Doan zu zwei Abschlüssen, die jedoch noch nicht ihr Ziel fanden (49., 50.). Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld in der 53. Minute ließ Kalimuendo dann den Knoten platzen: Der zunächst kurz ausgeführte ruhende Ball wurde hoch in den Strafraum gespielt, wo Robin Koch höher stieg als sein Gegenspieler. Die Ablage versenkte der Franzose artistisch zur 1:0 Führung.
Mit der Führung im Rücken blieb die Riera-Elf erst einmal spielbestimmend um kam durch einen Kopfball von Chaibi zu einer weiteren guten Chancen, die Ramaj aber stark parierte (60.). Nachdem FCH-Coach Schmidt zwei frische Angreifer gebracht hatte, traten erstmals in diesem Duell auch die Gäste offensiv in Erscheinung und erzielten prompt den vermeintlichen Ausgleich durch den eingewechselten Sirlord Conteh, der beim Zuspiel jedoch hauchzart im Abseits stand (68.). Der VAR schaltete sich ein, weiterhin 1:0. Die Eintracht war nun gewarnt, musste aber erstmal eine weitere Chance der Heidenheimer zuzulassen. Der Abschluss von Dinkci ging allerdings über das Tor von Michael Zetterer (73.). Nur eine Minute später sah Kapitän Robin Koch wegen wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte, die Adlerträger machten für den Rest der Partie in Unterzahl weiter.
Trotz einem Mann weniger auf dem Feld gehörten die nächsten Chancen der Eintracht. Nach einem Frankfurter Konter in Minute 79 rettete abermals Ramaj in höchster Not gegen Amaimouni-Echghouyab. Ein Dreifachwechsel der Eintracht läutete die Schlussphase ein: Elias Baum, Ellyes Skhiri und Jonathan Burkardt warne nun mit von der Partie.
Die Null steht erneut
Wenig später kam Doan nach einem weiteren Konter und flachem Zuspiel von der linken Seite zum Torschuss, wurde dabei aber von seinem Gegenspieler geblockt (82.). Heidenheim klappte das Visier nun endgültig nach oben, doch die Eintracht verteidigte in Unterzahl weiterhin entschlossen und brachte den knappen Sieg über die Zeit. Damit bleiben die Adler unter Cheftrainer Albert Riera in Heimspielen weiter ohne Gegentor.

