Eintracht-Cheftrainer Dino Toppmöller nahm im Vergleich zum 1:1 gegen Wolfsburg in der Vorwoche drei Änderungen in der Startformation vor: Nnamdi Collins, Mo Dahoud und Michy Batshuayi rotierten in die erste Elf, dafür nahmen Ellyes Skhiri und Mario Götze auf der Bank Platz. Ansgar Knauff fehlte erkältungsbedingt.
Es dauerte 25 Sekunden, ehe die Adlerträger beim Tabellenzweiten aus Leipzig zum ersten Mal zum Abschluss kamen: Über schnelles Direktspiel zwischen Batshuayi und Brown kam die Kugel zu Chaibi, der den Ball im Strafraum aber nicht richtig traf, Leipzigs Keeper Gulacsi packte sicher zu (1.).
Harder netzt früh
Anders als die Hessen nutzten die Gastgeber ihre erste Chance: Baumgartner chippte den Ball in den Lauf von Harder, Koch und der aus dem Tor geeilte Zetterer waren sich uneins, so dass der Stürmer den Ball über Frankfurts Schlussmann hinweg ins Tor köpfen konnte (5.).
Die Eintracht übernahm nach dem frühen Rückstand wieder das Kommando und suchte die Lücke in der Leipziger Abwehr. Nach einer flachen Hereingabe von Kristensen kam Doan aus zwölf Metern zum Abschluss, der abgefälschte Schuss segelte in Richtung Batshuayi, der zu überrascht den Ball aber am zweiten Pfosten passieren ließ (20.). Sekunden später verfehlte der belgische Angreifer den Kasten nach einer weiteren Hereingabe von Kristensen (22.).
Baumgartner legt nach
Die beste Torchance hatte die SGE nach einer halben Stunde, als Dahoud mit einem satten Schuss aus der Drehung aus 18 Metern die Latte traf (31.). Im direkten Gegenzug konterten die Hausherren über Harder, der im Strafraum von Collins nicht gestört wurde und in die Mitte passen konnte, wo der mitgelaufene Baumgartner den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte – 0:2 aus Sicht der Gäste (31.). In der 39. Minute legte Baumgartner nach, der Treffer wurde jedoch im Nachgang vom VAR wegen einer Abseitsstellung kassiert. In der Schlussphase der ersten Hälfte strich noch ein Distanzschuss von Nusa knapp am Tor vorbei (45.). Zur Pause standen sechs zu fünf Torschüsse sowie 51 Prozent Ballbesitz für die Eintracht zu Buche, allerdings auch ein 0:2 mit Blick auf die Anzeigetafel.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit ersetzte Jessic Ngankam den verletzten Batshuayi. Die erste Szene im zweiten Spielabschnitt hatten die effektiven Leipziger, die prompt nachlegten. Die Frankfurter Hintermannschaft bekam den Ball im Sechzehner nicht weg, Diomande war der Nutznießer und traf aus zwölf Metern zum 3:0 in die Maschen (47.). Wenig später schlenzte Nusa den Ball aus 20 Metern an den Pfosten (52.). Doch der vierte Treffer der Leipziger ließ nicht lange auf sich warten, Diomande hatte 16 Meter vor dem Kasten nach einer Körpertäuschung gegen Theate freie Schussbahn und netzte unhaltbar für Zetterer ins linke Eck (55.).
Weitere Treffer in Leipzig
Und es kam noch schlimmer für die Sportgemeinde Eintracht. Nach einem Eckball bekam der eingewechselte Larsson einen Schuss von Harder an die Hand, Schiedsrichter Siebert entschied auf Strafstoß. Raum verwandelte sicher ins vom ihm aus gesehen rechte Eck (62.). Es dauerte keine drei Minuten, ehe der Tabellenzweite das sechste Tor folgen ließ. Seiwald schickte Diomande auf die Reise, der mit Tempo in den Strafraum zog und zum 6:0 traf (65.).
In der verbleibenden Spielzeit beschränkten sich die Adlerträger aufs Verteidigen und verhinderten weitere Gegentore. Die Serie der Eintracht von zuletzt sechs Bundesligaspielen ohne Niederlage in Serie ist damit gerissen.

