06.04.2022
Europapokal

„Kühlen Kopf bewahren“

Oliver Glasner und Sebastian Rode möchten die Euphorie nicht bremsen, sich im Spiel gegen Barca aber auf ihre Stärken fokussieren.

Kaum haben die Adler das Abschlusstraining hinter sich, geht das Programm für zwei Führungsfiguren weiter. Oliver Glasner und Sebastian Rode sind auf der Pressekonferenz vor dem Hinspiel gegen den FC Barcelona gefragt. Der Cheftrainer und Kapitän äußerten sich unter anderem über...

...die Personelle Situation:

Oliver Glasner: Bis auf Christopher Lenz und Diant Ramaj sind alle gesund und fit. Wir freuen uns auf ein großes Spiel morgen Abend. Es wird gegen einen Topgegner ein wunderbarer Europa-League-Abend. Wir werden sehr viel laufen und sehr viel wechseln müssen. Die Spieler geben alles für den Erfolg der Mannschaft. Alle, die für die Europa League nominiert sind, sind einsatzbereit und stehen im Kader.

Die komplette Pressekonferenz zum Nachhören

Sebastian Rode: Natürlich würde ich gerne von Anfang an spielen. Djibril Sow und Kristijan Jakic machen es die ganze Saison sehr gut. Ich bin da, wenn ich gebraucht werde, ob für eine Minute oder mehr als 45.

...die Bedeutung der Partie:

Oliver Glasner: Die Mannschaft, der Verein und die Fans haben sich dieses Spiel verdient. Wir spielen eine hervorragende Europa-League-Saison, sind ungeschlagen und hoffen, dass die Reise ins Halbfinale führt. International ist es das größte Spiel meiner Karriere. Aber wichtig sind die Spieler und das Spiel. Wir wollen unser Spiel und unsere Stärken auf den Platz bekommen.

Wir gehen nicht in das Spiel, um ausschließlich Barcelonas Offensive zu bremsen, sondern suchen selbst unsere Chancen.

Cheftrainer Oliver Glasner

Sebastian Rode: Das Spiel wird ein Highlight in meiner Karriere sein, die Euphorie rund um das Spiel ist riesig. Wir freuen uns auf ein volles Stadion, es wird ein geiler Abend. Es gilt, kühlen Kopf zu bewahren. Gerade für die Jungen wird es nochmal etwas Neues sein. Ich denke, die Fans haben sich auch etwas ausgedacht. Deswegen sind wir motiviert, dürfen aber nicht kopflos in die Zweikämpfe gehen.

...die Spielweise gegen den FC Barcelona:

Oliver Glasner: Wir möchten nicht 90 Minuten auf den letzten 30 Metern verteidigen, sondern unsere Stärken einsetzen. Wir haben auch gegen Topteams gezeigt, dass wir uns mehrere hochkarätige Chancen erspielen können. Mit der nötigen Effizienz sind Tore drin. Wir werden viel laufen müssen, Barcelona ist sehr ballsicher. Wir gehen nicht in das Spiel, um ausschließlich Barcelonas Offensive zu bremsen, sondern suchen selbst unsere Chancen. Ein Unentschieden würde ich vor dem Spiel nie unterschreiben. Hinterher kann das anders aussehen. Aber die Herangehensweise ist immer die gleiche. Egal, ob ich gegen Barca spiele oder gegen meine Tochter „Vier gewinnt“.

...den Mythos FC Barcelona:

Oliver Glasner: Aufgrund der nationalen, aber auch internationalen Erfolge, gibt es diesen Mythos. In das Stadion passen 100.000 Fans, viele große Spieler wie Gerard Piqué und Sergio Busquets, die im Fußball alles gewonnen haben, was es zu gewinnen gibt, sind dort. Das macht den Mythos aus. Barca ist auf dem Weg, wieder eine Spitzenmannschaft zu werden.

Ich bin davon überzeugt, dass sich Chancen ergeben werden, die wir dann eiskalt nutzen müssen.

Sebastian Rode

Sebastian Rode: Meine Generation verbindet Barcelona in erster Linie mit Lionel Messi. Es ist interessant zu sehen, wie Barca ohne ihn auftritt. Das ist nicht einfach aufzufangen, sie haben es geschafft. Es ist toll, ihren Spielstil über Jahrzehnte hinweg zu sehen. Auch das macht den Mythos aus.

...den Spirit von 2019:

Sebastian Rode: Die Stürmer von damals haben wir zwar nicht mehr, wir haben aber dennoch unsere Stärken und Waffen und es sportlich ins Viertelfinale geschafft. Ich bin davon überzeugt, dass sich Chancen ergeben werden, die wir dann eiskalt nutzen müssen.

...Pierre-Emerick Aubameyang:

Sebastian Rode: Auba ist ein positiv Verrückter mit unglaublicher sportlicher Qualität. Er kann im Spiel für längere Zeit untertauchen, um dann das entscheidende Tor zu machen. Unsere Abwehr muss jederzeit bereit und aufmerksam sein. Morgen wird ihn keiner unterschätzen.