21.04.2021
Bundesliga

Kein einfaches Pflaster

In Leverkusen gab es in der jüngeren Vergangenheit für die Eintracht wenig zu holen. Doch die diesjährige Form spricht dafür, dass sich das bald ändert. Am liebsten am Samstag.

„Wir haben gezeigt, dass wir als Mannschaft da sind und uns nichts schocken kann. Wir haben wichtige Punkte geholt“, erklärte Timothy Chandler nach dem 2:0 gegen den FC Augsburg. Der Sieg gegen die Fuggerstädter war die erwünschte schnelle Reaktion auf den enttäuschenden Auftritt in Mönchengladbach. Dementsprechend waren alle Beteiligten am späten Dienstagabend zufrieden, sowohl mit dem Ergebnis als auch mit der Leistung gegen einen unangenehm zu bespielenden Kontrahenten.

Cheftrainer Adi Hütter zeigte sich erneut beeindruckt ob der Gesamtsituation der Eintracht: „Wichtig ist, dass wir es selbst in der Hand haben, uns für die Champions League zu qualifizieren. Wir haben bisher einen tollen Monat April hingelegt und 2021 nur zwei Punkte weniger geholt als der FC Bayern München. Das muss man festhalten. Der Sieg ist Balsam auf die Wunden.“

Dabei spielen die Hessen nicht nur weiterhin die beste Bundesligasaison ihrer Vereinsgeschichte und haben in der Bundesliga schon jetzt so viele Punkte auf dem Konto wie noch nie seit Einführung der Dreipunkteregel, sondern präsentieren sich heimstärker denn je. Von den möglichen 27 Zählern aus den jüngsten neun Spielen im Deutsche Bank Park holte die Eintracht 25, lediglich beim 1:1 gegen den VfB Stuttgart ließen die Adler am 24. Spieltag Zähler liegen. Vier Spieltage vor dem Ende rangiert das Team von Adi Hütter weiterhin auf dem vierten Platz. „Wir sind auf einem richtig guten Weg, die Konkurrenz muss auch erstmal punkten. Wir haben ein bisschen Luft nach hinten. Ich bin guter Dinge, dass wir das bis zum Schluss durchziehen“, zeigt sich auch Sportvorstand Fredi Bobic optimistisch.

Neun Punkte Vorsprung auf Leverkusen

Daichi Kamada versucht, an Edmond Tapsoba vorbeizukommen.

Bereits am Samstag wartet die nächste wichtige Partie, am Abend gastiert die Eintracht im Topspiel in Leverkusen. Bayer 04 liegt in der Tabelle derzeit auf Rang sechs. Durch die 0:2-Pleite der Werkself in München konnten die Adler ihren Vorsprung auf den direkten Konkurrenten auf neun Punkte ausbauen.

Es wäre extrem wichtig, wenn wir Bayer weiter auf Distanz halten.

Sebastian Rode

Auf der durchaus komfortablen Ausgangsposition möchte sich in Frankfurt aber niemand ausruhen. „Wir müssen weiter unsere Hausaufgaben machen, mit Leverkusen wartet am Samstag eine sehr schwere Aufgabe. Es wäre extrem wichtig, wenn wir Bayer weiter auf Distanz halten“, so Sebastian Rode. Der Mittelfeldakteur sah gegen den FC Augsburg seine zehnte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb und wird demnach am Samstag gesperrt fehlen. Die Eintracht hat aber in dieser Spielzeit schon mehrfach bewiesen, dass sie Ausfälle ohne Qualitätsverlust kompensieren kann.

Nachdem die Eintracht mit dem FC Augsburg gegen eine defensiv stabil stehende und auf Konter lauernde Mannschaft gewonnen hat, wartet am Wochenende mit Bayer Leverkusen wieder ein spielstarkes Team aus dem deutschen Oberhaus. „Am Samstag erwartet uns wieder ein anderes Spiel, eine andere Art von Fußball. Darauf freuen wir uns, denn dort können wir den nächsten Schritt machen“, weiß Bobic.

Auf die Stärken besinnen

Die Auswärtsbilanz in Leverkusen ist derweil ausbaufähig, die vergangenen fünf Ligagastspiele verloren die Adler allesamt und kassierten dabei immer mindestens drei Gegentore – das Torverhältnis von 2:20 untermauert das harte Pflaster unterm Bayer-Kreuz. Den Fakten ist sich nicht nur Bobic bestens bewusst, ebenso aber auch der Qualität der Hessen: „Wir dürfen uns nicht mit der Vergangenheit beschäftigen, sondern müssen unsere Stärke auf den Platz bringen. Wir wollen unbedingt punkten, denn in der aktuellen Situation zählt wirklich jeder einzelne Punkt.“

Amin Younes war beim letzten Aufeinandertreffen im DFB-Pokal bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung der auffälligste Mann auf dem Platz.

Das jüngste Aufeinandertreffen in der BayArena liegt derweil nicht allzu lange zurück. Im Januar begegneten sich Frankfurt und Leverkusen in der zweiten Runde des DFB-Pokals – nur zehn Tage, nachdem die Eintracht das Hinrundenspiel in der Liga mit 2:1 für sich entschieden hatte. Im Cup mussten sich die Hessen nach zwischenzeitlicher Führung mit 1:4 geschlagen geben. Amin Younes hatte die Gäste früh in Front geschossen, die in der Anfangsphase die überlegene Mannschaft waren. Nach einem unglücklichen Handelfmeter, den die Gastgeber zum Ausgleich verwandelten, einer Verletzung des Torschützen Younes und einem Abseitstreffer der Rheinländer kippte das Geschehen. Dass das Ergebnis nicht dem Auftreten entsprach, zeigt auch Bobic auf: „Die Erinnerungen an das Pokalspiel stimmen mich optimistisch für die Partie am Samstag, weil wir in der Liga den Video Assistant Referee haben. Wir haben damals eine überragende erste halbe Stunde gespielt.“ Anschließend lief es bekanntermaßen unglücklich. Am Samstagabend kann die Eintracht selbst für einen glücklicheren Ausgang sorgen, der abhängig vom schlussendlichen Saisonverlauf sogar höher als ein Titelgewinn einzustufen wäre.

Zum Spiel

Anstoß: Samstag, 24. April, 18.30 Uhr, 31. Spieltag, Bundesliga, 2020/21.
Stadion: BayArena, Leverkusen.
rtipp: EintrachtFM sendet ab 18.20 Uhr live.
TV-Hinweis: Sky Sport Bundesliga 1 HD überträgt ab 17.30 Uhr live.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel – präsentiert von Krombacher

Die letzten Informationen vor dem Bundesligaspiel erhaltet ihr auf der Pressekonferenz am Donnerstag, 13 Uhr, mit Cheftrainer Adi Hütter. Live zu sehen auf EintrachtTVFacebook und mainaqila – präsentiert von Krombacher.

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