13.08.2022
Bundesliga

Kamada trifft beim Remis in Berlin

Die Eintracht steigert sich nach dem 0:1 zur Pause und sichert durch das Tor des Japaners (48.) den ersten Punkt der Saison.

Die Partie begann mit einer imposanten Hertha-Choreo, während der Gästeblock in den ersten rund 20 Minuten noch nicht voll gefüllt war. Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann löste in der Halbzeitpause bei Sky auf, sprach von einem Verkehrsproblem der Fans.

Probleme auf dem Platz hatte unterdessen die Eintracht, es fehlte an Tempo gegen die tief stehenden Herthaner. Zwar verbuchten die Adlerträger vor der Pause rund 65 Prozent Ballbesitz, aber viel zu selten in der gefährlichen Zone. Dazu kam der frühe, Axel Hellmann sprach von Nackenschlag, der den Gastgebern in die Karten spielte: Nicht mal drei Minuten waren gespielt, als nach einem unnötigen Ballverlust Lukebakio von der rechten Seite ungestört flanken konnte und der Ex-Schalke Suat Serdar sein erstes Kopfballtor in der Bundesliga seit drei Jahren erzielte, weil er sich gegen Knauff im Luftduell behauptete.

Die Eintracht schaffte es viel zu selten, im 3-5-2-System Lücken in die kompakte Hertha-Abwehr zu reißen. Gelegenheiten für die Eintracht waren so vor der Pause Mangelware. Zweimal Kamada, der es hätte selbst machen können, dann quer auf Alario legte, der wiederum frei vergab (7.), dazu sein Schuss mit zu viel Rücklage drüber (42.) – das war’s bis zur Pause. Die Hertha versuchte unterdessen, die Räume, die die Adlerträger ihnen zu viel gaben, zu bespielen. Die größte Möglichkeit zum 2:0 hatte Kanga, der, bestens per flacher Flanke von Mittelstädt bedient, aus fünf Metern weit drüber schoss und im Anschluss einen Platzfehler beklagte. Trapp musste einige Bälle fangen, auch gegen Ejuke war er auf dem Posten (42.). Beim Gegentor war er machtlos.

Jubel über den Ausgleich beim Torschützen und dem Vorlagengeber: Daichi Kamada und Randal Kolo Muani.

Die Eintracht kam wesentlich besser aus der Kabine und zeigte sich wie ausgewechselt. Das lag auch an Faride Alidou, der für Knauff in die Partie gekommen und ein belebendes Element war. Ebenso wurde Randal Kolo Muani zum Aktivposten. Nicht mal drei Minuten waren gespielt, als sich Kolo Muani das Leder erkämpfte und nach einem Solo quer auf den mitgelaufenen Kamada legte, der nur noch ins rechte Eck einschieben brauchte (48.).

Kolo Muani (aus spitzem Winkel vorbei/56.) und Kamada in zentraler Position (drüber/63.) hätten für die immer dominanter werdende Eintracht nachlegen können, ebenso wie Alidou (vorbei/78.). Die Hertha setzte nun noch mehr als vor der Pause auf die Defensive, blieb aber hin und wieder bei Kontern gefährlich und tauchte sogar frei vor Trapp auf. Doch Jovetic zielte zu ungenau (72.) und Serdar traf aus sechs Metern den eigenen Mann, der direkt vor Trapp stehende Jovetic lenkte den Ball am Tor vorbei.

Aufregung dann kurz vor Schluss, als Hertha-Torhüter Christensen Borré berührt, als dieser ihn umkurven möchte (89.). Schiedsrichter Willenborg entschied auf Elfmeter, doch der VAR schaltete sich ein. Willenborg schaute sich die Szene minutenlang an und nahm seinen Pfiff zurück. In der direkt anschließenden Nachspielzeit passierte nichts mehr, sodass die Eintracht den ersten Zähler der Saison aufs Konto gebracht hat. Von den Spielanteilen und aufgrund der Dominanz in der zweiten Halbzeit war allerdings durchaus mehr drin, wobei die Hertha die besseren Möglichkeiten nach der Pause und durchaus verdient zur Halbzeit geführt hatte. 

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