10.11.2021
Team

Kohr und Zuber gesetzt, Spielpraxis für Akman

Sieben Profis sind in dieser Saison im In- und Ausland, von der Ersten bis zur Dritten Liga verliehen. Ein Zwischenstand.

Dominik Kohr: Unverzichtbar Anker

Nach der zunächst für die vergangene Rückrunde befristeten Leihe befindet sich Dominik Kohr nun in seiner zweiten Spielzeit beim 1. FSV Mainz 05, bei dem er weiterhin den Status des Stammspielers innehat. Nachdem der defensive Mittelfeldmann 2020/21 mit den Domstädtern die Klasse hielt, steht er mit den Nullfünfern aktuell auf Tabellenplatz sieben. Beim Saisonauftakt gegen Leipzig fehlte der 27-Jährige zwar noch, weil er sich aufgrund einer COVID-19-Infektion in häusliche Isolation begeben musste. Danach mauserte er sich dennoch erneut zum Schlüsselspieler im Mittelfeld und stand in elf von 13 möglichen Spielen auf dem Rasen, davon zehn Mal von Beginn an.

Mainzer Fixpunkt: Dominik Kohr.

Nur ein weiteres Spiel gegen Borussia Dortmund verpasste er aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre aus dem Spiel gegen Union Berlin zuvor. Ansonsten stand Kohr in insgesamt acht Spielen in der Startelf und bestritt fünf Spiele über 90 Minuten. Trainer Bo Svensson lobt seinen Anker explizit und wiederholt. Auch vor dem gegnerischen Gehäuse trat Kohr bereits in Erscheinung. Beim 2:0-Sieg gegen die TSG Hoffenheim leistete Kohr die Vorarbeit für seinen Mannschaftskollegen Jonathan Burkardt zur Führung.

Ali Akman: Spielpraxis in Nijmegen

Anfang des Jahres kam Ali Akman von türkischen Verein Bursaspor zur Eintracht. Seine Reise nahm im Sommer einen Schlenker über die niederländische Eredivisie zum NEC Nijmegen. Dort gilt er schnell als Verstärkung. Trainer Rogier Meijer setzte in acht Partien von Anfang an auf den türkischen Mittelstürmer, drei Mal wurde er eingewechselt. Nur im Ligaspiel gegen Feyenoord stand der 19-jährige nicht im Kader. Auch wenn es noch zu keinem Einsatz über die kompletten 90 Minuten gereicht hat, erhält der Türke regelmäßig Spielpraxis und zeigt, was er mit dem Ball kann. Nach vier Treffern in elf Ligaspielen deutet sich schon nach dem ersten Halbjahr eine Win-win-Situation für alle an – beide Vereine und den Spieler.

Steven Zuber: Gewechselt, um zu glänzen

Steven Zuber schloss sich Ende August leihweise AEK Athen an und hätte dort kaum besser einschlagen können. In seinem ersten Spiel stand er zwar nur die zweite Halbzeit auf dem Platz, schoss dafür aber direkt das Tor zum 3:0-Endstand. Auch bei seinem zweiten Ligaspiel gelang dem Mittelfeldmann ein Tor zum zwischenzeitlichen 2:0. Seitdem gehört der Schweizer Nationalspieler zur ersten Wahl von Trainer Argirios Giannikis und überzeugt weiterhin durch drei Tore und zwei Vorlagen. Beim 3:1-Sieg gegen den Tabellenvierten Volos NPS war der 30-Jährige sogar an allen drei Toren beteiligt. Aktuell steht das Team auf Platz zwei der griechischen Liga, drei Punkte hinter Eintrachts Europa-League-Kontrahent Olympiacos FC. Zuber trug dazu in neun Spielen fünf Tore und zwei Vorlagen bei. Kein Wunder, dass es unlängst auch vom Teamkollegen und ehemaligen Adlerträger Giorgos Tzavellas Lob gab, der Zuber als „Bereicherung für die Super League“ bezeichnete.

Rodrigo Zalazar: Aufsteigende Tendenz

Im August ging es für den Rodrigo Zalazar zum FC Schalke 04, an den er für ein Jahr verliehen ist. Nachdem der Uruguayer die ersten beiden Spiele in der Zweiten Bundesliga nicht im Kader stand, unterstützte er die Königsblauen zuletzt mit zehn Startelfeinsätzen tatkräftig. Elf Mal stand er insgesamt auf dem Platz, drei Mal über 90 Minuten.

Wird immer konstanter: Rodrigo Zalazar.

Bisher kommt der Mittelfeldmotor auf einen Treffer beim Sieg im DFB-Pokal gegen den FC 08 Villingen sowie einen Assist im Ligaspiel gegen den FC Ingolstadt. Der 22-Jährige hatte in letzter Zeit zwar immer wieder mit Schwankungen zu kämpfen, zuletzt zeigt die Formkurve aber konstant nach oben.

Igor Matanovic: Zwangspause für den Youngster

Igor Matanovic kam Ende August vom FC St. Pauli an den Main und kehrte gleichzeitig leihweise für zwei Jahre ans Millerntor zurück. Beim Spitzenreiter des Unterhauses hat der Sturmtank seit April 2021 mit einer Adduktorenverletzung zu kämpfen hat, weshalb er nach dem Aufbautraining über weite Strecken der Hinrunde zuletzt Ende Oktober für zwei Minuten sein Comeback gegen Werder Bremen gab.

Fynn Otto: Im Wartestand

Fynn Otto ist in dieser Saison den Drittligisten Hallescher FC ausgeliehen. Dort gab das Eigengewächs am 21. September sein Profidebüt gegen den TSV 1860 München, als er in der zweiten Minute der Nachspielzeit eingewechselt wurde. Insgesamt kommt der ehemalige U16-Nationalspieler auf vier Einsätze.

Elias Bördner: Schwerer Stand

Mit Elias Bördner zog es einen zweiten früheren Jungadler in die Dritte Liga, zu Viktoria Köln. Am Rhein kommt der 19-jährige, der am 34. Spieltag der Vorsaison sein Profidebüt zwischen den Eintracht-Pfosten gefeiert hatte, bislang auf ein Spiel. Beim 1:1 zu Hause gegen den FSV Zwickau stand er am zweiten Spieltag über 90 Minuten im Kasten, da Stammkeeper Sebastian Mielitz mit einem Syndesmosebandriss ausfiel. Es war übrigens der einzige Punkt der Elf von Ex-Adlerträger Olaf Janßen aus den ersten fünf Ligaspielen. Seitdem hütet jedoch Moritz Nicolas das Tor des HFC, Bördner sitzt auf der Bank.

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