19.08.2025
Team

Kevin Trapp verlässt Eintracht Frankfurt

Nach insgesamt zehn Jahren mit dem Adler auf der Brust verabschiedet sich Kevin Trapp aus Frankfurt und wechselt mit sofortiger Wirkung zum französischen Aufsteiger Paris FC.

Der gebürtige Saarländer kam im Juli 2012 vom 1. FC Kaiserslautern nach Frankfurt und erarbeitete sich schnell den Platz als Stammtorhüter. Nach drei Bundesligaspielzeiten wechselte Trapp zu Paris Saint-Germain. Auch beim französischen Serienmeister wurde er auf Anhieb zur Nummer eins im Tor und kam an der Seine auf insgesamt 91 Pflichtspiele, mehr als die Hälfte davon bestritt er ohne Gegentor. Mit PSG wurde Trapp je drei Mal französischer Meister, Pokalsieger und Ligapokalsieger sowie fünf Mal Superpokalsieger.

Im August 2018 kehrte der 1,89 Meter große Schlussmann zur Eintracht zurück. In seiner Comeback-Saison zog er mit den Hessen ins Halbfinale der UEFA Europa League ein. Der größte Erfolg folgte im Mai 2022: Mit herausragenden Paraden trug Trapp maßgeblich zum Gewinn der UEFA Europa League bei – dem ersten internationalen Titel der Eintracht seit 42 Jahren.

In der vergangenen Saison, in der sich die Eintracht erstmals in der Vereinsgeschichte über die Bundesliga für die UEFA Champions League qualifizierte, führte er die Mannschaft als Kapitän auf den Platz.

Insgesamt bestritt Kevin Trapp 383 Pflichtspiele für Eintracht Frankfurt, davon 293 in der Bundesliga – kein Torhüter kam für die Eintracht häufiger in der höchsten deutschen Spielklasse zum Einsatz. Mehr Pflichtspiele insgesamt bestritt nur Oka Nikolov (415).

Kevin wird trotz seines Abschieds immer Teil von Eintracht Frankfurt bleiben.

Markus Krösche, Sportvorstand Eintracht Frankfurt

Sportvorstand Markus Krösche sagt: „Der Abschied von Kevin Trapp fällt uns allen schwer – am meisten sicher ihm selbst. Über Jahre war er eines der Gesichter der Eintracht, Kapitän und Führungsspieler, und hat entscheidend zu unseren Erfolgen beigetragen. Aufgrund seiner Leistungen und Verdienste war es für uns selbstverständlich, seinem Wechselwunsch zu entsprechen. Kevin wird trotz seines Abschieds immer Teil von Eintracht Frankfurt bleiben – und bei uns stets herzlich willkommen sein.“

Kevin Trapp sagt zum Abschied: „Heute fällt es mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Weil ich zwei Gefühle verpacken muss: Vorfreude und Traurigkeit in einem: ich freue mich auf ein neues Kapitel, bin aber gleichzeitig traurig, der Eintracht endgültig ade sagen zu müssen. Ich war, bin und bleibe Adler. Bei Frankfurt bin ich groß geworden, erwachsen geworden, reif geworden – als Fußballer und als Mensch. Ich liebe Frankfurt, jeden Winkel in diesem Verein. Mein Klub. Ich bin und bleibe einer von euch. Wir haben Kapitel geschrieben, die uns immer verbinden. Ein Herzenskapitel. Trotzdem gehe ich. Weil ich den perfekten Moment gefunden habe, noch einmal etwas Neues zu wagen, etwas, das mich reizt und herausfordert. In Paris bin ich damals zum Führungsspieler geworden. Ich durfte wertvolle Lektionen lernen, die ich in Frankfurt mit einbringen konnte. Die Liebe zu dieser Stadt ist mir geblieben. Aus ihr habe ich nie ein Geheimnis gemacht. Ich vereine wunderbare Dinge aus Frankfurt und Paris in mir. Und nun werden nochmal neue Erfahrungen hinzukommen, die mich bereichern werden! Es fällt mir nicht leicht zu gehen – und gleichzeitig doch. Weil Frankfurt bei Kaua Santos und dem gesamten Torhüterteam in besten Händen ist. Er ist ein großartiger Kerl, ein herausragender Torwart. Ich muss kein schlechtes Gewissen haben, im Gegenteil. Mit ihm ist die Eintracht bestens aufgestellt. Für uns alle brechen neue Zeiten an. Ich bin sicher: großartige Zeiten.“