25.08.2020
Training

Keine Zeit zu verlieren

Erste öffentliche Einheit in dieser Saison. Die Frankfurter Profis erhöhen weiter die Schlagzahl, der Kapitän ist wieder an Bord.

Nachdem die Adlerträger am gestrigen Montag frei hatten, stehen am Dienstag und Mittwoch jeweils zwei Trainingseinheiten auf dem Plan. Bereits die Vormittagsschicht hatte es den Profis angetan, wie Aymen Barkok zugibt: „Es war schön, mal wieder ein paar Fans am Spielfeldrand zu sehen.“ Zum ersten Mal seit Ausbruch der COVID-19-Phase durften Besucher – nach vorhergehender Anmeldung und unter Einhaltung der Hygienevorschriften – beim Training zusehen. Es soll zunächst die Ausnahme bleiben.

Wie die Kiebitze unter den Bäumen des Stadtwalds versteckte sich auch die Sonne weitgehend hinter den Wolken über dem Deutsche Bank Park. Während das Torhüterteam bereits auf dem Platz stand und sich mit ersten Übungen unter Anleitung von Torwarttrainer Jan Zimmermann und Athletiktrainer Martin Spohrer aufwärmte, betraten die Feldspieler kurz darauf den Rasen. Motivation und Freude war den Adlern ins Gesicht geschrieben wie am ersten Tag. Dies galt nicht zuletzt für David Abraham, der eine Woche nach seiner Seitenbandzerrung wesentlich früher ins Mannschaftstraining zurückkehrte als angenommen.

Eine Extrameile

Inhaltlich hatte sich seitdem wenig geändert, wohl aber an der Intensität, welche das Team um Cheftrainer Adi Hütter kontinuierlich steigert. Was gleichermaßen für die Sprint-, Koordinations- und Schnellkraftübungen gilt wie für die abwechslungsreichen Passformen. „Das ist Qualität!“, feuerte etwa Chefcoach Hütter seine Mannen ein ums andere Mal zufrieden an. Überhaupt herrschte zwischen allen Beteiligten ein reger Austausch. Neben „schnellen Pässen“ in den immer komplexeren Passmustern forderte Co-Trainer Armin Reutershahn von den Akteuren, dass sie „viel kommunizieren.“

Als wären Kopf und Beine am Ende nicht genug beansprucht, stellte das Trainerteam zum Abschluss nochmal die Selbstüberwindung aller Adler auf die Probe und steckte den Rasen in Form einer 400-Meter-Bahn ab – die letzte Meile, also 1.600 Meter, des Tages stand an. Natürlich lieber schneller als langsamer, versteht sich. Die Eintrachtler, sie haben knapp drei Wochen vor dem Pflichtspielauftakt keine Zeit zu verlieren. Einzig Kapitän Abraham durfte aussetzen. Doch auch nicht allzu lange. Bereits am Nachmittag stand die zweite von insgesamt sieben Trainingseinheiten bis zum nächsten Test am Samstag, 19 Uhr, bei Ajax Amsterdam auf dem Plan.

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